Zwischen Starbucks und Hegel

Eine der faszinierendsten Gestalten der Gegenwartsphilosophie ist sicher der Slowenische Philosoph Slavoj Žižek. Wie kein anderer Denker leitet er seine Zeitkritik aus Analysen unserer realen Gegenwart ab und nimmt dabei die Computerwelt ebenso in den Blick wie die Popularität des Dalai Lama oder die Untoten der Horrorliteratur eines Stephen King.

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Dass er dabei nichts weniger im Sinn hat, als die Philosophie Hegels zu aktualisieren, indem er die Psychoanalyse Lacans als Werkzeug benutzt, um den Deutschen Idealismus zu verstehen, macht sein Denken nicht gerade einfach. Darum ist es sehr zu begrüßen, dass Norbert Bischofberger mit Žižek ein fast einstündiges Gespräch geführt hat, das neben seinen wesentlichen denkerischen Positionen auch seine Persönlichkeit sichtbar werden lässt.

Auf der Web.TV Plattform ist dieses Gespräch unter der Adresse http://www.teleboy.tv/video/TagesschauMittagsausgabe/feature/16260/info verfügbar.

Und bitte, stören Sie sich nicht daran, dass Žižek sein T-Shirt aus einem Altkleider-Container geklaut zu haben scheint, auch nicht an seiner massiven Nervosität, die ihn permanent an die eigene Nase und nach anderen Körperregionen greifen lässt. Und über den Umstand, dass sein Englisch ein Skandal ist, wie mein Bruder D. sagte, wollen wir ebenfalls hinweg sehen. Der Mann hat nämlich wirklich etwas zu sagen, völlig unabhängig von diesen Äußerlichkeiten.

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