Höchst erfreuliches Coaching-Ergebnis

Normalerweise veröffentliche ich solche Dinge nicht, und ich nenne auch diesmal keine Namen, aber da ich mich heute so sehr über den Erfolg eines meiner Coachees gefreut habe, muss ich einmal eine Ausnahme machen. Ich habe schon Leute gecoacht, die z.B. den Deutschen Krimipreis für ein Buch bekommen haben, das ich mit ihnen gearbeitet habe. Aber dessen soll nicht gedacht werden.

Ich möchte heute etwas im Grunde viel Kleineres festhalten, nämlich den Umstand, dass einer meiner Coachees, der mich während des Tages anrief, mitteilte, er habe für den Roman, den er im letzten Frühjahr veröffentlicht hatte, jetzt die Abrechnung bis zum Dezember letzten Jahres erhalten. Nun, fragte ich, das ist ja noch nicht mal ein ganzes Jahr, wieviel sind es denn bisher? Und er sagte, über 4.000 Stück.

Das hat mich weit mehr gefreut, als irgendein Bestseller, denn ich kenne die durchschnittlichen Verkäufe deutschsprachiger Autoren sehr gut, kenne auch den wiederkehrenden Satz der Lektoren, die schon beim Erscheinen eines Buches zu wissen glauben, dass das wohl „auch dieses Mal nicht über 1.000 Stück werden.“

Meine Freude hat jedoch auch noch andere Gründe, denn diese Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie man sich am Anfang einer Autorenkarriere unter Umständen durchbeißen muss. Dieses Buch war nämlich bereits das dritte des Autors. Die ersten beiden, die ich ebenfalls mit ihm gearbeitet hatte, waren trotz sehr interessanter Thematik, weit unter 2.000 Exemplaren geblieben. Es wurde dann klar, dass das leider auch am Verlag lag, sodass ich dazu riet, den Verlag zu wechseln, was zum Glück auch recht schnell gelang. Das Ergebnis ist nun beim dritten Roman dieser weit bessere Verkauf, und das nach nur 9 Monaten. Und natürlich beim neuen Verlag ein weit besseres Standing. Jetzt beweist es sich, dass es sinnvoll war, an diesen Autor zu glauben. Und natürlich auch, dass er selbst sich nicht hat entmutigen lassen und trotz der anfangs nicht so sonderlich berühmten Ergebnisse durchgehalten hat und dran geblieben ist.

Inzwischen ist gerade vor zwei Wochen sein vierter Roman abgeschlossen und beim Verlag abgeliefert worden. Und wir haben in den letzten 14 Tagen, damit sich nach Abschluss des Romans kein Loch auftut,  bereits wieder eine Erzählung fertig gemacht, die ihren vorgesehenen Platz in einer Anthologie finden wird. Herr H.D., ich bin stolz auf Sie!