recording angels‘ mysteries

Berlin , Mittwoch, 25. Januar 2017

In der Nacht fragte mich jemand, den ich nicht zu sehen vermochte, was ich denn all die Zeit getan habe. „Nun, die meiste Zeit“, entgegnete ich, „habe ich natürlich im Himmel verbracht. Aber ich habe auch sehr viel auf der Erde gearbeitet.“

Seit ich daraufhin erwachte, denke ich darüber nach, ob ich nicht möglicherweise ein Engel bin.


Ich erzählte der Liebsten davon während des Frühstücks. Und sie antwortete auf ihre trockene Art. „Das würde ich viel irdischer deuten.“

„Und wie?“

„Na ja, der Traum sagt, ich habe die meiste Zeit meines Lebens mit dem Kopf in meiner Literatur gelebt. Aber ich musste mich daneben auch mit viel Alltagskram befassen.“

„Gut“, antwortete ich, „du wirst recht haben. Aber falls es doch andersherum richtig ist, falls ich also ein Engel bin, so verspreche ich dir, bei dir zu bleiben, so lange du hier auf Erden leben musst.“

Das fand sie dann natürlich auch okay.

Ich wünsche allen Lesern
dass Sie einen Engel an Ihrer Tafel haben mögen
Ihr, PHG