Ein Lob des Axel Dielmann Verlages

Wiesbaden, Montag 11. Dezember 2017, bei Verdis "Simon Boccanegra", unter Georg Solti

Heute will ich nur kurz schreiben, zumal es um ein Lob gehen soll. Gerade beim Loben darf man nicht geschwätzig werden.

Also: Mein Roman „Der Mann, der den Regen fotografierte“ sollte laut Vertrag zur Leipziger Buchmesse erscheinen. Die Buchmesse fand vom 23. bis zum 26. März statt. Ein Buch, das zu dieser Messe hätte lieferbar sein sollen, wäre also etwa Mitte bis Ende Februar erschienen, spätestens.

Das Buch erscheint freilich erst jetzt. HEUTE am 11. Dezember ist der Roman erstmals als lieferbar auf amazon und deshalb wohl auch bei LIBRI, dem Grossisten, bei dem die meisten Buchhändler bestellen, angeboten.

So darf ich also dieses Jahr doch noch mit einem riesigen Lob für den Axel Dielmann Verlag beschließen. Denn ein Buch mit nur 10 Monaten Verspätung auf den Markt zu bringen, das ist wahrlich schon eine äußerst gewaltige Leistung, auf die der Verleger maßlos stolz sein darf.

Ich danke dem Verleger Axel Dielmann deshalb heute öffentlich, so wie ich auch all denen danke, die an dieser staunenswerten Leistung maßgeblich beteiligt waren, vor allem all denen, die dem Verleger über Monate massiv in den Hintern getreten haben. Wenn man weiß, wie gänzlich unempfindlich er gegenüber solchen unterstützenden Maßnahmen ist, so kann der Dank für diese mutigen Menschen gar nicht hoch genug veranschlagt werden.

Hier ist es nun also, wie ich mit Tränen der Erleichterung in den Augen vermelden darf.

Nun weiß ich naturgemäß nicht, ob es irgendwo im Lande noch mögliche Leser für dieses Buch geben mag, denn wer wartet schon so lange auf ein Buch? So dumm sind Leser ja nun wahrlich nicht. Allenfalls Autoren sagt man so viel geistige Minderleistung nach. Aber das ist egal, denn diese mit dem heutigen Tag festgestellte Lieferbarkeit erspart mir trotzdem eine Menge Arbeit und wohl auch Kosten. Dies deshalb, weil ich just heute den Tag nutzen wollte, um dem Verlag den Vertrag zu kündigen und meine Rechte am Buch zurückzufordern.

Damit komme ich jetzt natürlich nicht mehr durch, denn jeder wird mir sagen, was wollen Sie denn überhaupt, das Buch gibt es doch! Und etwaige Anwalts- und Prozesskosten hätte ich mir schon gar nicht leisten können.

Also nochmals Lob für den Verlag! Das haben Sie gut hingekriegt Herr Dielmann!

So dürfen wir nun alle glücklich sein, an diesem herrlichen Regentag im schwindenden Licht.

Es grüßt
Ihr PHG