Neuer Roman bei den Expeditionen

Mittwoch, 9. Mai 2018, bei 'breakdown'
von Melissa Etheridge

Nach der Neufassung meines Romans „Calvinos Hotel“ bei den Kulturmaschinen wird im späteren Sommer mein neuer Roman „Nichts weißt du, mein Bruder, von der Nacht“ beim Verlag Expeditionen in Hamburg erscheinen. Der genaue Termin hängt noch an mir, da ich einen weiteren Lektoratsdurchgang einschieben will. Die letzte Fassung des Manuskriptes, die ich vergangenen September ins Archiv gelegt hatte, liegt deshalb nun zur Bearbeitung wieder vor mir auf dem Tisch.

 

 

 

 

 

 

Gestern und heute habe ich sogar schon an Cover-Entwürfen für das Buch gebastelt. Ich will da diesmal von Anfang an meine eigenen Vorstellungen durchsetzen, was auch deshalb mein Bestreben ist, weil ich mit den verschiedenen Entwürfen, die einige befreundete Künstler für die Neufassung von „Calvinos Hotel“ in den letzten Wochen vorgeschlagen haben, überhaupt nicht zufrieden bin. Nun, sei es drum. Letztlich werde ich also wohl für Calvino doch wieder auf eine Ansicht Venedigs zurückgreifen müssen, wenn ich nicht dafür ebenfalls noch etwas Eigenes entwerfe.

Meine eigenen Entwürfe für den neuen Roman „Nichts weißt du, mein Bruder, von der Nacht“ durchliefen etwa zehn Varianten, bis ich nun bei diesem hier weitgehend glücklich bin.

Das Buch, das ich über die Jahre der Entstehungszeit hinweg immer meinen Bruder-Roman genannt habe (einige meiner LeserInnen werden wissen, dass es mit Das Herz des Hais auch bereits einen Schwester-Roman gibt), ist so etwas wie mein Dante geworden, mein Inferno genauer gesagt.

Man könnte über den Eingang schreiben „Lasse, der du hier eintrittst, alle Hoffnung fahren“, aber bekanntlich ruft die Dunkelheit ja dort am lautesten nach uns, wo sie am tiefsten ist.

Das Buch ist eine ‚Nachtfahrt‘ auf dem schwarzen Fluss der Seele geworden, so viel zumindest sei bereits verraten.

Außer mir soll auch die Liebste einen Lektoratsdurchgang am Text versuchen, sodass es noch einige Wochen dauern dürfte, obwohl es ein Manuskript von gerade mal 230 Seiten ist – weshalb es für mich auch stets einer meiner kurzen Romane war -, aber zwei Leute, die lesen und korrigieren müssen, danach dann die Übernahme der Korrekturen in die Schlussfassung, die dann gesetzt werden muss, das benötigt trotzdem Zeit. Ich kann deshalb nur sagen, bleiben Sie neugierig darauf.

So, und nun mache ich etwas ganz Banales, ich gehe nämlich in die Küche und koche einen Rhabarber-Kompott, den ich, wenn die Liebste nachher aus der Schauspielschule kommt, mit einer Vanille-Soße servieren werde.

Bleiben Sie glücklich
wünscht Ihnen Ihr
PHG