AKTUELL
“Calvinos Hotel” nach einer Woche in Belém do Para in der portugiesischen Übersetzung fertig
Meine gemeinsam Arbeitszeit mit dem Übersetzer Jan Oldenburg an der portugiesischen Fassung des Romans “Calvinos Hotel” in Belém (Brasilien) hat sich gelohnt. Es gab in der Tat viele sprachliche Fragen, die allein durch den Übersetzer gar nicht hätten entschieden werden können. Aber wir sind letztlich in allen Punkten zu einvernehmlichen Entscheidungen gekommen.
Jetzt, da ich zurück in D-Land bin, muss Jan Oldenburg noch die Schlussfassung des Manuskriptes erstellen. Die geht dann an die professionellen Probeleser, denn das kann ich mangels portugiesischer Sprachkenntnisse natürlich nicht machen. Und sobald von den Probelesern gründes Licht kommt, werde ich die Druckfreigabe erteilen. Danach sprechen dann die Verlage ihr Wort.
Ich war übrigens etwas überrascht, als Oldenburg zum Abschluss unserer Arbeit auf das Gegenlesen der portugiesischen Manuskriptfassung durch die Probeleser zu sprechen kam und fragte, ob ich auch einen Probeleser meiner eigenen Wahl hätte. Ich erzählte ihm darauf die unsägliche Geschichte mit dem französischen Übersetzer meines Theaterstückes “Eistage”, der mir das Recht abgesprochen hatte, seine Übersetzung nach Fertigstellung zu prüfen, geschweige denn mir das Autorenrecht vorzubehalten, die Druckfreigabe zu erteilen. Jan Oldenburg lachte daraufhin nur und meinte, was war denn das für ein unprofessioneller Idiot? Er war froh, als ich sagte, dass ich die Übersetzung des Stückes durch diesen Übersetzer verweigert hatte.
________________________________________________________________
Literaturfest in Minden
06. März 2012 - Wiesbaden
Meine Vorbereitungen für die Lesung auf dem Mindener Literaturfest steht. Samstag, den 10., lese ich ab 19 Uhr im “Victoria Hotel”. Bin sehr gespannt und möchte unbedingt auch einige der Kollegen lesen hören. Bahnfahrt un Hotel ist gebucht.
____________________________________________________________________
Nachträge + Vorschauen, so möglich
05. März 2012 - Wiesbaden
Das Konzept der Zeit ist unpraktisch – sie vergeht zu schnell – und da ich nur höchst ungern jemandem hinterher laufe, so notiere ich hier momentan nur mit Widerwillen, was schon daran zu sehen sein dürfte, dass ich mich seit dem letzten Oktober dagegen gesträubt habe. Aber es lässt sich nicht ändern und führt leider nur dazu, dass man sich den einzelnen Daten nicht mehr richtig zuwenden kann und stattdessen Listen abarbeitet.
Was in der Reihenfolge zuerst aufgelistet gehört, das ist das Hörbuch “Der Schatten Gottes”, das nach ewigen Verzögerungen erst zu Jahresbeginn erschien und damit sämtliche Verkaufsmöglichkeiten so ziemlich verpasst hatte. Will sagen, es erschien nicht zur Herbstmesse in Frankfurt, es erschien auch nicht zum Termin des Vorabdrucks der Titelerzählung in der Zeitschrift eXperimenta, es erschien auch nicht im zeitlichen Umfeld der Radiosendung, die die Sprecherin Bettina Römer und ich für das Buch arrangiert hatten, ja, es verpasste mit dem Erscheinungstermin sogar das Weihnachtsgeschäft und kam erst irgendwann zwischendurch zu Jahresbeginn im Januar auf den Markt. Dazu in völlig dilettantenhafter Weise, denn weder wurde dem Hörbuch eine angemessene inhaltliche Beschreibung beigegeben, noch wurde auch nur die Inhaltsangabe korrekt und vollständig wiedergegeben. Im Download und auf der DVD-Fassung muss das Hörbuch gänzlich ohne Inhaltsangabe auskommen. Lediglich auf der Verlagsseite steht eine Inhaltsangabe, eine unvollständige freilich. Bei insgesamt 12 Erzählungen, die diese Sammlung präsentiert, ist das schon erstaunlich. Nun ist es natürlich nicht so, dass wir das alles nicht zu ändern versucht hätten, aber den nur zu berechtigten kritischen Hinweisen sowohl der Sprecherin als auch des Autors folgten nicht etwa Korrekturen etc. sondern Beschimpfungen von Verlagsseite. Tja, so ist das. Es kotzt mich an, dass man mit solchen Leuten Verträge abgeschlossen hat. Nicht gedacht soll ihrer werden! Hier das Hörbuch zum Download – sichert Euch diese Rarität! Zumindest die Sprecherin hätte es verdient, dass man sich anhört, was sie da von meinen Texten realisiert hat.
Das war also der – nach so vielen unsäglichen Verzögerungen – ungute Beginn des Jahres. Das Werk ist da, doch wird damit jemand glücklich werden? Wohl kaum. Ach ja, und als sei es damit noch nicht genug, hat amazon meiner Erzählsammlung Rezensionen zugeordnet, die allesamt gar nichts mit meinem Hörbuch zu tun haben, sie gehören zu einem FBI-Krimi, der vor einigen Jahren mal unter dem Titel “Der Schatten Gottes” erschien. Einfach großartig!
Ansonsten haben sich die ersten Wochen des Jahres noch ganz im Zeichen der Schlussredaktion meines Romans “Seelenlähmung” bewegt, den ich von der Frankfurter Herbstmesse letzten Jahres auf den Termin im gegenwärtigen März in Leipzig verschoben hatte. Ich habe das Buch in der Neuauflage meinem inzwischen verstorbenen Freund Hartmut Nolte gewidmet, denn er war ja in der Tat eines der Vorbilder. Außerdem habe ich lange darüber nachgedacht, dem Buch ein Vorwort oder Nachwort beizugeben. Ich wollte zum einen etwas zu dem Umstand sagen, dass ein Buch, das ursprünglich vor 30 Jahren erschienen war und den Deutschen Herbst mit akzentuiert hatte, nun wieder vorliegt. Also über die politische und historische Dimension des Buches, denn man kann nicht davon ausgehen, dass das so einfach verstanden wird – im Gegenteil. Außerdem schwebte mir vor, etwas über die Komposition dieses Romans zu schreiben. Es ist ja ein Buch, das sehr weitgehend auf ein lineares Erzählen verzichtet und stattdessen einen Teppich aus unterschiedlichen Stimmen vorlegt, Stimmen, die pointillistisch in einer additive Mischung erst die Geschichte ergeben. Als ich das schrieb, da konnte man noch darüber nachdenken, die Romanform selbst zu erweitern. Und das habe ich selbstverständlich damals getan! Heute ist das nicht nur obsolet, man kann auch gar nicht mehr erwarten, dass ein Lesepublikum existiert, dass das versteht bzw. zu verstehen sich bemühen könnte.
Insofern ist das Buch heute weit mehr als beim ersten Erscheinen seiner Zeit voraus. Zu all dem hätte ich gern etwas gesagt/geschrieben. Die Liebste und ich hatten zwischenzeitlich sogar ein Interview vereinbart, in dem ich die Zusammenhänge erläutern sollte. Dazu ist es dann trotz bester Absichten nicht gekommen. Die Zeit vergeht zu schnell. Letztlich haben wir dann dem Buch, als es schon längst in der Schlußredaktion wieder dem Verlag übergeben war und dort für den Druck fertig war, eine Erzählung aus der Feder der Liebsten beigegeben, das “Statt eines Nachwortes” etwas über die Rückkehr der Hauptfigur Klett erzählt. Sie hatte das geschrieben, kaum dass wir uns begegnet waren und sie die Erstfassung des Romans gelesen hatte. Ihre Erzählung über die Zeit ‘als Klett zurückkehrte’ schien uns auch heute noch so stimmig, dass wir damit das Buch abschließen wollten. Und dem hat auch der Lektor im Verlag zugestimmt.
Mir gefällt daran besonders der Umstand – ach, was sage ich? Ich habe eine diebische Freude daran! - dass wir damit gewissermaßen wieder die herkömmliche Romanform aufgebrochen haben. Denn wo hätte man es schon mal gesehen, dass ein Roman beendet/abgeschlossen wird, indem ein anderer Autor am Ende die Erzählung über die Figuren des Romans mit einer eigenen Story abschließt. Aber das hat selbstverständlich seine innere Stimmigkeit.
Das Titelbild des Romans “Seelenlähmung” - man müsste ja “das neue Titelbild” sagen, denn ursprünglich hatte ein René Magritte für die Erstausgabe herhalten müssen – stammt in der gegenwärtigen Fassung von Vladi Krafft und zeigt einen Weg zwischen den Feldern meiner holsteinischen Kindheit. Die Liebste hatte das spontan vorgeschlagen, als uns Verlegerin Simone Barrientos im vergangenen Herbst bei einer Sitzung beim Optiker anrief. Sie hatte sich an meine Beschreibung der Wege durch die Felder erinnert, die ich als Kind durchwandert hatte. Auf unserer Rückkehr aus Schweden hatte ich ihr etwa 1990 davon erzählt. Erstaunlich wie lange etwas braucht, um dann zu einem Bild zu werden. Das entsprechende Gegenbild dazu wird dann das Titelbild sein, dass Krafft für die Neuauflage meines Romans “Kinder der Bosheit” zeichnen/malen soll. Da schwebt mir eine enorme nächtliche Großstadt aus der Vogelperspektive vor, was vermutlich mit den Nächten zu tun hat, die ich mit einem Kameraden aus der Soldatenzeit fliegend in einer Cessna 172 verbracht habe. In “Calvinos Hotel” wird davon nebenbei erzählt.
Nachzutragen wären abgesehen von der portugiesischen Übersetzung des Romans “Calvinos Hotel”, die mir am Wochenende der Übersetzer des Romans aus Brasilien mitteilte, noch die anstehenden Lesungen in diesem Monat:
Beginnen wird es mit dem Literaturfest in Minden, das ich am kommenden Wochenende besuchen werde, um dort am Samstag, dem 10.03.12, von 19 bis 20 Uhr, aus meinem Roman “Calvinos Hotel” im ‘Victoria Hotel’ zu lesen.
Am 15.03.12, ab 19:00 lädt dann der Kulturmaschinen Verlag ein. Unter dem traditionellen Motto ’Bücher und Eierlikör’ lesen die Autoren und Autorinnen des Verlages: Leander Sukov, Phyllis Kiehl, Peter H. Gogolin, Stefan Sprang, Leonhard F. Seidl, Alban Nikolai Herbst, Carla Berling, Guido Rohm u. Simone Barrientos im Café Anton Hannes, Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig
Auf der Buchmesse lese ich dann am 17.03.12, von 17:30-18:00 aus meinem Roman ‘Seelenlähmung’ auf dem Messegelände, Forum Hörbuch+Literatur, Halle 3, Stand B500
Und nach meiner Rückkehr aus Leipzig lese ich dann am 21.03.12, ab 20:00 Uhr im Frankfurter Club Jerome. Die Lesung sthet unter dem Titel: ‘Auf der Suche nach dem Ponyclub‘, Peter H. Gogolin liest neue Texte von imaginären Orten und Wesen. Club Jerome, Schützenstraße 10, 60311 Frankfurt, www.jerome-ffm.de, Vorbestellung erbeten: 069-207 384 59
_____________________________________________________________
2 x Schatten, 1 x Seelenlähmung – verschoben
18. Oktober 2011 - Wiesbaden
Jetzt, nachdem die Herbstbuchmesse und die damit verbundene Lesung seit dem Wochenende ebenfalls der Vergangenheit angehören, will ich kurz notieren, was sich hinsichtlich der Veröffentlichungen getan hat bzw. noch für den Jahresrest ansteht.
Beginnen soll das Nichtrealisierte. Und das ist leider in diesem Herbst die Neuauflage des Romans >>>> “Seelenlähmung”, für den ich seit unserer Rückkehr aus New York zu Augustbeginn bis zum 25. September fast durchgehend gearbeitet hatte und der seit vielen Wochen auch bereits auf amazon etc. angekündigt ist und vorbestellt werden kann. Der Verlag teilte mir wenige Tage vor der Buchmesse leider mit, dass die Druckerei mit der Produktion nicht nachkomme, sodass das Buch erst nach der Messe erscheinen könne, zu meiner Lesung im Hessischen Literaturforum im Dezember sei es aber auf jeden Fall da. Ich habe das nach einigem Überlegen dann abgelehnt, da ich ein Buch, das Wochen nach der Buchmesse erscheint, für ein totgeborenes Kind halte. Ich habe deshalb entschieden, dass der Roman stattdessen pünktlich zur Leipziger Messe im kommenden Frühjahr erscheinen soll. Für die Lesung im Dezember in Frankfurt brauche ich es eh nicht, da diese Lesung von Anfang an als Lesung aus >>>> “Calvinos Hotel” geplant war.
Nun, ich habe demzufolge auf der Lesung des Verlages, die im Rahmen der Buchmesse am vergangenen Donnerstag im >>>> “Jerome” in der Frankfurter Schützenstraße stattfand, auch nicht aus der “Seelenlähmung” sondern aus “Calvinos Hotel” vorgetragen. Die Lesung war ein schöner Erfolg, mit Bücherverkauf und Signieren und fand auch am Tag drauf noch einen mehrfachen Nachhall via Xing und Facebook von Besuchern, die sich bedankten. Vor mir hatte Carla Berling über die kuriosen Anfänge ihres Schreibens berichtet, nach mir kam nach der Pause Alban Nikolai Herbst mit einem Abschnitt aus seiner Reiseerzählung >>>> “Die Fenster von Sainte Chapelle”. Und abschließend las Leander Sukov aus einem work in progress.
Was jetzt noch ansteht, das ist zwei- oder besser dreimal >>>> “Der Schatten Gottes”, das zum Jahresende erscheinende Hörbuch mit meiner Sammlung von “Phantastischen Erzählungen”, aus der Rüdiger Heins für seine Zeitschrift >>>> eXperimenta die Titelerzählung übernommen und das ganze Oktoberheft unter diesen Titel gestellt hat. Heins war übrigens auf die Abendlesung im Jerome gekommen und hatte mir eine Printausgabe dieser sehr aufwendig gemachten Zeitschrift, die auch mit vielen sehenswerten Fotografien aufwarten kann, als Belegstück mitgebracht, worüber ich mich gefreut habe. Die online-Ausgabe kann ebenso wie alle vorhergehenden Nummern dieser Zeitschrift, die bereits seit 2005 erscheint, als PDF von der >>>> eXperimenta-Seite heruntergeladen werden.
Das wäre also “Der Schatten Gottes” eins und zwei, die Titelerzählung im Oktober in der eXperimenta sowie das vollständige Hörbuch zum Jahresende beim Action-Verlag. Eine dritte Nachricht dazu gibt es insofern, als Rüdiger Heins die Hörbuchsprecherin Bettina Römer und mich für den 06. Dezember zu einem Live-Interview in seiner vierwöchigen Sendung auf Radio Rheinwelle eingeladen hat, um in der Zeit von 15 bis 17 Uhr das Hörbuch und die Arbeit der Sprecherin vorzustellen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Die Sendung auf Radio Rheinwelle kann im UKW-Bereich auf 92,5 Mhz gehört werden, zudem über Kabel auf 99,85 Mhz und auf 102,7 Mhz.
______________________________________________________________________________
eXperimenta im Oktober unter dem Titel “Der Schatten Gottes”
14. September 2011 - Wiesbaden
Die von Rüdiger Heins und seinem Institut für kreatives Schreiben monatlich herausgegebene Literaturzeitschrift eXperimenta wird im kommenden Monat unter dem Titel “Der Schatten Gottes” erscheinen und damit den Titel meiner Sammlung mit ‘Phantastischen Erzählungen’ übernehmen, die im Herbst als Hörbuch beim Action-Verlag erscheinen soll. Die Zeitschriften-Nummer wird den vollständigen Text der Titelerzählung abdrucken, der mit vielen anderen Stories von der Wiesbadener Schauspielerin Bettina Römer für das Hörbuch eingelesen worden ist. Dass Rüdiger Heins mir mitteilte, er habe einen Zeichner beauftragt, meine Story in der Oktober-Nummer mit Bildern zu begleiten, das freut mich dabei ganz besonders. Ich bin gespannt, was mein Text in der Phantasie eines Zeichners an Bildern zu entzünden vermag.
In der November-Nummer ist dann ein längeres Interview mit mir vorgesehen, das auch meiner Arbeit als Literatur-Coach nachfragen wird. Und ein Radio-Gespräch zwischen Rüdiger Heins, der Sprecherin Bettina Römer und mir auf Radio Rheinwelle ist ebenfalls beabsichtigt, sobald das Hörbuch auf dem Markt ist. Ich werde berichten, wenn es soweit ist.
_______________________________________________________________
“Der Schatten Gottes” endlich als Hörbuch
02. Juli 2011 - Wiesbaden
Die Hörbuchfassung meines Erzählbandes >>>> “Der Schatten Gottes”, der ein Dutzend meiner phantastischen Erzählungen versammelt, sei inzwischen im Schneideraum angekommen und erhalte dort seinen Feinschliff, das schrieb mir vorgestern die Sprecherin des Hörbuches Bettina Römer.
Sie sei allerdings inzwischen ungeduldig. Ja, da hat sie völlig recht, denn das bin ich mittlerweile auch. Aber es braucht halt seine Zeit. Und wenn man die Ankündigung des Verlages berücksichtigt, dann heißt das wohl, dass die Veröffentlichung erst für den Herbst dieses Jahres vorgesehen ist. Was freilich gut mit der Herbstmesse zusammenpaßt.
Mittlerweile gab es sogar mehrfach Anfragen nach einer Printfassung dieser Erzählsammlung, was wohl von Lesern ausgeht, die zuvor meinen im Frühjahr publizierten Roman >>>> “Calvinos Hotel” gelesen haben. Aber da kann ich leider noch nicht positiv antworten, denn die Publikationstermine meiner nächsten Bücher liegen alle schon bis 2013 fest, sodass meinem Printverlag da wenig Spielraum bleibt.
Im kommenden Herbst wird der Verlag meinen Roman-Erstling >>>> “Seelenlähmung” neu herausbringen, der zuvor beim Verlag Kiepenheuer & Witsch als Hardcover und in Englischer Broschur erschienen war.
Im kommenden Frühjahr 2012 soll dann zur Leipziger Messe mein neuer Roman “Das Herz des Hais” erscheinen, der die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die sich nach vielen Jahren der Trennung wieder begegnen und miteinander auskommen müssen, weil die eine an Krebs erkrankt ist und sterbend wird, während die andere ihr Erbe übernehmen soll. Eine Situation, in der viele Verletzungen aufbrechen und die Geheimnisse der Familie ans Licht gezerrt werden müssen. Ich denke, es wird ein Buch sein, das vor allem auch in sexueller Hinsicht Aufsehen erregen wird, da es Geschlechterverhältnisse schildert, die so bisher nicht auf der Tagesordnung sind. Na, ich bin gespannt.
Damit hätten wir also den Herbst 2011 für die “Seelenlähmung” vorgesehen und das Frühjahr 2012 für den Roman “Das Herz des Hais”. Im Herbst 2012 soll dann eine weitere Neuaufnahme eines meiner früheren Romane folgen, nämlich die des Romans “Kinder der Bosheit”, für den ich den Preis der Deutschen Akademie Villa Massimo bekommen habe. Die Neuauflage dieses Romans freut mich besonders, weil er einen Einblick in eine Welt gibt, die seither verschwunden ist. Da werden also Entdeckungen möglich sein.
_____________________________________________________________________________
Herbstprogramm des Verlages mit Neuauflage meines Romans “Seelenlähmung”
19. Mai 2011 - Naumburg
Heute kam von der Presseabteilung der >>>> Kulturmaschinen der Prospekt mit dem Herbstprogramm, in dem u.a. auch die Neuauflage meines Romans “Seelenlähmung” angekündigt ist.
Der Verlag schreibt zum Inhalt: Ein Roman, der inhaltlich geprägt ist von deutscher Vergangenheit und Gegenwart. Die siebziger Jahre in Westdeutschland sind angefüllt vom Vergessenwollen der Alten und Wissenwollen der Jungen. Und manche Junge verzweifeln daran, erliegen der Lähmung ihrer Seele. Der Titel des Romans „Seelenlähmung“, mit dem Peter H. Gogolin für den Aspekte-Literaturpreis vorgeschlagen war, wurde zu Beginn der 80ger Jahre zu einer allgemeinen Metapher für den Gemütszustand der Generation nach der Studentenrevolte von 68 und dem Deutschen Herbst. Der Autor erhielt für den Roman den Literaturförderpreis der Hansestadt Hamburg.
_____________________________________________________________________
Von der Lesereise zurück
29.04.2011 - Wiesbaden
Potsdam und Berlin waren sehr schön und trotz des enormen Polizeiaufgebotes wegen des Nato-Außenministertreffens ein Erlebnis. Ich hatte sogar ein längeres Gespräch mit einem Polizisten in voller Einsatzmontour, der aus der Nähe von Mainz kam.
Die Lesung im Café Rückholz in Potsdam war zwar infolge recht miserablen Wetters nur unzureichend besucht, aber die Örtlichkeit, ihre Betreiber und mein Auftritt dort haben mir trotzdem sehr gut gefallen, sodass ich absolut zufrieden war. Nicht mal die beiden ignoranten Franzosen haben gestört, die sich während meiner Lesung nicht entblödeten, sich einfach weiter laut zu unterhalten. Sie verschwanden dann vor dem zweiten Teil der Lesung.
Am Tag drauf las ich gemeinsam mit Alban Nikolai Herbst, Simone Barrientos und Leander Sukov. Es war ein wirklich sehr schöner Abend, bei der die Verlegerin sogar auf einem Stuhl tanzte; wann hat man sowas schon einmal erlebt.
Eine Reihe von Gästen war aber auch wegen mir gekommen, so meine beiden Berliner Coachees Tina Molin und Andree Bock, die beide gegenwärtig an ihrem ersten Roman schreiben. Dazu ein Herr Rausch, der via Ria Endres zu mir gekommen war, ohne dass ich ihm allerdings helfen konnte und wollte. Außerdem bot die Lesung endlich mal Gelegenheit, Ingeborg Szöllösi leibhaftig zu treffen. Sie hat ja mehrere Erzählungen von mir veröffentlicht und war nach der Liebsten unter den wenigen ersten Probelesern meines Romans >>>> “Calvinos Hotel”. Sie hatte mich damals bezüglich der Schlussfassung sehr bestärkt.
Okay, ich kam krank von der Lesereise zurück, sodass sie mich am Ende weit mehr Zeit gekostet hat, als für die pure Reise notwendig war. Ich bin erst seit zwei Tagen wieder einigermaßen vollständig auf dem Damm. Aber es war doch entscheiden wichtig, denn erstens habe ich dadurch einen sehr guten Kontakt mit dem Verlag und seinen Mitarbeitern gewonnen, was mir wichtig ist. Zweitens haben mir meine Auftritte gezeigt, dass ich noch mit Ruhe und Sicherheit zu lesen verstehe. Und drittens hilft mir diese Reise, mich von “Calvinos Hotel” nun endlich zu lösen und die Tür zu ganz neuen Arbeiten aufzustoßen. Eben dies ist entscheidend.
______________________________________________________________________
Das Wiesbadener Tagblatt stellt “Calvinos Hotel” vor
Raffiniert auf mehreren Ebenen
05.04.2011 – WIESBADEN
Von Anja Baumgart-Pietsch
GESPRÄCH: Der Wiesbadener Autor Peter H. Gogolin und sein neues Buch „Calvinos Hotel“

Richard Thallmann ist General bei der deutschen Luftwaffe. Er ist an Einsätzen und Planungen der NATO im Bosnien-Krieg beteiligt. Und er hat eine farbenreiche Lebensgeschichte, die sich zwischen Deutschland und Italien abgespielt hat. >>>> Mehr lesen
_______________________________________
Mein neuer Roman “Calvinos Hotel”
kann ab sofort über die Verlagsseite der Berliner Kulturmaschinisten bestellt werden. PORTOFREI selbstverständlich! Auf der Seite befindet sich auch ein vollständiges Kapitel als Leseprobe. Eine Bestellung über Amazon ist selbstverständlich ebenfalls möglich.
“Calvinos Hotel” ist ein deutsch-italienischer Familienroman um zwei dramatische Liebesgeschichten, deren erste dazu führt, dass die zweite tragisch scheitert.
Greta steht während ihres ganzen Lebens zwischen zwei Männern, dem deutschen Komponisten Eduard Thallmann und dem lebenstüchtigen italienischen Geschäftsmann Enrico Calvino. Das Wissen um das Geheimnis, das sie in der Vergangenheit untrennbar mit beiden Männern verband, nimmt sie mit ins Grab.
Nach ihrem Tod deckt ihr ältester Sohn Richard, der Erzähler des Romans, ihr Geheimnis auf. Viel zu spät erkennt er dadurch die Ursache seines wurzellosen Daseins und maßgeblicher Katastrophen, die ihm die Liebe seines Lebens zerstörten und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart hineinwirken, sodass er gezwungen ist, völlig neu zu beginnen.
Ein deutsch-italienischer Gegenwartsroman, dessen Spannungsbogen sich über ein halbes Jahrhundert spannt, von den letzten Monaten des 2. Weltkrieges über die 50ger Jahre der Bundesrepublik bis in die Jahre des Bosnien-Krieges 1994/95. Calvinos Hotel zeigt, dass die Ereignisse der großen Weltgeschichte dem Leben der Menschen niemals äußerlich sind sondern mitten durch ihr Herz hindurchgehen.
_______________________________________________________________________________
Zur Erinnerung an Marie Luise Kaschnitz
Marie Luise Kaschnitz, Autorin wunderbarer Erzählungen, die meine Jugend begleitet haben, wäre am 31. Januar 100 Jahre alt geworden.
Eines Ihrer Gedichte habe ich vor Jahren meiner inneren Bibliothek hinzugefügt. Es geht so:
ZIEMLICH VIEL MUT
Ich finde doch, daß ziemlich viel Mut in der Welt ist,
Wenn man die Tage bedenkt, an denen es gar nicht recht hell wird.
Und die Jahre ganz ohne Hoffnung. Wenn man bedenkt,
Daß es gar niemanden gibt, der nicht seine Sorgen hätte,
Zumindest diese: Kind, was wird dir geschehen?
Und wir wissen doch alle, wie sehr wir mißtrauen
Dem Dach über unserem Kopf und der Erde zu unseren Füßen,
Und daß keiner von uns mehr sagen mag: Rose, Schwester
Und Bruder Tod und Ewigkeit.
Und doch hab ich heut gesehen, wie einer die Buche
Pflanzte, den dürren Stecken, und sah zu ihr auf,
Als wölbe sich schon über seinem Haupt die Krone.
Den ganze Tag hab ich Lastwagen fahren sehen
Voll Bretter und Schwellen, voll Balken und roter Ziegel.
Ich sah mein eigenes Gesicht im Spiegel
Als ich fortging, dir zu begegnen.
Wie war es voll Freude.
Wer sich ausführlicher über Marie Luise Kaschnitz informieren möchte, der findet sehr viele Informationen auf der Webseite “Der Kaschnitz zum Hundertsten“.
_____________________________________________________________________
Ankündigung von “Calvinos Hotel” im “Buchmarkt”
Das Magazin “Buchmarkt” berichtet heute über das im Frühjahr erscheinende Buch “Calvinos Hotel” von Peter H. Gogolin, schreibt die Verlegerin Simone Barientos auf Facebook: “Vielfach ausgezeichnet ist Kulturmaschinen-Autor Peter H. Gogolin. In Calvinos Hotel, einem Schlüsselort seines Romans, treffen sich die Figuren zu einem Reigen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
_______________________________________________________________________
Der Fall Demjanjuk
Am Montag, 30. November 2009, begann vor dem Münchner Schwurgericht der vielleicht letzte große NS-Prozess in der Bundesrepublik. Angeklagt ist der 89-jährige Ivan Demjanjuk.
Mein Stück “E i s t a g e” setzte sich bereits vor einigen Jahren auf der fiktiv-theatralen Ebene mit dem mutmaßlichen Kriegsverbrecher auseinander und versuchte dabei den erst durch die Nürnberger Prozesse in die Rechtssprechung gelangten Schuldbegriff zu beleuchten.
Der Prozess stößt international auf großes Interesse. Das Verfahren sei ein “ein klares Zeichen für die Nachwelt, dass Verbrechen nicht ungesühnt bleiben”, sagte der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn. Siegfried Kauder (CDU), der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag nannte den Prozess historisch. Es sei der erste Fall, in dem ein Nichtdeutscher, der derartig schwere Straftaten begangen hat, in Deutschland vor Gericht gestellt wird. Michel Friedman, der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der zum Prozess nach München kam, sagte: ”Es ist wichtig, noch einmal zu erleben, wozu Menschen fähig waren im Dritten Reich.”


____________________________________________________________________________________
Eine Initiative für bessere Bücher
13.08.2009 – WIESBADEN – Von Anja Baumgart-Pietsch

LITERATURBÜRO Peter Gogolin bietet eine Autorenausbildung an
“Es reicht nicht, darauf zu hoffen, dass künftig bessere Bücher geschrieben werden. Man muss selbst Hand anlegen!”, schreibt Peter H. Gogolin auf seiner Homepage. Der in Wiesbaden lebende, in Schleswig-Holstein geborene Autor hat es sich seit 1994 zum persönlichen Anliegen gemacht, “dass künftig bessere Bücher geschrieben werden” – und zwar nicht (nur) aus seiner eigenen Feder.
Gogolin hat ein Literaturbüro gegründet und bietet eine Autorenausbildung an. (weiter lesen)
________________________________________________________________________________
“Eistage”
d a s Stück zum vermutlich letzten großen Kriegsverbrecherprozess in Deutschland
SS-Dienstausweis, der Demjanjuk im KZ Sobibor ausgestellt wurde.
Deutschland steht der vermutlich letzte große Kriegsverbrecherprozess bevor. Der mutmaßliche ukrainische Massenmörder aus Treblinka, John Iwan Demjanjuk wartet seit dem 12. Mai 2009 in Stadelheim auf den Prozess.
Lesen Sie zum Fall Demjanjuk mein Monodrama “Eistage“. Zu bestellen beim Theaterstückverlag, München.
Peter H. Gogolins Monodrama thematisiert nicht vordergründig die gegenwärtige Medienaktualität des Falls Demjanjuk. Der Autor schrieb das Stück bereits nach der 1993 vom Obersten Israelischen Gerichtshof verfügten Freilassung Demjanjuks, der zuvor in Israel zum Tode vorurteilt worden war. Gogolins Themen sind die Fragen der menschlichen Identität und der persönlichen Verantwortlichkeit für das eigene Handeln, die mit den Nürnberger Prozessen erstmals ethische Grundlage der Rechtssprechung wurden und seit der Einrichtung des Internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte in DenHaag weltweite Verbindlichkeit beanspruchen._______________________________________________________________________
Schnee auf neuen Gipfeln
Nun gibt es erstaunlicherweise auch meine erste Übersetzung ins Chinesische zu feiern. Xue-Feng sandte mir überraschend die Übersetzung meines Gedichtes “Schnee auf neuen Gipfeln” und hat mir damit eine große Freude gemacht.


Schnee auf neuen Gipfeln
Vor dem Tod
will ich die Einsamkeit suchen
Bäume um mich haben
und in der Stille sein.
Trauere nicht.
Mit ruhigem Herzen werden wir
wenn die Wolken aufreißen
Schnee auf neuen Gipfeln sehen.
No Responses yet











