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	<title>Literaturbüro Peter H. Gogolin</title>
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	<description>Offenheit für Fremdes war es, was uns dazu brachte, zu denken.</description>
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		<title>Immer noch nicht ganz zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 22:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wiesbaden, Donnerstag, 26. April 2012, bei Mozart: Zauberflöte Bin nun seit dem späten Mittwochabend der vergangenen Woche wieder in D-Land, fühle mich jedoch sowohl körperlich als auch vor allem geistig noch nicht wieder ganz zurück aus Brasilien; vielleicht werde ich es niemals sein. Zumindest nicht, so lange ich nicht das Manuskript beendet habe, mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Wiesbaden, Donnerstag, 26. April 2012, bei Mozart: Zauberflöte</pre>
<p>Bin nun seit dem späten Mittwochabend der vergangenen Woche wieder in D-Land, fühle mich jedoch sowohl körperlich als auch vor allem geistig noch nicht wieder ganz zurück aus Brasilien; vielleicht werde ich es niemals sein. Zumindest nicht, so lange ich nicht das Manuskript beendet habe, mit dem ich, kaum hatte ich einmal in meinem eigenen Bett geschlafen, nach meiner Ankunft sofort begann. Seither stecke ich tief in der Stoffentwicklung und der Recherche/Lektüre für ein Buch über Brasilien bzw. Belém do Para, das ich noch bis zum Ende des Sommers in einer ersten Niederschrift fertigstellen möchte. Ich lese dafür gegenwärtig eine Menge an Religionshistorie, da der brasilianische Candomblé eine wichtige Rolle in dem Buch spielen soll.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_23591.jpg"><img class="size-medium wp-image-2113" title="IMG_23591.jpg" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_23591-300x287.jpg" alt="Viridiana" width="300" height="287" /></a></dt>
</dl>
<pre class="wp-caption-dd">Szene aus "Viridiana" im Kino von Belém do Pará</pre>
</div>
<p>Dazu natürlich auch eine neue Lektüre der Bücher von Hubert Fichte über die afroamerikanischen Religionen. Also &#8220;Xango&#8221; und &#8220;Petersilie&#8221; sowie &#8220;Lazarus und die Waschmaschine&#8221; und die unvergleichlichen Bildbände der Leonore Mau.</p>
<p>Bisher ist fast alles noch wie in einem dunklen Kino, in dem ich allein sitze und als einziger bereits die ersten Bilder sehe. Aber ich habe mir Fichte gewissermaßen als Schutzheiligen auserwählt, sodass ich weiß, in welchem Geiste ich dieses Buch schreibe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Welt ist groß und klein II</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 03:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, 15. April 2012 in Santa Maria Belém do Pará. Bei Maria Callas in "I Vespri Siciliani" unter Erich Kleiber. Was meine ich eigentlich mit diesem Satz, dass die Welt groß und klein sei? Ich schrieb das ja bereits vor zwei Tagen, ohne es zu erklären. Oder besser gesagt, ich habe mich in dem so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Sonntag, 15. April 2012 in Santa Maria Belém do Pará. Bei Maria Callas in "I Vespri Siciliani"
unter Erich Kleiber.</pre>
<p>Was meine ich eigentlich mit diesem Satz, dass die Welt groß und klein sei? Ich schrieb das ja bereits vor zwei Tagen, ohne es zu erklären. Oder besser gesagt, ich habe mich in dem so überschriebenen Blog-Beitrag eigentlich nur mit der &#8216;kleinen Welt&#8217; befasst. Ich habe nämlich nur über mein Buch geschrieben, nur über meine Arbeit mit dem Übersetzer Jan Oldenburg, über Probleme der Wortwahl, über Alliterationen usw. Nun ist das natürlich wichtig, denn deshalb bin ich ja hierher an den Amazonas gereist, schon klar. Aber eigentlich tue ich damit nichts anderes als z.B. meine Nachbarn, die ihre Katze füttern, ihren Wagen waschen, den Einkauf erledigen usw. Gut, das müssen wir alles tun. Man könnte sagen, dass diese &#8216;kleine Welt&#8217; uns regelrecht festhält und fesselt. Man muss ihr dafür nicht böse sein, denn wenn es nicht so wäre, dann geriete mit Sicherheit in unserem Leben einiges aus den Fugen.</p>
<div id="attachment_2108" class="wp-caption aligncenter" style="width: 234px"><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2435.jpg"><img class="size-medium wp-image-2108" title="IMG_2435" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2435-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Teatro da Paz, Belém</p></div>
<p>Aber ich denke, dass man sich auch immer bewusst sein sollte, dass die Welt zugleich groß ist. Sehr groß sogar. Mein Besuch in Brasilien macht mir das seit Tagen mal wieder auf besonders deutliche Weise bewusst. Sie ist so groß, dass man angesichts ihrer selbst von einer Sekunde auf die andere ganz verschwindet oder doch zumindest verschwinden könnte. Oder anders gesagt, wie ich es einmal in einem Gedicht geschrieben habe, als die Liebste und ich vor Jahren nach Santiago di Compostella fuhren, das Reisen zeigt uns, <em>&#8220;dass die Welt uns nicht kennt und nicht braucht&#8221;</em>.</p>
<p>Und das ist eine heilsame Erfahrung. Man muss nämlich begreifen lernen, dass man klein ist. Man erkennt das nicht auf einmal, man muss mit der Nase darauf gestoßen werden. Und selbst dann, wenn das passiert, kann man sich immer noch lange damit zu retten versuchen, dass man es irgendwie weglügt, indem man auf seine eigene Wichtigkeit und Größe zu pochen beginnt. Du meine Güte, was habe ich in dieser Hinsicht nicht alle angestellt! Die Liebste weiß es. Sie sieht mich z.B. bestimmt noch in einer Nacht des Jahres 94 in Moskau zornig weinend unterm dem Puschkin-Denkmal sitzen und verlangen, dass ich sofort, SOFORT ! nach Hause will. Es war absolut alles zu viel für mich. Zu groß, zu schlimm, zu elend, ohne meinen gewohnten Komfort. Meine kleine Welt, die ich im Kopf mit mir herumtrug, die wollte sich keinesfalls weiter stören lassen von den Unmöglichkeiten der großen Welt, die mich nicht kannte und deshalb auch keine Rücksicht auf mich nahm. Hatte ich nicht schon die Fürchterlichkeiten in Sibirien ertragen? Und jetzt dieses Moskau, in dem während der Gortbatschow-Zeit alles drunter und drüber ging und alte Mütterchen dadurch zu überleben versuchten, dass sie vor den U-Bahn Eingängen halb verwelkte Stiefmütterchen verkauften.</p>
<p>Sorry, das Programm hat mir gerade den ganzen Rest des Textes gekillt. WordPress hat seit einiger Zeit eine Fehlfunktion, sodass ich nun mit den Stiefmütterchen ende. Es ist mir zu mühsam, all das, was ich sonst noch geschrieben hatte, nun ein zweites Mal zu schreiben. Vielleicht reicht es ja auch, um das &#8216;groß und klein&#8217; zu erklären.</p>
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		<title>Brahma, Busse und Bossa Nova</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 23:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Belém do Pará, Samstag, 14. April 2012. Bei Milen Natchev: 'Mozart in Egypt' Am Morgen, ich war schon um 06:50 Uhr wach geworden, ging ich vor dem Frühstück zum Fluß. Als ich an die Brüstung trat, sah ich unter mir auf einem Treppenvorsprung einen völlig nackten Mann stehen, der sein Glied in der Hand hielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Belém do Pará, Samstag, 14. April 2012. Bei Milen Natchev: 'Mozart in Egypt'</pre>
<p>Am Morgen, ich war schon um 06:50 Uhr wach geworden, ging ich vor dem Frühstück zum Fluß. Als ich an die Brüstung trat, sah ich unter mir auf einem Treppenvorsprung einen völlig nackten Mann stehen, der sein Glied in der Hand hielt und ins Wasser pinkelte. Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass er auf dieser Treppe lebte. Einige zerfetzte Plastiktüten bedeckten die Steine und als einzige Bekleidung lag zu seinen Füßen ein grauer Slip. Für einen Augenblick hätte ich am Ganges sein können, statt am Amazonas.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_23972.jpg"><img class="size-medium wp-image-2095 aligncenter" title="IMG_2397" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_23972-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Wäre ich am Ganges gewesen, so hätte dieser Mann vermutlich an Brahma geglaubt, den Schöpfergott des Hinduismus. Hier in Belém ist Brahma freilich nur der Name eines Billigbieres, das im Yamada-Supermarkt umgerechnet etwa 65 Cent die Flasche kostet. Zu teuer für den Nackten vom Fluß. Er lebt nur wenige Meter von den malerischen gelben Kränen entfernt, deren Fotos man im Internet überall auf den Seiten findet, die über Belém informieren.</p>
<p>Ich hatte meiner Tochter, die zur Zeit für AFS Intercultural Programs in Kolumbien ist, geschrieben, dass ich die Armut hier schwer erträglich fände. Sie bestätigte das und meinte, die Armut könne sehr erschrecken. Tatsächlich liegen hier Menschen wie Müll herum, auf der Straße, in Eingängen. Ich hatte anfangs, als ich mit dem Übersetzer hier einiges besichtigt habe, noch fotografiert. Inzwischen habe ich mir das ganz verboten, weil es mir anmaßend und würdelos vorkäme.</p>
<p>Interessanterweise kamen wir heute bei der Durchsicht der Übersetzung von <a href="http://www.amazon.de/dp/3940274275?tag=literatpeterhgog&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3940274275&amp;adid=00BTSMNCFXYQHK7V57DN&amp;&amp;ref-refURL=http%3A%2F%2Fwww.literaturcoach.de%2F" target="_blank"><em>&#8220;Calvinos Hotel&#8221;</em></a> auch durch das Kapitel <em>&#8220;Im Schatten der wirklichen Stadt&#8221;</em>, in dem der General unter die Stuttgarter Obdachlosen gerät. Aber natürlich sind Welten dazwischen. Nach dem heutigen Arbeitstag an der Übersetzung sind lediglich noch 100 Seiten zur Durchsicht offen, denn wir sind gut voran gekommen. Wir werden also leicht fertig werden, bevor ich am Dienstag wieder abfliege.</p>
<p>Auf den Bossa Nova muss nun entgegen meiner ursprünglichen Absicht leider verzichtet werden. Ich hörte ihn vor zwei Tagen, in einem wunderbaren Konzert der Sängerin Conceicao Chermont und hatte eine kurze Filmaufnahme eines Liedes gemacht, die ich hier einstellen wollte. Doch die WiFi Verbindung auf meiner Hoteletage ist heute so schlecht, dass ein Upload ewig dauert und außerdem ständig abbricht.</p>
<p>Dafür sollen aber noch die Busse Erwähnung finden. Jan Oldenburg, mein Übersetzer, wird annehmen, es sei meiner angeblichen Vorliebe für Alliterationen geschuldet. Aber das ist nicht so, tatsächlich ist Belém nämlich eine Stadt der Busse, die den öffentlichen Nahverkehr erledigen. Und es gibt davon so viele, dass es schier unglaublich ist. Außerdem scheinen alle durch die Avenida Presidente Vargas zu fahren, in der mein Hotel liegt. Vorhin habe ich einmal in 30 Sekunden 13 Busse gezählt. Alle kommen beim Finanzministerim um die Ecke, schießen im großen Bogen auf das Hotel zu und geben mächtig Gas, da die Av. Pres. Vargas gerade dort eine ziemliche Steigung aufweist. Nun ja, was soll ich sagen? Es ist ein Wunder, dass ich dabei schlafen kann. Aber ich kann es, wenn ich auch regelmäßig recht früh aufwache. Erstaunlich an meinem Schlaf finde ich zudem, dass ich, seit ich in Brasilien bin, noch keinen einzigen Traum erinnere. Normalerweise setzen Ortsveränderungen bei mir die Traumtätigkeit erst so richtig in Gang, und ich bin ein Vertreter der Ansicht, dass es bedeutsam ist, was man in der ersten Nacht an einem neuen Ort träumt. Was bedeutet es demnach, dass ich hier nicht zu träumen scheine?</p>
<p>So, die Alliteration des Titels ist thematisch erfüllt. Bilder heute keine, wegen des WiFi-Desasters. ich hoffe, dass ich überhaupt diesen Blog-Beitrag hochladen kann.</p>
<p>Danach werde ich dann noch einen Privatbrief an die Liebste schreiben, was gut geht, da meine Systemzeit auf der Webseite zwar anzeigt, dass es schon sehr spät sei, es wird mir der 15. April 01:19:52 angezeigt. Aber das ist Blödsinn, denn in Belém ist es nach wie vor der 14. April und die Ortszeit lautet 21:19 Uhr.</p>
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		<title>Die Welt ist groß und klein</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 01:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Freitag, 13 April 2012, Santa Maria Belém do Pará, bei Mozarts "Cosi fan tutte" unter René Jacobs
und den unendlichen Verkehrsgeräuschen von der Av. Presidente Vargas und den Rufen im Hotelflur.</pre>
<p>Ich schätze mal, dass man nackt mit Kopfhörern ziemlich lächerlich aussieht. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich dieses Bild derzeit abgebe. Ein Narr, wer Böses dabei denkt. Es ist nur der Hitze wegen, die auch des Nachts 28 Grad kaum unterschreitet; es ist jetzt ein Viertelstündchen vor 23 Uhr, was in Deutschland viertel vor Vier Uhr meint. Das &#8220;<em>Finem lauda</em>&#8221; aus Mozarts &#8220;Cosi &#8230;&#8221; erklingt gerade in meinen Ohren. Ja, stimmt tatsächlich und gilt für absolut alles. Erst das Ende soll man loben!</p>
<p>Trotzdem lobe ich schon jetzt meinen Aufenthalt in Brasilien, wo ich am Mittwochnachmittag nach insgesamt etwa 13.000 Kilometer Flug eintraf, um mit dem Übersetzer Jan Oldenburg an der portugiesischen Fassung meines Romans &#8220;Calvinos Hotel&#8221; zu arbeiten.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_2073" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2426.jpg"><img class="size-medium wp-image-2073" title="Arbeit in Belém" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2426-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Die Arbeit selbst geht gut und zügig vonstatten. Zwar werden wir wohl noch weitere zwei Tage brauchen, doch ist für mich etwas ganz anderes interessant, als die schiere Menge der Fragen, die ein Übersetzer hat bzw. die Andersartigkeit des Blickes auf einen Text. Das ist zwar ebenfalls schon sehr spannend, aber die wirklichen Probleme und Fragen beginnen erst danach.</p>
<p>Es sind die vielen sprachlichen Details, die im Portugiesischen keinerlei Entsprechung besitzen, weder inhaltlich noch vom Klang her. Oder Wendungen, die gerade das Gegenteil von dem bewirken würden, was der originale Text bezweckt. Was ist zum Beispiel mit dem Kapitel &#8220;<em>Die Gefahren der Musi</em>k&#8221;? In Brasilien würden die Leser da sofort zustimmen, weil die kirchliche Seite eh meint, dass Musik vom Teufel kommt etc. Aber dieses bzw. Ähnliches ist bei meinem Text natürlich auch nicht mal entfernt gemeint. Es geht dort um die Angst eines autistischen Menschen vor dem Chaos. Eberhard rettet sich einerseits in seine Mathematik, wo er die lückenlosen Welten der Zahlentheorie bevorzugt.</p>
<p>Andererseits liebt er aber auch die Oper, weil er Stimmen liebt. Aber er verdächtigt die Musik der Ungenauigkeit. Jederzeit kann zwischen den Noten das Chaos ausbrechen, weil die Musik niemals im Sinne der Mathematik wohldefiniert und vollständig t ist, weil also eine Folge von Noten niemals wie eine Folge von natürlichen Zahlen einen bestimmten Nachfolger hat. Darum ist für den Eberhard in &#8220;Calvinos Hotel&#8221; die Musik gefährlich. Aber das ist nicht die Gefahr, die man z.B. im Englischen einfach mit Danger übersetzen würde. Was macht man also? Am Ende wurde nach langem Gespräch aus dem ursprünglichen Titel eine Übersetzung, die ins Deutsche zurückübersetzt etwa &#8220;Die Fallgruben der Musik&#8221; heißen müsste.</p>
<p>Beispiele dieser und ähnlicher Art könnten dutzendfach aufgeführt werden. Besonders wichtig sind dabei all die Alliterationen, die Stab- bzw. Binnenreime, die ich, obwohl der Text des Romans natürlich Prosa ist, im Text untergebracht habe, um ihn zu rhytmisieren. Der Text ist weitgehend rhytmisiert. Der Übersetzer Jan Oldenburg war der erste Mensch, der das erkannt und als Problem angesprochen hat. Vermutlich hat Alban Nikolai Herbst es auch erkannt, aber er hat nicht darüber gesprochen. Egal, der Übersetzer erkennt es jetzt und fragt sich deshalb, was er z.B: mit einem Titel wie &#8220;KRIEG IST KEINE KATASTOPHE&#8221; macht. Aber es geht natürlich über diesen Titel hinaus, denn das ganze so benannte Kapitel arbeitet mit dem Kratzlaut des &#8220;K&#8221; aus &#8220;Krieg&#8221;. Der Titel gibt es schon vor, und das ganze Kapitel benutzt immer wieder Begriffe, die mit &#8220;K&#8221; beginnen oder von einem &#8220;K&#8221; ihren Klang bekommen, wie &#8216;Krawatte, Kragenknopf, kam, lackiert, makellos, verstecken, konnte kaum, EntgegenKommen, Kompanie, Rekruten, Kindheit&#8217; und immer so weiter. Und es endet mit dem Wort &#8220;Klang&#8221;.</p>
<p>Was macht man also, wenn man diese sprachliche Struktur einerseits erfreut erkennt, andererseits aber sofort weiß, dass man das im Portugiesischen nicht rüberbringen kann. Man kann es schlicht nicht retten, wenn Krieg &#8220;Guerra&#8221; und Katastrophe &#8220;Catástrofe&#8221; heißt. Ich habe in solchen Fällen deshalb immer entschieden, dass der Inhalt, sprich die Information, Vorrang haben soll. Was freilich dazu führt, dass zwangsläufig alles andere, was in der urspünglichen Fassung des Textes mitschwingt und intendiert ist, völlig unter den Tisch fällt.</p>
<p>Ich muss freilich der Wahrheit halber auch anfügen, dass ich bei diesen Gesprächen mit dem Übersetzer immer wieder gedacht habe &#8220;das interessiert eh keine Sau&#8221;. Nun ja, mich interessiert es schon. Und den Übersetzer augenscheinlich auch. Aber der Rest der Bevölkerung, der sagt sich doch, was soll der Kack. Aber egal, diese Leute lesen ja eh nicht. Und wenn, dann die 3. Folge von &#8216;Beiß mich, bis ich pissen muss&#8217;.</p>
<p>Damit das keiner in den falschen Hals bekommt, ich bin nicht irgendwie resigniert oder so, bin nicht negativ drauf oder wie das gehirnlose Geschwätz es heutzutage halt nennt. Ganz im Gegenteil, ich empfinde nur maßlos überdeutlich die ungeheure Anstrengung, die es bedeutet, einen komplexen Roman von fast 400 Seiten in eine andere Sprache zu übertragen und dabei für den Leser eine Vermittlungsarbeit zu leisten, die man gar nicht erfassen kann, wenn man  sich niemals in einem solchen Arbeitsprozess befunden hat.</p>
<p>Der Leser ist immer der Dumme, sagte Jan Oldenburg heute zu mir, die Frage ist nur, wollen wir ihn dumm lassen, oder wählen wir eine Übersetzung, die es ihm erklärt. Aber dann kommt natürlich der Einwand, dass man erstens nicht alles erklären kann, dass man zweitens auch darauf vertrauen können muss, dass Autor und leser oder besser Buch und Leser in einer gemeinsamen Welt leben. Und drittens gilt für Übersetzungen natürlich auch das, was für Witze gilt. Wenn du einen Witz erst erklären musst, dann lacht auf jeden Fall keiner mehr. Ich bin aus diesem Grund eigentlich immer dafür, dass man nach der Regel handelt, dass der Leser selbst ein Gehirn besitzt. Okay, ich weiß, dass das manchmal nicht stimmt, aber auch dann gehe ich erstmal von der gegenteiligen Annahme aus.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_24041.jpg"><img class="size-medium wp-image-2079 aligncenter" title="IMG_2404" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_24041-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir saßen &#8230; morgen weiter &#8230; versprochen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8220;Seelenlähmung&#8221; lieferbar + Last time I saw Richard</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 19:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon im vergangenen Herbst sollte der Roman kommen, jetzt ist er da. Ich hatte die Verschiebung der Veröffentlichung selbst verlangt. Das hatte Gründe, die ich hier schon früher dargelegt habe, also nicht wiederholen muss. Einen Nebeneffekt will ich aber doch erwähnen, den Umstand nämlich, dass ich dadurch Zeit hatte, darauf zu kommen, dass ich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im vergangenen Herbst sollte der Roman kommen, jetzt ist er da. Ich hatte die Verschiebung der Veröffentlichung selbst verlangt. Das hatte Gründe, die ich hier schon früher dargelegt habe, also nicht wiederholen muss. Einen Nebeneffekt will ich aber doch erwähnen, den Umstand nämlich, dass ich dadurch Zeit hatte, darauf zu kommen, dass ich die überarbeitete Fassung des Romans meinem ältesten Freund Hartmut widmen muss. Es wäre besser gewesen, wenn er das noch erfahren hätte. Aber so geht es auch:</p>
<h3 style="text-align: center;"><strong><em>für Hartmut Nolte</em></strong></h3>
<p style="text-align: center;"><strong>1. 8. 1949 &#8211; 17. 7. 2007</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kulturmaschinen.com/index.php?page=shop.product_details&amp;category_id=2&amp;flypage=flypage.tpl&amp;product_id=56&amp;option=com_virtuemart&amp;Itemid=71" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2062" title="DSC_0016" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/DSC_0016-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Ich hoffe, dass das nicht zu negativ klingt. Im Grunde möchte ich einem guten Freund nur einen Abschiedsgruß hinterher rufen. Aber da ich begonnen habe, eine Geschichte über ihn zu schreiben, in der er Richard heißt, will ich mal den Anfang hersetzen. Als kleine Zugabe zum Roman &#8220;Seelenlähmung&#8221;.</p>
<p><strong>Last time I saw Richard</strong></p>
<p>Er hatte mir vor langer Zeit einen Ewigen Kalender geschenkt, damals, als er noch sein Antiquariat hatte und ich die meisten Bücher bei ihm bestellte. Der Kalender lag der ersten Lieferung der „Cahiers“ von Paul Valéry bei, die ich abonniert hatte, und er hatte innen auf die Umschlagklappe geschrieben <em>„Möge unsere Freundschaft so lange halten wie der ewige Kalender“</em>. Das hatte mich natürlich gefreut, denn immerhin kannten wir uns damals, Anfang der 80ger Jahre bereits weit über zwei Jahrzehnte, genau genommen seit unserem sechsten Lebensjahr, als wir uns bei der Einschulung auf dem gepflasterten Hof der Grundschule begegnet waren. Nun hatten wir beide bereits die Dreißig überschritten, und er schrieb so was. Obwohl unsere Freundschaft zu diesem Zeitpunkt bereits sehr viel länger dauerte, als die meisten anderen, und ein großer Vertrauensbeweis darin lag, so muss ich doch etwas skeptisch gewesen sein. Zumindest, was den Terminus „ewig“ betraf, denn ich notierte unter seinen Satz mit Bleistift <em>„Leider halten dafür die Leben nicht lang genug.“</em> Aber das hat er nie erfahren.</p>
<p>Richard war vier Monate älter als ich und deshalb bereits 1949 geboren. Das war ihm ungeheuer wichtig, denn er behauptete gern, dass meine Geburt im Januar 1950 mich bereits einer anderen Generation zuordnete.</p>
<p style="text-align: left;">Daran musste ich spontan denken, als mir M., unser Professor, 2009 auf der Frankfurter Buchmesse begegnete und nach kurzem Geplauder mitteilte, dass Richard gestorben sei. Ich erschrak und dachte, dann bist du demnächst selbst dran. Die Generation vor dir ist schon weg.</p>
<p style="text-align: left;">M. sah wohl die Bestürzung in meinem Gesicht. „Entschuldige“, sagte er sofort, „mir war nicht klar, dass du es nicht gewusst hast. Ich wollte nicht der Überbringer schlechter Nachrichten sein.“ Er war es natürlich doch. Aber das passte zu ihm. Er saß da, so klein und verloren, vor einem winzigen Tischchen am Suhrkamp-Stand, ließ sich von einer der Verlagsfrauen ein stilles Wasser bringen, dem ich mich frech anschloss, und berichtete die Einzelheiten, so weit er sie kannte oder zu kennen meinte. Am Ende hatte ich das Bild eines Richard vor mir, der sich zu Tode gesoffen hatte, letztlich an Gehirnerweichung gestorben bzw. erstickt war, da die Schädigung des Gehirns zu einer Atemlähmung geführt hatte. Unser Professor ist Medizinhistoriker und repetierte wohl aus der Erinnerung das Korsakov-Syndrom. „Ich habe ihn wenige Wochen vor seinem Tod noch gesehen“, sagte er, „damals war ich von Düsseldorf auf dem Rückweg nach Zürich und dachte, ich könne die Fahrt unterbrechen, um bei ihm im Laden vorbei zu schauen. Er hatte ja seit einiger Zeit wieder einen Laden, trotz seines Bankrotts, der aber auf Rosis Namen lief. Er saß ganz allein hinter seinem Schreibtisch, als ich hereinkam. Außer ihm war der Laden leer. Aber er hat mich gar nicht erkannt.“ Wenn das stimmte, so sprach es tatsächlich für einen besorgniserregenden Befund, denn wer den Professor einmal gesehen hat, der muss ihn eigentlich zwingend wiedererkennen.</p>
<p style="text-align: left;">Aber ich glaubte ihm nicht recht. &#8230;. <em>(wird fortgesetzt)</em></p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Von Minden bis Belém</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 15:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich nun auch die Reise nach Brasilien gebucht, wo ich mit dem Übersetzer Jan Oldenburg in Belém seiner portugiesischen Übersetzung meines Romans &#8220;Calvinos Hotel&#8221; den Feinschliff geben soll. Ich werde eine Woche dableiben und dabei hoffentlich nicht nur über den Text gebeugt am Schreibtisch sitzen. Jan Oldenburg meinte, es bleibe wohl auch Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich nun auch die Reise nach Brasilien gebucht, wo ich mit dem Übersetzer Jan Oldenburg in Belém seiner portugiesischen Übersetzung meines Romans &#8220;Calvinos Hotel&#8221; den Feinschliff geben soll. Ich werde eine Woche dableiben und dabei hoffentlich nicht nur über den Text gebeugt am Schreibtisch sitzen. Jan Oldenburg meinte, es bleibe wohl auch Zeit genug, um das Amazonas-Gebiet etwas anzuschauen. Außerdem wird es vermutlich eine Veranstaltung an der Universität geben. Es ist noch nicht klar, ob ich dort nur lesen werde oder aber eine gemeinsame Veranstaltung daraus wird, bei der Jan und ich über Deutsche Sprache und ihre Übersetzung reden sollen. Ich bin natürlich sehr gespannt!</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/belém.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2051" title="belém" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/belém-300x296.png" alt="" width="300" height="296" /></a></p>
<p>Aber vorerst geht es morgen in der Frühe erstmal nach Minden, wo ich am Abend auf dem Literaturfest im &#8220;Victoria Hotel&#8221; ab 19 Uhr lesen soll. Am Sonntagabend komme ich aber bereits wieder zurück.</p>
<p>Danach dann in Leipzig die Buchmesse, womit endlich auch wieder die &#8220;Seelenlämung&#8221; auf dem Markt sein wird. Gleich am ersten Messetag, dem 15. 03., lesen die Verlagsautoren allesamt im Café Anton Hannes in der Beethovenstraße 17. Beginn 19 Uhr.</p>
<p>In der Woche nach der Messe folgt dann am 21. 03. meine Lesung &#8220;Aus der Geschichte des Ponyclubs&#8221; im Frankfurter Club Jerome in der Schützenstraße. Am Tag drauf geht es bis zum Samstag nach Berlin. Mal sehen, ob ich dann völlig erledigt bin oder es schaffe, am Sonntag zur Premiere von &#8220;Peter Grimes&#8221; nach Münster zu fahren. Ansonsten steht im März nur noch Munch an, aber das ist fun, soll es zumindest sein.</p>
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		<title>Nachträge + Vorschauen, so möglich</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 13:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[05. März 2012 - Wiesbaden - bei Terradellas "Artaserse" Das Konzept der Zeit ist unpraktisch &#8211; sie vergeht zu schnell &#8211; und da ich nur höchst ungern jemandem hinterher laufe, so notiere ich hier momentan nur mit Widerwillen, was schon daran zu sehen sein dürfte, dass ich mich seit dem letzten Oktober dagegen gesträubt habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>05. März 2012 - Wiesbaden - bei Terradellas "Artaserse"</pre>
<p>Das Konzept der Zeit ist unpraktisch &#8211; sie vergeht zu schnell &#8211; und da ich nur höchst ungern jemandem hinterher laufe, so notiere ich hier momentan nur mit Widerwillen, was schon daran zu sehen sein dürfte, dass ich mich seit dem letzten Oktober dagegen gesträubt habe. Aber es lässt sich nicht ändern und führt leider nur dazu, dass man sich den einzelnen Daten nicht mehr richtig zuwenden kann und stattdessen Listen abarbeitet.</p>
<p>Was in der Reihenfolge zuerst aufgelistet gehört, das ist das Hörbuch <a href="http://www.amazon.de/Der-Schatten-Gottes/dp/B006TIB9UC/ref=pd_sim_sbs_b_2" target="_blank"><strong>&#8220;Der Schatten Gottes&#8221;</strong></a>, das nach ewigen Verzögerungen erst zu Jahresbeginn erschien und damit sämtliche Verkaufsmöglichkeiten so ziemlich verpasst hatte. Will sagen, es erschien nicht zur Herbstmesse in Frankfurt, es erschien auch nicht zum Termin des Vorabdrucks der Titelerzählung in der Zeitschrift eXperimenta, es erschien auch nicht im zeitlichen Umfeld der Radiosendung, die die Sprecherin Bettina Römer und ich für das Buch arrangiert hatten, ja, es verpasste mit dem Erscheinungstermin sogar das Weihnachtsgeschäft und kam erst irgendwann zwischendurch zu Jahresbeginn im Januar auf den Markt. Dazu in völlig dilettantenhafter Weise, denn weder wurde dem Hörbuch eine angemessene inhaltliche Beschreibung beigegeben, noch wurde auch nur die Inhaltsangabe korrekt und vollständig wiedergegeben. Im Download und auf der DVD-Fassung muss das Hörbuch gänzlich ohne Inhaltsangabe auskommen. Lediglich auf der Verlagsseite steht eine Inhaltsangabe, eine unvollständige freilich. Bei insgesamt 12 Erzählungen, die diese Sammlung präsentiert, ist das schon erstaunlich. Nun ist es natürlich nicht so, dass wir das alles nicht zu ändern versucht hätten, aber den nur zu berechtigten kritischen Hinweisen sowohl der Sprecherin als auch des Autors folgten nicht etwa Korrekturen etc. sondern Beschimpfungen von Verlagsseite. Tja, so ist das. Es kotzt mich an, dass man mit solchen Leuten Verträge abgeschlossen hat. Nicht gedacht soll ihrer werden! Hier das Hörbuch zum Download &#8211; sichert Euch diese Rarität! Zumindest die Sprecherin hätte es verdient, dass man sich anhört, was sie da von meinen Texten realisiert hat.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Der-Schatten-Gottes/dp/B006TIB9UC/ref=pd_sim_sbs_b_2" target="_blank"><img title="bed74c6d5f" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/bed74c6d5f.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a></p>
<p>Das war also der &#8211; nach so vielen unsäglichen Verzögerungen &#8211; ungute Beginn des Jahres. Das Werk ist da, doch wird damit jemand glücklich werden? Wohl kaum. Ach ja, und als sei es damit noch nicht genug, hat amazon meiner Erzählsammlung Rezensionen zugeordnet, die allesamt gar nichts mit meinem Hörbuch zu tun haben, sie gehören zu einem FBI-Krimi, der vor einigen Jahren mal unter dem Titel &#8220;Der Schatten Gottes&#8221; erschien. Einfach großartig!</p>
<p>Ansonsten haben sich die ersten Wochen des Jahres noch ganz im Zeichen der Schlussredaktion meines Romans <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=pd_rhf_dp_p_img_2" target="_blank"><strong>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</strong></a> bewegt, den ich von der Frankfurter Herbstmesse letzten Jahres auf den Termin im gegenwärtigen März in Leipzig verschoben hatte. Ich habe das Buch in der Neuauflage meinem inzwischen verstorbenen Freund Hartmut Nolte gewidmet, denn er war ja in der Tat eines der Vorbilder. Außerdem habe ich lange darüber nachgedacht, dem Buch ein Vorwort oder Nachwort beizugeben. Ich wollte zum einen etwas zu dem Umstand sagen, dass ein Buch, das ursprünglich vor 30 Jahren erschienen war und den Deutschen Herbst mit akzentuiert hatte, nun wieder vorliegt. Also über die politische und historische Dimension des Buches, denn man kann nicht davon ausgehen, dass das so einfach verstanden wird &#8211; im Gegenteil. Außerdem schwebte mir vor, etwas über die Komposition dieses Romans zu schreiben. Es ist ja ein Buch, das sehr weitgehend auf ein lineares Erzählen verzichtet und stattdessen einen Teppich aus unterschiedlichen Stimmen vorlegt, Stimmen, die pointillistisch in einer additive Mischung erst die Geschichte ergeben. Als ich das schrieb, da konnte man noch darüber nachdenken, die Romanform selbst zu erweitern. Und das habe ich selbstverständlich damals getan! Heute ist das nicht nur obsolet, man kann auch gar nicht mehr erwarten, dass ein Lesepublikum existiert, dass das versteht bzw. zu verstehen sich bemühen könnte.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=pd_rhf_dp_p_img_2" target="_blank"><img title="41rFk3cr9KL._SL500_AA300_" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/41rFk3cr9KL._SL500_AA300_1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Insofern ist das Buch heute weit mehr als beim ersten Erscheinen seiner Zeit voraus. Zu all dem hätte ich gern etwas gesagt/geschrieben. Die Liebste und ich hatten zwischenzeitlich sogar ein Interview vereinbart, in dem ich die Zusammenhänge erläutern sollte. Dazu ist es dann trotz bester Absichten nicht gekommen. Die Zeit vergeht zu schnell. Letztlich haben wir dann dem Buch, als es schon längst in der Schlußredaktion wieder dem Verlag übergeben war und dort für den Druck fertig war, eine Erzählung aus der Feder der Liebsten beigegeben, das &#8220;Statt eines Nachwortes&#8221; etwas über die Rückkehr der Hauptfigur Klett erzählt. Sie hatte das geschrieben, kaum dass wir uns begegnet waren und sie die Erstfassung des Romans gelesen hatte. Ihre Erzählung über die Zeit &#8216;als Klett zurückkehrte&#8217; schien uns auch heute noch so stimmig, dass wir damit das Buch abschließen wollten. Und dem hat auch der Lektor im Verlag zugestimmt.</p>
<p>Mir gefällt daran besonders der Umstand &#8211; ach, was sage ich? Ich habe eine diebische Freude daran! -  dass wir damit gewissermaßen wieder die herkömmliche Romanform aufgebrochen haben. Denn wo hätte man es schon mal gesehen, dass ein Roman beendet/abgeschlossen wird, indem ein anderer Autor am Ende die Erzählung über die Figuren des Romans mit einer eigenen Story abschließt. Aber das hat selbstverständlich seine innere Stimmigkeit.</p>
<p>Das Titelbild des Romans <strong>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</strong> -  man müsste ja &#8220;das neue Titelbild&#8221; sagen, denn ursprünglich hatte ein René Magritte für die Erstausgabe herhalten müssen &#8211; stammt in der gegenwärtigen Fassung von Vladi Krafft und zeigt einen Weg zwischen den Feldern meiner holsteinischen Kindheit. Die Liebste hatte das spontan vorgeschlagen, als uns Verlegerin Simone Barrientos im vergangenen Herbst bei einer Sitzung beim Optiker anrief. Sie hatte sich an meine Beschreibung der Wege durch die Felder erinnert, die ich als Kind durchwandert hatte. Auf unserer Rückkehr aus Schweden hatte ich ihr etwa 1990 davon erzählt. Erstaunlich wie lange etwas braucht, um dann zu einem Bild zu werden. Das entsprechende Gegenbild dazu wird dann das Titelbild sein, dass Krafft für die Neuauflage meines Romans <strong>&#8220;Kinder der Bosheit&#8221;</strong> zeichnen/malen soll. Da schwebt mir eine enorme nächtliche Großstadt aus der Vogelperspektive vor, was vermutlich mit den Nächten zu tun hat, die ich mit einem Kameraden aus der Soldatenzeit fliegend in einer Cessna 172 verbracht habe. In &#8220;Calvinos Hotel&#8221; wird davon nebenbei erzählt.</p>
<p>Nachzutragen wären abgesehen von der portugiesischen Übersetzung des Romans <a href="http://www.amazon.de/Calvinos-Hotel-Peter-H-Gogolin/dp/3940274275/ref=pd_sim_sbs_b_1" target="_blank"><strong>&#8220;Calvinos Hotel&#8221;</strong></a>, die mir am Wochenende der Übersetzer des Romans aus Brasilien mitteilte, noch die anstehenden Lesungen in diesem Monat:</p>
<p>Beginnen wird es  mit dem <strong>Literaturfest in Minden</strong>, das ich am kommenden Wochenende besuchen werde, um dort am Samstag, dem 10.03.12, von 19 bis 20 Uhr, aus meinem Roman <a href="http://www.kulturmaschinen.com/index.php?page=shop.product_details&amp;category_id=2&amp;flypage=flypage.tpl&amp;product_id=36&amp;option=com_virtuemart&amp;Itemid=71" target="_blank"><strong>&#8220;Calvinos Hotel&#8221;</strong></a>  im &#8216;Victoria Hotel&#8217; zu lesen.</p>
<p><strong>Am 15.03.12, ab 19:00</strong> lädt dann der Kulturmaschinen Verlag ein. Unter dem traditionellen Motto <strong>’Bücher und Eierlikör’</strong> lesen die Autoren und Autorinnen des Verlages: Leander Sukov, Phyllis Kiehl, Peter H. Gogolin, Stefan Sprang, Leonhard F. Seidl, Alban Nikolai Herbst, Carla Berling, Guido Rohm u. Simone Barrientos <strong>im Café Anton Hannes, Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig</strong></p>
<p>Auf der Buchmesse lese ich dann am<strong> 17.03.12, von 17:30-18:00</strong> aus  meinem Roman <strong>&#8216;Seelenlähmung&#8217;</strong> auf dem Messegelände, Forum Hörbuch+Literatur, Halle 3, Stand B500</p>
<p>Und nach meiner Rückkehr aus Leipzig lese ich dann <strong>am 21.03.12, ab 20:00 Uhr</strong> im Frankfurter <strong>Club Jerome</strong>. Die Lesung sthet unter dem Titel: <a href="http://www.jerome-ffm.de/peter_gogolin.htm" target="_blank"><strong>&#8216;Auf der Suche nach dem Ponyclub</strong>&#8216;,</a> Peter H. Gogolin liest neue Texte von imaginären Orten und Wesen. Club Jerome, Schützenstraße 10, 60311 Frankfurt, <a href="http://www.jerome-ffm.de/events2012/03_Maerz.htm" target="_blank"><strong>www.jerome-ffm.de</strong></a>, Vorbestellung erbeten: 069-207 384 59</p>
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		<title>Mozarts &#8216;Entführung aus dem Serail&#8217; peinlich.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 02:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[03. März 2012, Wiesbaden - Mozart: Die Entführung aus dem Serail Mit müden Gliedern nach dem achtstündigen Kant-Seminar zur &#8220;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&#8221; heute in Mannheim noch zurück und vor dem Bettgang am Computer, um einige Eintragungen zu machen, dabei zufällig, da ich stets auf 1FM den Opernsender höre, in Mozarts Entführung geraten. Meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>03. März 2012, Wiesbaden - Mozart: Die Entführung aus dem Serail</pre>
<p>Mit müden Gliedern nach dem achtstündigen Kant-Seminar zur &#8220;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&#8221; heute in Mannheim noch zurück und vor dem Bettgang am Computer, um einige Eintragungen zu machen, dabei zufällig, da ich stets auf 1FM den Opernsender höre, in Mozarts Entführung geraten.</p>
<p>Meine liebste Einspielung ist eine alte, eine aus meiner Jugend, nämlich die, die an der Bayrischen Staatsoper München 1966 unter Eugen Jochum eingespielt wurde. Die Besetzung ist überwältigend. Allein, dass der Belmonte von Fritz Wunderlich gesungen wird, bürgt dafür, aber auch Rolf Boysen als Bassa Selim, Kurt Böhme als Osmin und die große Erika Köth als Konstanze sind einfach unvergleichlich.</p>
<p>Was ich bisher auf 1FM hörte, es war eher peinlich. Leider zeigt der Sender nicht an, wen er da denunzierte. Aber ich höre immer noch rein, denn Mozarts Musik ist ja nicht zu zerstören, auch wenn sich z.B. Osmin wie mein heutiger Taxifahrer anhört, der aus dem Irak kam und erst seit elf Monaten in Deutschland lebt.  Und auch alle anderen Sänger und Sängerinnen sind derart daneben, dass es weh tut. Warum produziert man sowas? In den Rezitativen klingt keine einzige Sprechstimme natürlich. Hat das während der Inszenierung niemand gehört?</p>
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		<title>Stadt Liebe Tod</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 20:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Tief in der Nacht, um 04:39, um genau zu sein, habe ich gestern die Lektüre des Romans „Warten auf Ahab“ von Leander Sukov beendet. Ich war von dieser emotional bewegenden Geschichte vom ersten Moment an gefesselt und finde, dass sich die Story sehr rasant steigert und Seite für Seite dichter und dramatischer wird. Am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tief in der Nacht, um 04:39, um genau zu sein, habe ich gestern die Lektüre des Romans <a href="http://www.kulturmaschinen.com/index.php?page=shop.product_details&amp;category_id=15&amp;flypage=flypage.tpl&amp;product_id=66&amp;option=com_virtuemart&amp;Itemid=71" target="_blank"><em>„Warten auf Ahab“</em> </a>von Leander Sukov beendet. Ich war von dieser emotional bewegenden Geschichte vom ersten Moment an gefesselt und finde, dass sich die Story sehr rasant steigert und Seite für Seite dichter und dramatischer wird. Am Ende habe ich etwas geweint; bitte nicht verraten.</p>
<p><a href="http://www.kulturmaschinen.com/index.php?page=shop.product_details&amp;category_id=15&amp;flypage=flypage.tpl&amp;product_id=66&amp;option=com_virtuemart&amp;Itemid=71" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2006" title="424077_324049687638526_324049377638557_924167_1706052040_n" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/424077_324049687638526_324049377638557_924167_1706052040_n1-179x300.jpg" alt="" width="179" height="300" /></a></p>
<p>Leander Sukov hat da etwas geschafft, was ich sehr bewundere, das möchte ich ganz offen sagen. <em>„Warten auf Ahab“</em> ist eine große und wirklich gegenwärtige, zeitgemäße Liebesgeschichte geworden. Eine, der es zudem gelingt, den ganzen Dreck und den ganzen Schmerz einzufangen, den ganzen Verrat und die Wahrheit der Unwahrheit, die unsere Gegenwart kennzeichnet. Adorno hat es nicht gewusst, als er den Satz prägte, dass es kein richtiges Leben mitten im falschen geben könne, aber er hat da nicht nur Recht gehabt, er hat zudem auch von Marie, der Protagonistin in Sukovs Roman, gesprochen. Dass sie dann ihre Liebe doch noch finden darf und sie gleich wieder verliert, das ist dramaturgisch so richtig gesetzt wie es für den Leser erschütternd ist.</p>
<p>Aber das ist nicht alles, was ich über das Buch sagen möchte, denn ich habe während der Lektüre auch besser als jemals zuvor nachempfinden können, was unser immer noch gespaltenes Deutschland ist und wie es sich im Bewusstsein der aus der ehemaligen DDR stammenden Mitbürger darstellt. Wäre Sukov nur das gelungen, so hätte er ein lange schon fehlendes Buch geschrieben.</p>
<p>Das absolut Wichtigste war für mich unter der Lektüre aber noch ein anderer Punkt. Es ist etwas, das in der erzählenden Prosa kaum jemals wirklich glückt: ich meine die Darstellung von Sexualität. Texte können mitunter noch so schön und treffend und genau etc. sein, wenn sie sich daran machen, Sexualität zu schildern, dann versagen sie alle, werden hausbacken und steif und unbeholfen, klischeehaft usw. Und dann diesen Text zu lesen, das ist wirklich wie ein Wunder, denn er schafft es ohne Anlauf auf ganz authentische, lebendige Art und Weise davon zu sprechen, was Menschen mit ihren Körpern machen und dabei fühlen. Es wird darüber so unverbraucht und nah, so ganz ohne Peinlichkeit und wirklich geschrieben, dass ich während meiner Lektüre gedacht habe, Leander Sukov schreibt eine große kraftvolle Sprache des Gefühls.</p>
<p>Ich wäre Sukovs Protagonistin Marie im Leben gern selbst begegnet. Das geht natürlich nicht, aber die einmalige unverwechselbare Sprache, die er für sie gefunden hat, ist ein großartiger Ersatz dafür.</p>
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		<title>In front of &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 01:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[28. Februar 2012, Wiesbaden - bei Allan Pettersson: Symphony No 13, No 14 und No 8 &#8230;  C H A O S  ! -  Der März steht schon wieder ganz dicht bevor, obwohl das Jahr 2012 vom Gefühl her (meinem unvollkommenen) noch gar nicht richtig begonnen haben kann. Die Liebste ist am Abend nach Süden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>28. Februar 2012, Wiesbaden - bei Allan Pettersson: Symphony No 13, No 14 und No 8</pre>
<p>&#8230;  C H A O S  ! -  Der März steht schon wieder ganz dicht bevor, obwohl das Jahr 2012 vom Gefühl her (meinem unvollkommenen) noch gar nicht richtig begonnen haben kann.</p>
<p>Die Liebste ist am Abend nach Süden gefahren, um in Stuttgart und Umgebung Wiederaufnahme-Proben mit Horst Emrich zu absolvieren und außerdem ihre Literaturkurse zu geben, dazu dann morgen nach München, um vom <a href="http://www.junges-schauspiel-ensemble.de/" target="_blank">Jungen Schauspiel Ensemble München</a> Michael Stacheders Inszenierung von &#8220;Kalteis&#8221; zu sehen.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/kalteis_150.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1999" title="kalteis_150" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/kalteis_150.jpg" alt="" width="150" height="211" /></a></p>
<p>Die Premiere findet am 29. Februar <span style="color: black; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;">im Kleinen Theater Haar</span> statt. Danach dann nach Stuttgart zurück, wo sie bis zum kommenden Dienstag zu arbeiten hat.</p>
<p>Ich habe, bevor ich am Samstag nach Mannheim muss, um mit der Philosophie-Gruppe die nächste Sitzung zu Immanuel Kants <em>&#8220;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&#8221;</em> zu absolvieren, noch einige Tage Zeit, die ich nutzen will, um meine Arbeitsplanung besser zu strukturieren. Das ist dringend erforderlich.</p>
<p>Am morgigen Abend werde ich zudem KD Köhlers Vortrag zur Operette anhören fahren, der in der Musik-Bibliothek stattfindet; hoffentlich ist hinterher noch etwas Zeit für ein privates Gespräch.</p>
<p>In 10 Tagen dann das Literaturfest in Minden, wo ich aus dem Roman <a href="http://www.amazon.de/dp/3940274275?tag=literatpeterhgog&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3940274275&amp;adid=1BRRN189KZEGRF5HYF55&amp;&amp;ref-refURL=http%3A%2F%2Fwww.peter-gogolin.de%2Fblog%2F" target="_blank"><em>&#8220;Calvinos Hotel&#8221;</em></a> lesen soll. Die Lesung ist abends für 19 bis 20 Uhr geplant, meine Fahrkarte und das Hotel für die anschließende Übernachtung sind gebucht.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/41yj00eb9nL._SL500_AA300_.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1996" title="41yj00eb9nL._SL500_AA300_" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/41yj00eb9nL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><br />
Freue mich dabei vor allem auch &#8211; abgesehen von meiner eigenen Lesung &#8211; auf die Lesung von Stefan Noelke, die vorher am Nachmittag stattfinden wird. Er liest wohl aus dem Roman <em>&#8220;<a href="http://www.amazon.de/Das-Schwanken-am-Rande-Welt/dp/3865320570/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1330474770&amp;sr=1-1" target="_blank">Das Schwanken am Rande der Welt</a>&#8220;</em>, den ich als erstes seiner Bücher gecoacht habe und an dessen Story ich mich immer noch mit Spannung erinnere.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Das-Schwanken-am-Rande-Welt/dp/3865320570/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1330474770&amp;sr=1-1" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-1997" title="41GCCPYGPYL._SL500_AA300_" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/41GCCPYGPYL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Danach dann die Leipziger Buchmesse, die Freunde wieder sehen, den Verlag präsentieren &#8211; diesmal gleich am ersten Messetag, dem 15. März, abends ab 19 Uhr im <a href="http://www.anton-hannes.de/index.php" target="_blank">Café Anton Hannes</a> im Musikerviertel, Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig &#8211; wo außer mir Leander Sukov, Phyllis Kiehl, Stefan Sprang, Leonhard F. Seidl, Alban Nikolai Herbst, Carla Berling, Guido Rohm und die Verlegerin Simone Barrientos die neuen Publikationen des Verlages vorstellen werden. Das ist die traditionelle Veranstaltung <em>&#8220;Bücher und Eierlikör&#8221;</em> des Verlages und die Bücher dieses Frühjahrs versprechen wirklich einiges!</p>
<p>Am Samstag den 17. März dann, von 17:30 &#8211; 18:00 Uhr, lese ich auf der Messe  aus meinem neu aufgelegten Erstlingsroman <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1330474361&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8216;Seelenlähmung&#8217;</em></a>, der erstmals 1981 erschien. Ich bin sehr gespannt, ob und wie dieser Roman über den Deutschen Faschismus aus der Situation des Deutschen Herbstes heraus heute aufgenommen werden wird. Notwendig ist er, doch wird der auch willkommen geheißen werden? Veranstaltungsort: Messegelände, Forum Hörbuch+Literatur, Halle 3, Stand B500.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1330474361&amp;sr=1-1" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-1998" title="41rFk3cr9KL._SL500_AA300_" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/41rFk3cr9KL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Danach dann zurück nach Wiesbaden, etwas sammeln und am 21. März im Frankfurter Club Jerome, in der Schützenstraße 10, aus meinen phantastischen Texten <em>&#8220;Auf der Suche nach dem Ponyclub&#8221;</em> lesen. Beginn ist 20 Uhr und Tischreservierungen sind erwünscht.</p>
<p>Will schauen, dass ich in den nächsten Tagen hier zu den einzelnen Veranstaltungen bzw. Büchern auch inhaltlich noch etwas mehr einstellen kann. Der Monat März ist damit aber auf jeden Fall recht dicht gefüllt, selbst wenn ich von meinen Coachings mal absehe und die Arbeit an meinen eigenen Texten in dieser Zeit fast ganz auf Null herunterfahre. Zudem möchte ich aber noch für den 25. März nach Münster, um die Premiere der Britten-Oper <a href="http://www5.stadt-muenster.de/theater/detail.cfm?id=PeterGrimes&amp;v_link=spielzeit" target="_blank"><em>&#8220;Peter Grimes&#8221;</em></a> zu sehen, deren Inszenierung ich ursprünglich zu hospitieren beabsichtigt habe und u.a. wegen all der o.g. Termine absagen musste.</p>
<p>Und eigene Schreibprojekte in diesem Zeitraum? Eigentlich keine, das heißt, ich habe für meine Textsammlung über imaginäre Orte eine Story zum Themenkreis &#8220;Auf der Suche nach dem Ponyclub&#8221; angefangen, die von Ernest Hemingway handelt. Sie muss noch abgeschlossen werden; wenn das gelingt, dann lese ich sie in Frankfurt im &#8216;Club Jerome&#8217;.</p>
<p>PS: Und für den Monatsschluss ist dann am 29. März der Besuch in der Munch-Ausstellung geplant; tun wir mal so, als sei es einfach nur Fun.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wagner pur, also heute mal ohne das Leben drumrum</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 01:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[06. Dezember 2011, Wiesbaden - Bei Carlos Kleiber - Verdi: La Traviata Von &#8220;Der Ring des Nibelungen&#8221; hatte ich mir aus dem Shop der Metropolitan Opera in NY die Gesamtaufnahme mitgebracht, die Karl Böhm in den Jahren 1966 und 1967 während der Festspiele in Bayreuth aufgenommen hat. Es ist eine Opern-Markierung, die von diesem Planeten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>06. Dezember 2011, Wiesbaden - Bei Carlos Kleiber - Verdi: La Traviata</pre>
<p>Von <em>&#8220;Der Ring des Nibelungen&#8221;</em> hatte ich mir aus dem Shop der Metropolitan Opera in NY die Gesamtaufnahme mitgebracht, die Karl Böhm in den Jahren 1966 und 1967 während der Festspiele in Bayreuth aufgenommen hat. Es ist eine Opern-Markierung, die von diesem Planeten niemals wieder verschwinden wird, so man über Ohren verfügt.</p>
<p>Die Namen der Sänger sind wie ein Kompendium aus der Halle der Unvergessenen. Theo Adam, Birgit Nilsson, Leonie Rysanek, Wolfgang Windgassen, Martti Talvela, Josef Greindl, Marga Höffgen, Erika Köth, Martha Mödl und die unvergleichliche Anja Silja &#8211; um aus dem großen Aufgebot nur die Hälfte zu nennen, da sie meine privaten Lieblinge sind. Natürlich sind sie alle inzwischen aus dem aktuellen Opernbetrieb verschwunden und nur noch in den Audio-Archiven gegenwärtig.</p>
<p>Und ich würde mich wundern, wenn ein gegenwärtig hochgelobter Wagner-Sänger wie René Pape, dessen Sammlung mit Einzelaufnahmen aus verschiedenen Opern unter dem Dirigat  Daniel Barenboims, die ich in den letzten Tagen ebenfalls zweimal durchgehört habe, überhaupt noch weiß, was da vor ihm stimmlich geschehen ist. Seine Leistung in der <em>Walküre</em> ist mit <em>&#8220;Wotans Abschied&#8221;  </em>und dem<em> &#8220;Feuerzauber&#8221;</em> eher bescheiden. Im <em>&#8220;Fliedermonolog&#8221;</em> aus den Meistersingern gefällt er mir sehr, obwohl er fast an der Grenze zu einer zu großen Lieblichkeit singt. Das <em>&#8220;Gott grüß euch&#8221;</em> aus dem Lohengrin wirkt deshalb fast etwas flach, besitzt wenig Farbe. Jürgen Kesting würde wohl sagen, dass die Tessitura hier größer ist, als Pape seiner Stimme abverlangt. Er singt, als müsse er sich gerade hier schonen. Nun gut, soll es so sein. Niemand verlangt, dass er seine Stimme überbeansprucht. Aber warum steht er dann heute an dem Platz, an dem er steht? Die Parsifal- und Tannhäuser-Partien auf dieser CD gefallen mir sehr, halten sich aber durchaus im Rahmen und sind keinesfalls so überwältigend, wie er gegenwärtig von seiner Plattenfirma gehandelt wird. Vielleicht muss man aber auch einfach bedenke, dass Papes Stimmlage der Bass ist und er als Bass nicht gerade so markant aufzutreten vermag wie der Tenor.  Pape wirkt deshalb viel mehr, als sei er darauf versessen, als Bass das mögliche Belcanto eines Tenors zu erreichen. Damit gewinnt er sicher im Belcanto, verliert aber etwas in der eigenen Stimmcharakteristik. Wobei ja überhaupt noch zu fragen wäre, ob denn Wagner &#8211; und besonders der Ring &#8211; im Belcanto intalienischen Sinnes gesungen werden sollte.</p>
<p>Interessant ist, dass im Beiheft das von Jürgen Kesting geführt Interview mit Pape zu eben dieser Frage, die Wagner selbst so wichtig genommen hat, eigentlich nichts ergibt. Pape antwortet auf Kestings Frage in beiden Fällen, dass es da eigentlich keinen Unterschied gäbe. Man singt halt <em>&#8216;schön&#8217;</em>, einmal eben in dieser und dann in jener Sprache. Ich will hier nicht die Wagnersche Diskussion über die Unterschiede bezüglich der Vokale und Konsonanten im Deutschen und Italienischen wiederholen, aber kann es wirklich so einfach sein, wie René Pape es im Gespräch mit Kesting behauptet?</p>
<p>Allerdings war Böhms <em>unvergleichlicher Ring</em> und Papes Zusammenstellung aus <em>Walküre</em>, <em>Meistersinger</em>, <em>Lohengrin</em>, <em>Parsifal</em> und <em>Tannhäuser</em> nicht meine einzige Durchmusterung Wagners der letzten Tage, denn ich habe auch noch die Ring-DVDs der Bayreuther Festspiele von 91/92 angeschaut. Also die Barenboim/Kupfer Realisierung des Rings. Wozu ich einfach sagen muss, dass ich sie vermutlich nochmals werde sehen müssen, um ihr gerecht zu werden.</p>
<p>Ich halte ja sehr darauf, dass das Hören im Vordergrund steht. Entsprechend habe ich erst in der letzten Zeit auch DVDs gekauft, um mir einzelne Opern-Inszenierungen auch anzuschauen. Schon dass man jetzt von den &#8220;Inszenierung&#8221; sprechen muss, während man früher von verschiedenen &#8220;Einspielungen&#8221; eines Werkes sprach, zeigt ja, dass sich mit der Entwicklung der visuellen Medien eine Verschiebung vom Ohr zum Auge vollzogen hat. Ich fühle mich aber nach wie vor als ein &#8216;Schüler&#8217; von Joachim-Ernst Behrendt und halte deshalb dafür, dass das visuelle Erlebnis/Ereignis das Hörerlebnis zu fördern hat. Wenn es das nicht tut, dann ist das Bild nichts wert. Und schon gar nicht ist es dem Ereignis des Ohres überlegen.</p>
<p>Ich weiß seit diesem Frühjahr, dass Andreas Baesler, bei dessen Peter Grimes-Inszenierung ich im kommenden Frühjahr hospitieren werde, als Opernregisseur in dieser Hinsicht eine Gegenpositition einnimmt. Er sagten mir ganz ausdrücklich, dass für ihn die Inszenierung und damit das visuelle Erlebnis im Vordergrund steht; dem gilt seine Arbeit als Regisseur. Er besäße zwar selbstverständlich auch sehr viele Opern-Einspielungen, doch würde er eigentlich außer zur Vorbereitung auf eine neue Inszenierung kaum jemals einfach so eine Oper nur &#8220;hören&#8221;. Das kann ich zwar verstehen, will sagen, ich kann es nachvollziehen, weil die Arbeitssituation dazu führt, aber es ist natürlich gänzlich falsch. Und ich bedaure es für ihn. Ich will das hier gar nicht weiter begründen bzw. untersuchen. Ich möchte nur mal den Gedanken zur Diskussion stellen, dass man also beim Inszenieren von Opern aus beruflichen Gründen zu der Haltung gelangen kann, dass an dem  Produkt &#8220;Oper&#8221; das visuelle Ereignis vor dem auditiven steht.</p>
<p>Das finde ich höchst kurios. Und ich kann darauf nicht besser antworten, als indem ich an die amerikanische Schriftstellerin Helen Keller erinnere, die das schwere Schicksal hatte, sowohl taub als auch blind zu sein. Auf die Frage, was von diesen beiden Behinderungen für sie die schlimmere sei, antwortete diese taubblinde Frau, ohne zu zögern, dass sei natürlich die Taubheit. Denn Mozart könne man schließlich hören! Für mich ist Helen Kellers Satz, dass man Mozart &#8220;hören&#8221; kann, derart evident, dass mir die Tränen in die Augen treten, wenn  ich daran denke. Es ist einfach das, was mit einem passiert, wenn man einer großen unabweißbaren Wahrheit begegnet.</p>
<p>Musikalisch überzeugt die Einspielung der Kupfer/Barenboim-Inszenierung von 1991 natürlich absolut, denn Barenboim ist in seinem Dirigat so präzise und plastisch, dass einem fast jede andere Einspielung verschwiemelt vorkommt, weich und romantisiert. Auch Levines großartiger an der Metropolitan Opera inszenierte Ring kommt dagegen kaum auf, denn Levine geht nicht analytisch vor. Er steht für eine original wagnerisch, illustrierende Aufführung. Das kann man begrüßen aber auch enttäuschend finden. Gegenwärtig steht an der MET ein neuer Ring unter James Levine bevor, der vielleicht spannender werden könnte. In der Ankündigun heißt es:<em> For the first time in more than 20 years, the Met unveils a new Ring cycle. Robert Lepage&#8217;s groundbreaking production – the most ambitious production the Met has ever attempted – will be seen in its entirety, with a cast of the world&#8217;s greatest Wagnerian singers and Maestro James Levine on the podium.</em><em><a href="http://www.metoperafamily.org/metupload/RingPriceChart2012.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;"><br style="text-decoration: underline;" /></span></a></em></p>
<ul>
<li><em><strong><a id="ctl00_PrimaryArea_MainContent_PackageRepeater_ctl00_rpc_uxPackagePerformance_ctl00_ctl00_uxEventLink" href="http://www.metoperafamily.org/metopera/season/production.aspx?id=11686"> Rheingold, Das </a></strong> &#8211; Saturday, April 7, 2012 &#8211; 9:00 PM </em><br />
<em> Levine; Harmer, Blythe, Bardon, Margita, Siegel, Terfel, Owens, Selig, König</em></li>
<li><em><strong><a id="ctl00_PrimaryArea_MainContent_PackageRepeater_ctl00_rpc_uxPackagePerformance_ctl01_ctl00_uxEventLink" href="http://www.metoperafamily.org/metopera/season/production.aspx?id=11732"> Walküre, Die </a></strong> &#8211; Friday, April 13, 2012 &#8211; 6:30 PM </em><br />
<em> Levine; Voigt, Westbroek, Blythe, Skelton, Terfel, König</em></li>
<li><em><strong><a id="ctl00_PrimaryArea_MainContent_PackageRepeater_ctl00_rpc_uxPackagePerformance_ctl02_ctl00_uxEventLink" href="http://www.metoperafamily.org/metopera/season/production.aspx?id=11709"> Siegfried </a></strong> &#8211; Saturday, April 21, 2012 &#8211; 11:00 AM </em><br />
<em> Levine; Voigt, Bardon, Lehman, Siegel, Terfel, Owens</em></li>
<li><em><strong><a id="ctl00_PrimaryArea_MainContent_PackageRepeater_ctl00_rpc_uxPackagePerformance_ctl03_ctl00_uxEventLink" href="http://www.metoperafamily.org/metopera/season/production.aspx?id=11620"> Götterdämmerung </a></strong> &#8211; Tuesday, April 24, 2012 &#8211; 6:00 PM </em><br />
<em> Levine; Dalayman, Harmer, Cargill, Gould, Paterson, Owens, König</em></li>
</ul>
<p>Doch zurück zum Ring von Barenboim/Kupfer: Gesanglich ist diese Aufnahme einwandfrei und hat wirkliche Größen, wozu für mich freilich John Tomlinson als Wotan nicht immer gehört, weder stimmlich noch im Spiel, das zu sehr auf die klischeehafte Figur eines Borsalino-Mafioso setzt, der sich unter einer kaputten Sonnebrille verbirgt. Aber auch das optische Erlebnis, das dieser Ring ohne Zweifel bietet, ist doch leider zu schnell verbraucht. So wirkt der Lichtkanal aus grünem Laserlicht im <em>Rheingold</em> anfangs überraschend und neu, aber dieser Effekt verbraucht sich ebenso schnell wie der, der durch den Umstand ensteht, dass die Riesen in dieser Inszenierung tatsächlich wirkliche Riesen sind. Denn die weitgehende Unbeweglichkeit nimmt Fasolt und Fafner eben wieder das, was sie im ersten Moment durch ihre monumentale Gestalt gewinnen. Hier wäre sicher die Einbindung kompetenter Figurenspieler notwendig gewesen, um diese Riesen wirklich beweglich zu machen und zum Beispiel ihre riesigen Arme und Hände so zu gebrauchen, dass sie sich nicht sofort der Lächerlichkeit aussetzen. Denn wenn das nicht geschieht, dann hat man trotz ihrer Größe unglaubwürdige Riesen, deren Hände nur irgendwie herabbaumelm und nicht mal die von Ihnen so begehrte Freya zu fassen vermögen.</p>
<p>John Tomlinson als Wotan stolziert über die Bühne wie ein etwas verfetteter Götz George, dessen auf dem einen Auge dunkle Brille zu plump seine partielle Blindheit symbolisiert. Durchgehend gefallen hat mir im Rheingold dagegen zum Beispiel Graham Clark als Loge, der wie ein kleiner, etwas molliger, in schwarzes Leder gehüllter schwuler SS-Blondkopf seine Intrigen spinnt; Loge ist perfide, aber eben deshalb äußerst stimmig inszeniert. Und stimmlich auch Wotan überlegen.</p>
<p>Nun, ich will das hier beenden, denn ich kann jetzt nicht den ganzen Ring besprechen, zumal ich nur einen schnellen Eindruck geben wollte und dafür schon viel zu sehr ins Detail gegangen bin.</p>
<p>Ich werde mich zudem ab jetzt sowieso mehr mit Benjamin Britten befassen müssen, da die Proben für die Oper &#8220;Peter Grimes&#8221; in Münster bereits am 10. Februar beginnen und ich auch schauen will, ob ich einen kleinen Essay für das Programmheft schreiben kann. Eine Britten-Unterseite meiner Webseite muss ebenfalls noch eingerichtet werden, da ich die Proben schreibend und fotografierend begleiten und zeitnah dokumentieren werde. Insgesamt ist da noch einiges an Vorarbeiten zu leisten. Nicht zuletzt habe ich noch keine Unterkunft in Münster. Nun, es wird sich finden.</p>
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		<title>Das Meer der Geschichten</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 23:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn  man bedenkt, dass das ganze Leben ein Meer aus Geschichten ist, ja, dass jeder Tag voll von Geschichten ist, dann muss man zugeben, dass man als Autor an den Geschichten, die man irgendwann einmal für wert befunden hat, niedergeschrieben zu werden, in der Regel viel zu lange gearbeitet und auch hernach vor allem viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn  man bedenkt, dass das ganze Leben ein Meer aus Geschichten ist, ja, dass jeder Tag voll von Geschichten ist, dann muss man zugeben, dass man als Autor an den Geschichten, die man irgendwann einmal für wert befunden hat, niedergeschrieben zu werden, in der Regel viel zu lange gearbeitet und auch hernach vor allem viel zu lange festgehalten hat &#8211; denn das Leben ist kurz.</p>
<p>Morgen werde ich am Nachmittag mit Bettina Römer, der Sprecherin meines Hörbuches mit phantastischen Erzählungen &#8220;Der Schatten Gottes&#8221;, ins Studio zu <a href="http://www.radio-rheinwelle.de/" target="_blank">Radio Rheinwelle</a> fahren, um das Buch vorzustellen, daraus zu lesen und in der Zeit von 15 bis 17 Uhr mit dem Moderator Rüdiger Heins zwischen Musiken von Keith Jarrett über Phantastische Literatur zu plaudern. Wer zuhören möchte, der kann das auf UKW über 92,5 Mhz tun. Oder am besten direkt über Webradio, also einfach auf die Seite des Senders gehen und sich in den Stream live einschalten.</p>
<p><a href="http://www.action-verlag.com/nc/unser-programm/buchdetail/buch/der-schatten-gottes-peter-h-gogolin.html" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-1966" title="Schatten Gottes" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/Schatten-Gottes1.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a></p>
<p>Die Sammlung umfasst 12 Erzähltexte, die ich jetzt, nachdem die Hörbuchfassung in diesen Tagen auf der Verlagsseite und auf den Hörbuchportalen von audibel.de publiziert wird, endlich auch einmal als Print-Manuskript zusammengestellt habe. Es hat knapp 250 Seiten und wäre auch als Druckausgabe gut vorstellbar. Der Verlag erwägt es für das kommende Jahr, doch da bereits die Neuauflage des Romans <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1323128266&amp;sr=1-1" target="_blank">&#8220;Seelenlähmung&#8221;</a>, der im vergangenen Herbst von mir verschoben worden ist, sowie als neuer Roman &#8220;Das Herz des Hais&#8221; auf der Liste meiner Publikationen für 2012 steht, so wird dieser Erzählband in einer möglichen Druckfassung wohl noch etwas warten müssen.</p>
<p>Es ist freilich eh so, dass ich gar nicht mehr weiß, wann ich die einzelnen Geschichten dieses Bandes geschrieben habe; einige von ihnen sind sicher über zehn Jahre alt. Das liegt daran, dass ich zum einen Erzählungen sowieso immer nur zwischen größeren Werken schreiben konnte, also in der Zeit zwischen Romanen oder aber Theaterstücken. Meiner speziellen Freude an der klassischen phantastischen Erzählung bin ich dabei nur dann nachgegangen, wenn ich keine Mainstream-Story schrieb. Das hat natürlich damit zu tun, dass es angeblich für dieses Genre der Phantastischen Literatur gar keinen Markt mehr gibt, sodass ich die Texte recht eigentlich nur für mich geschrieben habe; da sind 12 Geschichten in etwa 10 Jahren schon viel. Und ich habe umso mehr gestaunt, als ich in der vergangenen Woche bei der Zusammenstellung des Manuskriptes für die mögliche Druckfassung feststellte, dass tatsächlich genau die Hälfte dieser Texte zuvor bereits in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlich worden waren.</p>
<p>Mir liegen diese Geschichten inhaltlich naturgemäß sehr am Herzen, aber ich spüre eben auch deutlich, dass sie für mich längst abgeschlossen sind und ich die Zeit, die ich damit auf Lesungen oder wie jetzt im Radio zubringe, eigentlich lieber für das Schreiben neuer Texte hätte. Aber das geht nun mal nicht, denn als Autor kann man heute froh sein, wenn man auch nur die Hälfte seiner Schreibzeit tatsächlich für das Schreiben zur Verfügung hat. Das Eintauchen in das Meer der Geschichten, das doch das Eigentliche sein sollte, gelingt also kaum jemals im gewünschten Maße.</p>
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		<title>Geschenke, 57th Street Station und die Fahnenkorrektur</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 00:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 22. September 2011 - Wiesbaden: bei Galuppi "La Diavolessa" Bei schönem Frühherbstwetter heute am Nachmittag in der Stadt, da ich noch zwei vorbestellte Geschenke abzuholen hatte, die für den Geburtstag der Liebsten im kommenden Monat eingeplant sind. Mit den Geschenken ist es bei mir immer so, dass es zwei, drei Monate vor dem Termin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Donnerstag, 22. September 2011 - Wiesbaden: bei Galuppi "La Diavolessa"</pre>
<p>Bei schönem Frühherbstwetter heute am Nachmittag in der Stadt, da ich noch zwei vorbestellte Geschenke abzuholen hatte, die für den Geburtstag der Liebsten im kommenden Monat eingeplant sind. Mit den Geschenken ist es bei mir immer so, dass es zwei, drei Monate vor dem Termin zu sprudeln beginnt. Mir fällt dieses ein, mir fällt jenes ein, und wenn sich dann der Tag der Geschenkübergabe zu nahen beginnt, dann haben sich da fünf oder sieben oder zwölf Geschenke angesammelt, sodass ich machmal schon selbst zu überlegen beginne, ob das nicht zu viel wird und das eine oder andere nicht für eine spätere Gelegenheit aufbewahrt werden sollte. Aber am Ende kann ich gar nicht anders, als mit allem, was ich da gefunden und mir ausgedacht habe, direkt vorzupreschen. Ich finde das Schenken einfach zu schön. Was übrigens auch erklärt, warum mir meine übersättigten Kinder immer so auf den Geist gingen, die auf meine über Jahre wiederkehrende Fragen, was sie sich denn wünschten, in der Regel nur mit einem &#8220;weiß nicht, wir haben schon alles&#8221; zu antworten wussten.</p>
<p>Nun egal, der Liebsten schenke ich mittlerweile seit 21 Jahren mit Begeisterung. Ich habe das mal in dem Gedicht <em>&#8220;Wofür ich meine acht Leben brauche&#8221;</em> zusammengefasst.</p>
<h3>Wofür ich meine acht Leben brauche</h3>
<p><strong>Nummer Eins &#8211; zum Schreiben</strong><br />
<strong> das ist klar.</strong></p>
<p><strong>Zwei &#8211; zum Lesen</strong><br />
<strong> Jahr um Jahr.</strong></p>
<p><strong>Drei &#8211; verbringe ich</strong><br />
<strong> auf Reisen.</strong></p>
<p><strong>Vier &#8211; beim Trinken</strong><br />
<strong> und beim Speisen.</strong></p>
<p><strong>Fünf &#8211; mit meiner Lieb allein</strong><br />
<strong> die ist manchmal nicht daheim.</strong></p>
<p><strong>Sechs &#8211; verrate ich Euch nicht</strong><br />
<strong> das ist ganz allein für mich.</strong></p>
<p><strong>Das siebte endlich dann</strong><br />
<strong> zum Denken.</strong></p>
<p><strong>Und das achte? Wer wirds raten?</strong><br />
<strong> Das ist einfach zum Verschenken!</strong></p>
<p><strong>Weil das Schenken schöner ist</strong><br />
<strong> als ein fetter Gänsebraten.</strong></p>
<p>Kurz, ich freue mich bereits sehr auf die Rückkehr der Liebsten nach ihrer <a href="http://fitz-stuttgart.de/fits_a/bronte.htm" target="_blank">Premiere am 30. 09.</a> in Stuttgart und dann auf den Geburstag am 09. Oktober. Bisher sind fünf Geschenke beisammen. Ein weiteres wartet noch in Regensburg. Außerdem werde ich natürlich für uns kochen. Fragen, wen sie einladen möchte, muss ich sie auch noch.</p>
<p>Bin inzwischen mit der Fahnenkorrektur der <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=pd_sim_sbs_b2" target="_blank"><em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em></a> gut vorwärts gekommen und kann davon ausgehen, dass ich bis zum Wochenende spätestens mit allem durch sein werde, sodass Leander das Buch druckfertig machen kann. Ja, ich habe es sogar geschafft, zwischendurch einen schönen Anfang meiner ersten Story für den Erzählband &#8220;57th Street Station&#8221; zu schreiben,</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2685.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1940" title="IMG_2685" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2685-300x224.jpg" alt="57th Street Station, New York" width="300" height="224" /></a></p>
<p>für den die Liebste und ich im August in Manhatten die Idee hatten. Wir werden einen Band mit Stories machen, der je zur Hälfte von ihr und mir bestritten werden wird. Die genaue Anzahl der Texte haben wir noch nicht festgelegt, aber unter einem Dutzend, also 6 von ihr und 6 von mir, sollte es nicht sein. Der Text, den ich jetzt begonnen habe, heißt &#8220;A soup of tomatoes&#8221; und geht auf eine Situation zurück, die wir tief in der Nacht auf der 6th Avenue erlebt haben.</p>
<p>Ach ja, Galuppis Oper, die ich nach wie vor höre, während ich dies schreibe, lohnt sich wirklich sehr. Sie hat 1755 in Venedig ihre Uraufführung erlebte. Galuppi (1706 &#8211; 1785) war zeitweilig der bekannteste Opern-Komponist seiner Zeit und hat über 100 Opern komponiert. Er ist ein wichtiger Komponist am Übergang von der Opera seria zur Opera buffa, von der venezianischen zur neapolitanischen Tradition. Aber man würde sich irren, wenn man ihn nur aus musikhistorischer Sicht wichtig findet, da sein Einfluss auf die Opera buffa unzweifelhaft bis Mozart und Rossini reicht. Die wenigen Einspielungen seiner Opern, die man heute noch findet, zeigen wie in der &#8220;Diavolessa&#8221; einen enorm großen melodischen Reichtum und eine dramatische Stimmführung, die fast schon die Wiener Klassik vorweg nimmt. Wollte man eine Entwicklungslinie von Monteverdi zu Mozart ziehen und darauf die Komponisten der Zeit nach der Maßgabe ihrer Formensprache eintragen, so befände sich Galuppi sicher ganz rechts im letzten Drittel, nicht weit von Mozart entfernt.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Endlich in der Fahnenkorrektur</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 23:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 20 September 2011 - Wiesbaden: bei René Papes erstem Wagner Album Als ich der Liebsten vorhin am Telefon erzählte, dass am Abend nach dem Coaching von Leander die Fahne der &#8220;Seelenlähmung&#8221; zur Korrektur gekommen sei, da stöhnte sie auf. Denn natürlich wusste sie um meinen Kampf mit der Korrektur der Scan-Fassung des Romans, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Dienstag, 20 September 2011 - Wiesbaden: bei René Papes erstem Wagner Album</pre>
<p>Als ich der Liebsten vorhin am Telefon erzählte, dass am Abend nach dem Coaching von Leander die Fahne der &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=pd_sim_sbs_b2" target="_blank">Seelenlähmung</a>&#8221; zur Korrektur gekommen sei, da stöhnte sie auf. Denn natürlich wusste sie um meinen Kampf mit der Korrektur der Scan-Fassung des Romans, der nach unserer USA-Reise auf mich gewartet und mich wochenlang blockiert hatte.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2782.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1929" title="IMG_2782" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2782-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><br />
Meinem ersten Eindruck nach kann ich jetzt aber sagen, dass es anders ist. Ich bin zwar erst auf der 15. Seite, sodass da durchaus noch etwas kommen könnte, aber ich bemerke doch, dass ich nun ohne großen emotionalen Stress an dem Text zu arbeiten vermag; kurz, ich kann ihn, zumindest bisher, ganz sachlich durchgehen. Deshalb habe ich auch die Hoffnung, dass ich diesmal recht schnell damit fertig werden könnte; also sagen wir mal, noch in dieser Woche. Ich habe, abgesehen von dem morgigen Coaching-Gespräch, das ab 12 Uhr mit Frau Z. in Australien stattfindet, für den Rest der Woche alle Termine gecancelt und werde mich nur noch dem Manuskript widmen. Das heißt, ich werde, so das Wetter mitspielt, am Nachmittag auch jeweils wieder für zwei Stunden ins Sportstudio traben.</p>
<p>PS: Habe das &#8220;First Wagner Album by &#8216;The Greatest Operatic Bass in the World&#8217;&#8221;, also die CD mit den Einspielungen aus der Walküre, den Meistersingern, dem Lohengrin, Parsifal und dem Tannhäuser, die René Pape allesamt unter Barenboim und der Staatskapelle Dresden gesungen hat, erstmal enttäuscht aus dem Laufwerk genommen. Pape wirkt auf dieser Aufnahme erstaunlich schwach auf mich. Und dabei hatte ich mir die CD gekauft, da ich so sehr gespannt auf ihn war und die CD zur Einstimmung für die Premiere des &#8220;FAUST&#8221; hören wollte, die im Dezember an der MET stattfindet, wo René Pape, neben dem wunderbaren Jonas Kaufmann in der Titelrolle, den Mephisto singen wird. Jonas Kaufmann hörte ich übrigens erstmals live als Florestan in der Fidelio-Inszenierung von  <a href="http://www.andreas-baesler.de/">Andreas Baeslers</a>, bei dem ich im kommenden Frühjahr bei den Proben zu Brittens Oper &#8220;Peter Grimes&#8221; in Münster hospitieren werde, um für meinen neuen Roman zu recherchieren.</p>
<p>So weit also vorerst dieser René Pape-Versuch. Bin kurzentschlossen musikalisch ganz umgestiegen und habe zu Bob Dylans  &#8220;Minnesota Tapes&#8221; gewechselt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
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		<title>Lindqvist / Europäischer Rassismus / Wochenende in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 23:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 15. September 2011 - Wiesbaden: bei Stravinskys "The Rake's Progress" Seit heute komme ich endlich wieder dazu, meine Lektüre von Sven Lindqvists Reisebericht, oder sollte ich sagen, seiner Geschichtsanalyse, die einem Gang durch die Hölle gleichkommt, zu Ende zu führen. Er nennt seinen Bericht ja ganz konsequent &#62;&#62;&#62;&#62; &#8220;Durch das Herz der Finsternis&#8221;, womit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Donnerstag, 15. September 2011 - Wiesbaden: bei Stravinskys "The Rake's Progress"</pre>
<p>Seit heute komme ich endlich wieder dazu, meine Lektüre von Sven Lindqvists Reisebericht, oder sollte ich sagen, seiner Geschichtsanalyse, die einem Gang durch die Hölle gleichkommt, zu Ende zu führen. Er nennt seinen Bericht ja ganz konsequent &gt;&gt;&gt;&gt; <a href="http://www.amazon.de/Durch-das-Herz-Finsternis-Afrika-Reisender/dp/3293202276/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316127219&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8220;Durch das Herz der Finsternis&#8221;</em></a>, womit der Bezug zu dem meisterhaften Roman &gt;&gt;&gt;&gt; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3150087147/ref=s9_simh_gw_p14_d0_g14_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=1GM0JKQP5HGSMGR09Z69&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128" target="_blank"><em>&#8220;Herz der Finsternis&#8221;</em></a> von Joseph Conrad hergestellt ist.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Durch-das-Herz-Finsternis-Afrika-Reisender/dp/3293202276/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316127219&amp;sr=1-1" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1913" title="5105D6GMCAL._SS500_-1" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/5105D6GMCAL._SS500_-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /><br />
</a>Ich war im Frühsommer durch einem Lesetipp von Ramon Schack auf dieses wichtige Buch aufmerksam geworden und hatte dann die ersten drei Teile ziemlich schnell lesen können. Meine Atlantiküberquerung und der New York-Aufenthalt hat dann alles unterbrochen, und ich konnte erst heute die Lektüre des IV. Teils des Buches in Angriff nehmen, der thematisch bis zum Holocaust reicht.</p>
<p>Doch der Bogen, den Lindqvist schlägt, ist weiter gespannt, denn er beginnt noch vor der Zeit des Europäischen Kolonialismus. Und der Autor ist beileibe kein distanzierter Historiker, der am heimischen Kamin die Quellen abwägt. Vielmehr hat er sich selbst, mit dem Laptop im Gepäck, aufgemacht, die Sahara zu durchqueren und die Orte des Schreckens aufzusuchen, die sich in die Jahrhunderte der Europäischen Kolonialgeschichte eingeschrieben haben. Sein Thema verfolgt ihn dann auch zwangsläufig bis in seine Träume. Verständlich, denn der Verlauf der Europäischen Expansion während des 19. Jahrhunderts wurde von einer Aufassung getragen, die den Völkermord für ein unvermeidliches Nebenprodukt des Fortschritts hielt.</p>
<p>Wer Europas verhängnisvolle Rolle in der Weltgeschichte besser verstehen möchte, der sollte dieses Buch lesen. Wer begreifen will, wie sich der schändliche Gedanke der vermeintlichen Überlegenheit der weißen Rasse, der aus evolutionären Gründen zwangsläufig die Ausrottung der anderen Rassen zu fordern schien, zu einer quasi wissenschaftlichen Anschauung entwickeln konnte &#8211; auch mit Hilfe von Charles Darwin &#8211; der sollte dieses Buch dringend lesen.</p>
<p>Aber ich kenne natürlich persönlich auch Leute, die angesichts dessen einfach sagen werden: &#8220;Wen juckt&#8217;s!&#8221; Sie brauchen dieses Buch nicht zu lesen. In ihren Herzen lebt die Finsternis bereits.</p>
<p>Ich will hoffen, dass ich bis zu meiner für den Mittag des Samstag angesetzten Reise nach Berlin, wo ich an der jährlichen Party des Verlages teilnehmen möchte, mit dem Buch durch bin. Die Zugfahrt soll dann der erneuten Lektüre von Nagel und Newmans Buch über Gödel gewidmet sein. Ach, im Grunde sollte man immer nur reisen. Das Unterwegssein entbindet zumindest von den ständigen Alltäglichkeit. Bloch schrieb: <em>Die gleichen Dinge täglich bringen langsam um. Neu zu begehren hilft die Lust der Reise.</em> Die Liebste und ich haben deshalb auch bereits für den Mai des kommenden Jahres eine Reise nach Israel geplant, die uns durch das ganze (kleine) Land führen soll. Ich fühle mich seelisch ganz erschüttert, wenn ich daran denke.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Schatten des Saturn &#8211; Seelenlähmung, die eigene</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 03:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sehr man sich mitunter doch im Unklaren über sich selbst befindet! Seit ich nun im zweiten Monat mit RH arbeite und es mir zum Glück gelungen ist, ihn wieder zum Schreiben zurück zu bringen, bin ich sehr massiv mit den Themen Depression und Schreibhemmung konfrontiert. Nun ist es so, dass ich in meinem Coaching [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr man sich mitunter doch im Unklaren über sich selbst befindet! Seit ich nun im zweiten Monat mit RH arbeite und es mir zum Glück gelungen ist, ihn wieder zum Schreiben zurück zu bringen, bin ich sehr massiv mit den Themen <em>Depression</em> und <em>Schreibhemmung</em> konfrontiert. Nun ist es so, dass ich in meinem Coaching durchaus immer schon damit habe umgehen müssen, doch hat das nie im Mittelpunkt meiner Arbeit gestanden. Es war eher ein Randphänomen, das es eben auch gab. Man musste damit irgendwie umgehen. Und ich hätte auf Nachfrage immer behauptet, dass ich das Thema Schreibblockade in meinem eigenen Schreiben ebenso wenig kenne wie das Thema Depression.</p>
<p>Tatsächlich ist es aber wohl so, dass das alles Quatsch ist. Die Korrektur meines für den jetzigen Buchherbst zur Neuauflage vorgesehenen Romans <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1315885739&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em></a>, der im Jahre 1981 mein Erstling war, hat mir mehr als deutlich gezeigt, dass es ganz anders ist/war. Die <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1315885739&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em></a> ist ein zu wesentlichen Teilen autobiographisches Buch über eine zutiefst schwarze Depression, die sich über Jahre hingezogen hat und von mir nicht als solche erkannt worden ist. Über die Mechanismen dieser Verkennung, über die psychischen Verschiebungen und Projektionen will ich hier jetzt nicht sprechen, weil das ein zu umfangreiches Thema ist, das auf andere Weise behandelt werden muss.<br />
<a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/Seelen1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1904" title="Seelen" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/Seelen1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Die erste, die das in aller Klarheit erkannte und mir auch auf den Kopf zusagte, aber dabei natürlich nur auf Abwehr stieß, war die Autorin Luise Rinser, die ich im Frühsommer 1989 in Rocca di Papa nahe Rom für das &#8216;Allgemeine Deutsche Sonntagsblatt&#8217;, das es inzwischen schon lange nicht mehr gibt, interviewte. Sie hatte natürlich selbst sehr viel Erfahrung mit der Depression, worauf ich sie damals auch ansprach, da sie ein Buch darüber geschrieben hatte und den dunkel dräuenden Schatten des Vaters sehr gut kannte. Mir behagte das schon deshalb nicht, weil es mich zu sehr an die Astrologie gemahnte, gegenüber der ich fast einen aufklärerischen Reflex empfinde. Nun, es kann mich ja trotzdem niemand daran hindern, im Nachhinein etwas klüger geworden zu sein.</p>
<p>Ich bin &#8211; zumindest in dieser Hinsicht &#8211; eine krude Mischung aus Wissen und gleichzeitig völliger Blindheit/Verdrängung. Ich bin immer wieder wie ein Mensch gewesen, der allgemein über eine Verletzung reflektiert, ohne sich dabei gewahr zu werden, dass er selbst unter dieser Verletzung leidet. Das muss Selbstschutz sein.</p>
<p>Im Februar 1998 schrieb ich zum Beispiel das folgende Gedicht:</p>
<h3><em><strong>Dämmerung </strong></em></h3>
<p><strong>Sanfter Anprall des Abends.</strong><br />
<strong>Vom Fluß her steigen die Schatten.</strong><br />
<strong>Acht Sommer und Winter haben</strong><br />
<strong>mir die Geduld in die Knochen gegossen. </strong></p>
<p><strong>Zwischen Hügel und Fluß antwortet</strong><br />
<strong>ein Vogel seinem Echo.</strong><br />
<strong><em>War Nichts! War Eis! War tot!</em></strong><br />
<strong>Langsam füllt sich der Brunnen. </strong></p>
<p><strong>Der schnelle Gang des Mondes</strong><br />
<strong>läßt dich die Jahreszeiten verwechseln.</strong><br />
<strong>Und dann wieder steht alles still, Echos in der Luft,</strong><br />
<strong>Schatten und der Duft von Stein und Wasser.</strong></p>
<p>Was soll das heißen, verdammt noch mal? <em>Acht Sommer und Winter haben mir die Geduld in die Knochen gegossen</em>? Was soll denn das abseits von allen lyrischen Metaphern heißen? Das heißt doch in Wirklichkeit, dass ich nach meiner Scheidung von 1990 über acht Jahre in einer durchgehenden Depression gelebt habe, die sich 1998, als ich dieses Gedicht schrieb, endlich etwas zu lichten begann. Aber das war ja alles schon lange nach der Veröffentlichung meines ersten Romans. Über die Dauer der Depression, in der ich gelebt habe und aus der heraus ich den Roman <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1315885739&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em></a> schrieb, der in der ersten Fassung 1981 veröffentlicht wurde, mag ich hier gar nicht nachdenken. Es müssen ebenfalls viele Jahre gewesen sein.</p>
<p>Der entscheidende Punkt bei meinem Roman-Erstling war freilich, dass ich damals mit der Veröffentlichung auf eine Zeitsituation traf, in der sofort verstanden wurde, was diese <em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em> meinte. Wir lebten ja alle in der <em>&#8220;bleiernen Zeit&#8221;</em>, wie der Film von Margarethe von Trotta so treffend titelte. Die Mischung aus RAF-Hysterie und Konfrontation mit der Geschichte der Nazi-Väter war in jenen Tagen einzigartig. Der Film <em>&#8220;Die bleierne Zeit&#8221;</em> und mein Roman <em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em> erschienen beide im Jahre 1981; mein Buch im Frühjahr, von Trottas Film im Herbst.</p>
<p>Nun, wichtig wird sein, was ich daraus für die Zukunft folgere. Ich werde mich auf jeden Fall hinfort intensiv mit dem Thema Depression auseinandersetzen müssen. Dies einerseits natürlich auch ganz besonders deshalb, weil ich inzwischen mehrere depressive Autoren coache. Frau S. und Herr RH sind da keine Ausnahmen. Dann aber auch deshalb, weil es für mein eigenes weiteres Schreiben zwingend erforderlich ist.</p>
<p>Wenn man wie ich jetzt plötzlich/endlich begreift, dass man an einer Depression gelitten hat, dann liegt eine Menge Arbeit vor einem. Dies schon allein deshalb, weil ich es wie immer genau wissen will.</p>
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		<title>A Soup of Tomatoes</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 00:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage haben mir deutlich gezeigt, dass mich die Korrekturarbeiten an der Scan-Fassung des Romans &#8220;Seelenlähmung&#8221; völlig blockiert hatten. Tatsächlich hatte ich ja neben dieser Arbeit, mit der ich nach unserer Rückkehr aus den USA begann, kaum noch irgendetwas anderes geschrieben. Meine Blog-Einträge stagnierten ebenso wie meine eigenen Aufzeichnungen im Journal, das ja eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage haben mir deutlich gezeigt, dass mich die Korrekturarbeiten an der Scan-Fassung des Romans &#8220;Seelenlähmung&#8221; völlig blockiert hatten. Tatsächlich hatte ich ja neben dieser Arbeit, mit der ich nach unserer Rückkehr aus den USA begann, kaum noch irgendetwas anderes geschrieben. Meine Blog-Einträge stagnierten ebenso wie meine eigenen Aufzeichnungen im Journal, das ja eigentlich ein tägliches sein soll. Von sonstiger Prosaarbeit ganz zu schweigen. Und dann, als ich vor drei Tagen das durchgesehene Manuskript endlich an den Verlag geschickt und eine Viertelstunde später mit der Verlegerin telefoniert hatte, da löste sich das. Ich fuhr direkt danach zur Massage in die Stadt, hatte dabei eine wunderbare Idee für ein Geschenk, das ich am Tag drauf mit nach Dortmund nehmen wollte und verbrachte schon die Reisezeit, die am nächsten Morgen kurz nach 8 Uhr begann, mit dem Schreiben eines neuen Erzähltextes.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2155.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1853" title="IMG_2155" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2155-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Es ist die Story <em>&#8220;A Soup of Tomatoes&#8221;</em>, die mein erster Text für den von der Liebsten und mir gemeinsam geplanten Kurzgeschichtenband mit New York-Stories werden soll, dem wir den Arbeitstitel <em>&#8220;57 Street Station&#8221;</em> gegeben haben. J. hat mir letztens bereits den Anfang ihrer ersten Story für diesen Band vorgelesen. Mein erster Text, den ich jetzt begonnen habe, erzählt von der Begegnung mit dem Schwarzen, der gegen Mitternacht vor der berühmten LOVE-Skulpture von Robert Indiana auf der Sixt Avenue saß und, sich vor und zurück wiegend, fortwährend halblaut die folgenden zwei Zeilen sang:</p>
<p><strong><em>To masturbate is a destiny.</em></strong><br />
<strong><em> Do you like a soup of tomatoes?</em></strong></p>
<p>Es ist natürlich die Geschichte einer Enttäuschung, die umso größer ist, da die Heldin der Geschichte von ihrem ersten Besuch in New York einen ganz besonderen Eindruck erwartet hat.</p>
<p>Dass ich plötzlich wieder frei dafür war, diese Geschichte zu beginnen, noch dazu auf einer etwas anstrengenden Zugfahrt von fünf Stunden, die mit zwei Umsteigen verbunden waren, das hat mich sehr gefreut und gezeigt, welche Kräfte durch die Korrektur gebunden worden sind.</p>
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		<title>&#8220;Seelenlähmung&#8221; immer noch nicht fertig. Es wird eng.</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 00:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[01. September - Wiesbaden: bei Verdis "La forza del destino" unter Valery Gergiev. Eigentlich hätte ich mit der Durchsicht der Scan-Fassung der &#8220;Seelenlähmung&#8221; längst fertig sein müssen. Niemals ist mir die Korrektur eines Textes so schwer gefallen. Was umso problematischer ist, als die jetzige Fassung, die ich korrigiere, ja erst den Scan aus der früheren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>01. September - Wiesbaden: bei Verdis "La forza del destino" unter Valery Gergiev.</pre>
<p>Eigentlich hätte ich mit der Durchsicht der Scan-Fassung der &#8220;Seelenlähmung&#8221; längst fertig sein müssen. Niemals ist mir die Korrektur eines Textes so schwer gefallen. Was umso problematischer ist, als die jetzige Fassung, die ich korrigiere, ja erst den Scan aus der früheren Buch-Ausgabe betrifft. Danach muss dann der Satz erfolgen, den ich dann in den Fahnen nochmals korrigieren muss. Ich bin wahrhaftig mit dem Tempo einer Schnecke unterwegs.</p>
<p>Heute rief die Verlegerin an, die zum einen mitteilen wollte, dass nun endlich alle Verträge auf die Post gegangen seien &#8211; also sowohl die Verträge für Juttas dreifache Ausgabe der &#8220;Weißen Rose&#8221;, also den Roman, das Stück sowie den Dokumentenband mit den Interviews etc., die J. bei den Recherchen mit den Überlebenden aus dem Umkreis der &#8220;Weißen Rose&#8221; führte.  Und dann die Verträge für mich, den beiden Neuauflagen von &#8220;Seelenlähmung&#8221; und &#8220;Kinder der Bosheit&#8221; sowie dann für das nächste Jahr den neuen Roman &#8220;Das Herz des Hais&#8221; &#8211; sich dann aber freundlicherweise  meinen Problemen mit der Karpaltunnelsyndrom weit mehr widmete. Ich habe ihr versprochen, dass ich mit dem Text am jetzigen Wochenende fertig werden will, was sie naturgemäß begrüßte. Gebe Ganapati, dass ich das einhalten kann.</p>
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		<title>Kleine Kriecher</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 01:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[22. August 2011 - Wiesbaden: Bei Verdis "Aroldo" - mit Carol Vaness als Mina, groß! Wer hat das gesagt? Watt, Molloy, Malone, der Namenlose? Ich weiß es nicht mehr. Beckett zuletzt gelesen habe ich sicher vor mehr als 25 Jahren. Aber er hat natürlich recht, wenn er eine seiner unvergleichlichen Figuren dieses &#8220;Ich bin  nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>22. August 2011 - Wiesbaden: Bei Verdis "Aroldo" - mit Carol Vaness als Mina, groß!</pre>
<p>Wer hat das gesagt? Watt, Molloy, Malone, der Namenlose? Ich weiß es nicht mehr. Beckett zuletzt gelesen habe ich sicher vor mehr als 25 Jahren. Aber er hat natürlich recht, wenn er eine seiner unvergleichlichen Figuren dieses <em>&#8220;Ich bin  nur ein kleiner Kriecher &#8230;&#8221;</em> sagen lässt. Aber im Facebook-Zeitalter kann das niemand mehr zugeben. Selbst Leute, die nur von den verquälten Pupsen ihrer Pudel zu berichten haben, behaupten das genaue Gegenteil. Sei es.</p>
<p>Meine Arbeit geht aber in der Tat nur kriechermäßig voran. Erst gestern am Sonntag war ich endlich mit der Lektüre der alten Romanfassung der &#8220;Seelenlähmung&#8221; durch, die ich nach der Rückkehr aus New York begonnen hatte.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/seelen11-180x3002.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1834" title="seelen11-180x300" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/seelen11-180x3002.jpg" alt="" width="180" height="300" /></a></p>
<p>Und das bei läppischen 225 Seiten. Also habe ich mir erst ab heute die Korrektur der Scan-Fassung vorsetzen können und bin jetzt, da ich sie für den Tag beende, auf Seite 28 angekommen. Was aber freilich nicht heißt, dass ich mich den ganzen Tag über diesem Text widmen konnte. Es waren ein paar Stunden am Morgen sowie dann am späten Abend. Dazwischen lagen jeweils längere Telefonate mit der Verlegerin sowie der PR-Repräsentantin des Verlages, um sowohl die zurückliegende Veröffentlichung von <em>&#8220;Calvinos Hotel&#8221;</em>, als eben auch die bevorstehende Neuveröffentlichung von <em>&#8220;Seelenlähmung</em>&#8221; vorzubesprechen. Dann bis zum Abend meine Coachings. Und danach ein längeres Telefonat mit der Liebsten, die in Stuttgart gerade an der Inszenierung von <em>&#8220;Die Schwestern Brontë &#8211; Von der Kunst durch Wände zu gehen</em>&#8221; arbeitet.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/bronte_probe5_300.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1835" title="bronte_probe5_300" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/bronte_probe5_300-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p>Ich hoffe sehr, dass ich bis zum bevorstehenden Monatsende endlich auch mit der Durchsicht der Scan-Fassung meines Roman-Erstling fertig sein werde, denn erst danach kann er gesetzt werden und muss dann von mir nochmals in den Fahnen korrigiert werden. Ich will mir nicht sagen lassen, dass das Buch nicht rechtzeitig zur Herbstmesse fertig sein konnte, weil ich die Korrekturen nicht gemacht habe.</p>
<p>Musikalisch waren die Tage seit unserer Rückkehr aus den USA allerdings überaus interessant. Habe z.B. noch nie so konzentriert Wagner gehört. Zwei verschiedene Ring-Einspielungen sowie das Wagner-Recital von Pape. Und außerdem eine ganz wunderbare Aufnahme von Brittens <em>&#8220;Peter Grimes&#8221;</em>. Aber dazu in einem eigenen Eintrag.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kreatives Schreiben: Interview auf Radio Rheinwelle</title>
		<link>http://www.peter-gogolin.de/2011/08/kreatives-schreiben-interview-auf-radio-rheinwelle/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 00:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von 15:00 bis 17:00 Uhr wird morgen am 16. August 2011 auf Radio Rheinwelle &#8211; dem nichtkommerziellen Sender für Wiesbaden, Mainz und Umgebung &#8211; in der Reihe eXperimenta ein Live-Interview mit mir zum Thema &#8216;Kreatives Schreiben und Coaching&#8217; zu hören sein, das Rüdiger Heins führen wird. Heins ist Begründer von INKAS &#8211; des INstituts für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von 15:00 bis 17:00 Uhr wird morgen am 16. August 2011 auf Radio Rheinwelle &#8211; dem nichtkommerziellen Sender für Wiesbaden, Mainz und Umgebung &#8211; in der Reihe <em>eXperimenta</em> ein Live-Interview mit mir zum Thema &#8216;Kreatives Schreiben und Coaching&#8217; zu hören sein, das Rüdiger Heins führen wird.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/rrw_logo75.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1828" title="rrw_logo75" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/rrw_logo75.png" alt="" width="169" height="100" /></a></p>
<p>Heins ist Begründer von INKAS &#8211; des INstituts für KreAtives Schreiben in Bingen am Rhein &#8211; und ist regelmäßig mit dem Radio Magazin <em>eXperimenta</em> auf Radio Rheinwelle on air. Als weitaus umpfangreichere Druckausgabe kann das Radio Magazin eXperimenta übrigens auch über die Webseite von INKAS runtergeladen werden.</p>
<p>Ich bin schon gespannt auf das Gespräch mit Rüdiger Heins. Die Sendung ist zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz, über Kabel auf 99,85 und 102,7 Mhz, sowie direkt über die Webseite des Senders www.radio-rheinwelle.de</p>
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		<title>Korrektur der &#8220;Seelenlähmung&#8221; zieht sich hin</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[14. August - Wiesbaden - bei Verdi: Simone Boccanegra, mit Leo Nucci + Kiri Te Kanawa Dass mir der Verlag die gescannte Textfassung meines Romans &#8220;Seelenlähmung&#8221; , der zur bevorstehenden Herbstmesse neu aufgelegt erscheinen wird, Mitte Juli ausgerechnet wenige Tage vor unserer Atlantik-Überquerung mit der Queen Mary 2 zur Korrektur zuschickte, war natürlich ein Problem, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>14. August - Wiesbaden - bei Verdi: Simone Boccanegra, mit Leo Nucci + Kiri Te Kanawa</pre>
<p>Dass mir der Verlag die gescannte Textfassung meines Romans <a href="http://www.amazon.de/Seelenl%C3%A4hmung-Roman-Peter-H-Gogolin/dp/3940274429/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1313359206&amp;sr=1-1" target="_blank"><em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em></a> , der zur bevorstehenden Herbstmesse neu aufgelegt erscheinen wird, Mitte Juli ausgerechnet wenige Tage vor unserer Atlantik-Überquerung mit der Queen Mary 2 zur Korrektur zuschickte, war natürlich ein Problem, das allerdings während der sich anschließenden Telefonate sofort in einem <em>&#8220;macht überhaupt nichts, wir haben endlos Zeit&#8221; </em>etc. ertränkt wurde.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/seelen11-180x3001.jpg"></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/Seelenlaehmung1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1819" title="Seelenlaehmung" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/Seelenlaehmung1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Ich war sogar noch bereit gewesen, die übersandte Scanfassung des Romans, da sie sowieso auf dem Computer korrigiert werden muss, auf einen Laptop zu laden, um dann möglicherweise an Bord daran jeden Tag einige Stunden zu arbeiten, aber die Liebste machte mir schnell klar, dass ich das nur auf die Gefahr hin tun könne, unsere Beziehung stark zu gefährden, sodass ich dem Verlag völlig haltlos versprach, das  Manuskript <em>&#8216;sofort&#8217;</em> nach unserer Rückkehr aus New York durchzusehen. Dazu fühlte ich mich verpflichtet, da es sich ja noch längst nicht um eine Fahnenkorrektur handelt. Das jetzt existierende Manuskript ist das Ergebnis eines notwendig fehlerhaften Scans der Originalausgabe des Romans, der ursprünglich bei Kiepenheuer &amp; Witsch erschienen ist. Der Verlag hat diesen Scan schon mehrfach einer Korrektur unterzogen, doch sind letztlich noch hunderte von Fehlern darin. Man muss sich das einfach mal vorstellen. Das Scannen eines Textes und der Einsatz einer Software zur Texterkennung leistet natürlich viel, doch wenn man sich eine Software vorstellt, die ihre Arbeit zu 99% richtig macht, was großartig wäre, dann bedeutet das, dass in einem gescannten Text immer noch 1% Fehler enthalten sind. Und das sind bei einem Text mit einer Länge von 500 000 Zeichen immer noch 5000 Fehler, die man erstmal finden, sprich <em>&#8216;sehen&#8217;</em> und dann entfernen muss.</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass so ein Scan eines Textes nicht nur Fehler produziert sondern auch wesentliche Texteigenschaften einfach löscht, also schlicht verschwinden lässt, was von einem Lektor in der Regel gar nicht erkannt werden kann. Hat der Autor z.B. irgendwo etwas <em>kursiv</em> geschrieben, die Texterkennung tilgt das, und man kann froh sein, wenn sie den Buchstaben überhaupt erkannt hat; dass er nun <strong>recte</strong> da steht, das nimmt man in Kauf, zumal es auch nur der Autor selbst erkennen würde. Aber was macht man bei einem Text wie meinem Roman &#8220;Seelenlähmung&#8221;, der wie ein Kaleidoskop viele verschiedene Textebenen ständig mit- und gegeneinander verschiebt, von denen viele eben auch <em>kursiv</em> gesetzt sind, um den Leser zu orientieren? Von anderen Texteigentümlichkeiten ganz zu schweigen. Es ist eine Katastrophe.</p>
<p>Oder sagen wir es sanfter, es ist schlicht eine Heidenarbeit, die höchste Konzentration erfordert. Damit wollte ich strikt nach unseren sieben Tagen auf dem Atlantik und den sich anschließenden sieben Tagen in New York beginnen. Als wir dann in den Morgenstunden des 3. August in Frankfurt landeten, da war davon gar nicht zu reden. Und damit meine ich nicht mal den tagelangen Jet-Lag, die vom täglich mindestens zehn Stunden durch die Stadt laufen kaputten Füße, nicht die im Flur stehenden Koffer mit der Schmutzwäsche, nicht den leeren Kühlschrank usw. sondern all das, was auf uns gewartet hatte. Von den Anrufen auf dem AB über die Postberge, die die Schwiegermutter pflichtbewusst in der Küche aufgehäuft hatte, und dann natürlich unsere Terminkalender mit den dafür erforderlichen Vorbereitungsarbeiten.</p>
<p>Nimmt man es genau, so beginne ich daraus erst heute aufzutauchen, da die Liebste wieder nach Stuttgart abgefahren ist, wo sie die nächsten sieben Wochen &#8211; obwohl sie zwischendurch nochmals für &#8212; <em>&#8220;Der Name der Rose&#8221;</em> zur Wiederaufnahme nach Naumburg muss &#8211; mit der Produktion ihres Stückes über die Schwestern Bronte beschäftigt sein wird. Bei mir sind noch der Montag und der Dienstag der kommenden Woche recht dicht, da ich abgesehen von den Coachings, die ich umlegen musste, am Nachmittag des Dienstag auch noch zu einem Radio-Interview in den Norden Wiesbadens zum Sender <em>&#8216;Radio Rheinwelle&#8217;</em> fahren muss, wohin mich Rüdiger Heins, der Gründer und Leiter des INKAS  Institutes – Institut für Kreatives Schreiben im Netzwerk für alternative Medien und Kulturarbeit e. V. .- eingeladen hat. Unser Interview über das Thema <em>&#8220;Coaching und kreatives Schreiben&#8221;</em> können Sie am Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr live auf UKW 92,5 Mhz, sowie über Kabel auf 99.85 Mhz hören. Natürlich auch bundesweit als &#8216;radio on air&#8217; über die Webseite des Senders www.radio-rheinwelle.de .</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/seelen12.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1821" title="seelen1" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/seelen12-180x300.jpg" alt="" width="180" height="300" /></a></p>
<p>Die Korrektur der Scan-Fassung des Seelenlähmung-Manuskriptes wird allerdings auch danach noch nicht wirklich beginnen können, da mir inzwischen aufgefallen ist, dass ich das Buch in der Originalfassung erst nochmals vollständig werde lesen müssen, bevor ich mich an die Korrektur der Neuausgabe mache. Als mir dies klar wurde und ich mit der Lektüre der alten Buchfassung begann, da fiel mir sofort auf, dass ich unabhängig vom Scan auch die alte Textfassug sofort korrigieren wollte. In der Erstausgabe (um nur ein einziges Beispiel zu nennen) schrieb ich zum Beispiel <em>&#8220;invertiert&#8221;</em>, wo ich heute natürlich ohne zu zögern <em>&#8220;schwul&#8221;</em> schreiben würde.</p>
<p>Kurz, der Autor, der die <em>&#8220;Seelenlähmung&#8221;</em> ursprünglich schrieb, kommt mir bei der Lektüre nach all den Jahren in einigen entscheidenden Punkten recht fremd vor.  So sitze ich nun, mit einer alten Bibliotheksausgabe meines Romans <em> </em>in Händen, die über und über mit Plastik beklebt ist und von Buchlaufzetteln und Stempeln der <em>&#8216;Landeshauptstadt Stuttgart&#8217;</em> und Vermerken wie <em>&#8216;AUSGESCHIEDEN&#8217;</em> verunziert wird, und versuche mich diesem Fremdling anzunähern.</p>
<p>Im Grunde stört es mich massiv, dass ich mich gegenwärtig damit noch befassen muss, denn ich möchte längst viel weiter sein und mich z.B. mit den <em>&#8216;Konzessionen des Herzens&#8217;</em> beschäftigen. Aber abgesehen von den Einstiegskapiteln vom Jahresanfang habe ich mich mit diesem neuen Buch gar nicht mehr befassen können. Was für ein Elend! Ich weiß, dass es vermutlich das letzte große für mich wichtige Buchprojekt ist, und die Arbeit daran liegt seit Monaten brach. Aber ich habe der Neuauflage zugestimmt, weil das Buch gemeinsam mit &#8220;Kinder der Bosheit&#8221; und dem im Frühjahr erschienenen Roman &#8220;Calvinos Hotel&#8221; eine Trilogie bildet. Also muss ich mich dieser Korrektur unterziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Der Name der Rose&#8221; &#8211; ganz großes Kino!</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 12:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[13. Juni - Wiesbaden - bei Mozart: Cosi fan tutte - Seit dem gestrigen Abend sind wir aus Naumburg zurück, wo am Samstag die Premiere von &#62;&#62;&#62;&#62;   &#8220;Der Name der Rose&#8221; und gestern dann, wie wir inzwischen wissen, auch die 2. Vorstellung mit großem Erfolg beim Publikum angekommen sind. Beide Aufführungen waren mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>13. Juni - Wiesbaden - bei Mozart: Cosi fan tutte -</pre>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1646.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1769" title="IMG_1646" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1646-224x300.jpg" alt="Die Intendantin freut sich" width="224" height="300" /></a><img class="aligncenter size-medium wp-image-1766" title="IMG_1643" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1643-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1651.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1767" title="IMG_1651" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1651-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1645.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1771" title="IMG_1645" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1645-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Seit dem gestrigen Abend sind wir aus Naumburg zurück, wo am Samstag die Premiere von <a href="http://www.theater-naumburg.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;   &#8220;Der Name der Rose&#8221;</a> und gestern dann, wie wir inzwischen wissen, auch die 2. Vorstellung mit großem Erfolg beim Publikum angekommen sind. Beide Aufführungen waren mehr als ausverkauft (jeweils 110 Besucher bei eigentlich nur 100 Plätzen). Der Applaus dauerte fast eine Viertelstunde, wobei die Zuschauer die letzten Minuten hindurch sogar aufstanden und im Stehen klatschten. Eine große Ehre für die Schauspieler, die Regie und das ganze Team, vor allem aber auch für <a href="http://www.ab-stagedesign.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  Andreas Becker</a>, der für das grandiose Bühnenbild gesorgt, sowie die Masken und die faszinierenden Puppen des Inquisitors und des Jorge von Burgos gebaut hatte, was alles gemeinsam aus der Inszenierung von Jutta Schubert wirklich ganz großes Kino machte. Für alle nachfolgenden Fotos von der Aufführung liegen die Rechte bei Andreas Becker. Mit einem Klick auf  jeweilige Bild gelangen Sie ins größere Format.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_21961.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1781" title="IMG_2196" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_21961-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_22321.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1782" title="IMG_2232" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_22321-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2261.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1783" title="IMG_2261" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2261-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2361.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1784" title="IMG_2361" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2361-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Die Masken und die Puppen waren überaus sehenswert und vermittelten den Zuschauern der Inszenierung über das dramatische Spiel der Schauspieler hinaus einen bleibenden Eindruck, der während der Premiere oftmals zu direkten Reaktionen bei den einzelnen Auftritten Anlass gaben.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2370.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1789" title="IMG_2370" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2370-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2393.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1790" title="IMG_2393" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2393-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2404.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1791" title="IMG_2404" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2404-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2497.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1792" title="IMG_2497" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_2497-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><br />
Ich denke, die Fotos vermitteln viel von dieser ungewöhnlichen Inszenierung von Ecos &#8220;Der Name der Rose&#8221;. Ganz besonders gilt dies aber sicher für die beiden lebensgroßen Figuren, die den blinden Bibliothekar Jorge von Burgos, dessen Machenschaften um das zweite Buch der Aristotelischen Poetik letztlich für alle Todesfälle in der mittelalterlichen Abtei verantwortlich sind, sowie den päpstlichen Inquisitor darstellen.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_18101.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1794" title="IMG_1810" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_18101-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_17091.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1795" title="IMG_1709" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_17091-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><br />
Ein beeindruckendes Stück Sommertheater im Naumburger Marientor.  <a href="http://www.schubert-jutta.de/index.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  Jutta Schuberts</a> Regie hat diese spannende Theateraufführung um Tod und Teufelsglaube, Wahrheit und Liebe sehr schön vielschichtig und temporeich in Szene gesetzt. Die nächsten Aufführungstermine finden Sie hier:</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_16401.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1798" title="IMG_1640" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_16401-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Für J. heißt es nun nach 7 Wochen Probenarbeit aber erstmal ganz profan zu Hause ankommen, Taschen und Koffer auspacken, unentwegt Wäsche waschen, die aufgelaufene Post durchsehen, telefonieren, am Computer jede Menge liegengebliebene Arbeiten erledigen und innerhalb kürzester Zeit die nächste Probenphase vorbereiten, denn in wenigen Tagen geht es schon wieder nach Stuttgart. Aber jetzt werde ich erstmal für sie kochen, vielleicht hilft das etwas, um den Stress abzubauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Klopstock, Herbst und Verdi</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 01:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[10. Juni - Wiesbaden - Verdi: Stiffelio Nach der Pause bei meiner Durchmusterung der Verdi-Opern bin ich nun doch wieder etwas weiter gekommen. Gestern &#8220;Luisa Miller&#8221; und heute der &#8220;Stiffelio&#8221;. Schaut man den &#8220;Stiffelio&#8221; inhaltlich an, so handelt es sich im Grunde um ein ziemlich krudes Werk, in dem die Figuren einer protestantischen Sekte angehören [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>10. Juni - Wiesbaden - Verdi: Stiffelio</pre>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1630.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1743" title="IMG_1630" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1630-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Nach der Pause bei meiner Durchmusterung der Verdi-Opern bin ich nun doch wieder etwas weiter gekommen. Gestern<em> &#8220;Luisa Miller&#8221; </em>und heute der <em>&#8220;Stiffelio&#8221;.</em> Schaut man den <em>&#8220;Stiffelio&#8221;</em> inhaltlich an, so handelt es sich im Grunde um ein ziemlich krudes Werk, in dem die Figuren einer protestantischen Sekte angehören und das in so vielen Opern so typische Verwirrspiel eine überbordende Rolle spielt. Wenn ich bosartig wäre, so würde ich sagen, eigentlich kann man das Werk vergessen, da es auch musikalisch kaum zu den wirklich großen Würfen Verdis gehört. Und dies, obwohl in meiner Einspielung José Carreras einen grandiosen Stiffelio gibt und auch seine Frau Lina mit Sylvia Sass sehr gut besetzt ist.</p>
<p>Einen gewissen anekdotischen Wert hat die Oper vielleicht für Literatur-Freaks, denn es spielt ein Buch eine entscheidende Rolle in dieser Oper. Es ist erstaunlicher Weise <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Gottlieb_Klopstock" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  Klopstocks</a> <em>&#8220;Messias&#8221;</em>, in dem ein Brief versteckt wird. Nun könnte man ja in jedem beliebigen Buch einen Brief verstecken, wenn es nur um das Verstecken ginge. Warum also gerade im Messias? Einem Werk, das Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland erschien, ziemlich genau ein ganzes Jahrhundert vor der Uraufführung des <em>&#8220;Stiffelio&#8221;</em> in Triest im November 1850. Obwohl ich darüber zumindest in meinem kleinen Handbuch zu allen Opern Verdis von Bagnoli nichts finde, so denke ich, dass der Bezug durch den religiösen Hintergrund hergestellt wurde. Nicht nur ist der &#8220;Messias&#8221; natürlich ein geistlich-religiöses Werk, Klopstock wuchs vor allem auch in einer pietistischen Familie auf und bildet damit so etwas wie das natürliche Vorbild für die protestantische Sekte unter Führung Stiffelios. Das Libretto stammt von Francesco Maria Piave. Letztlich wird es Piave gewesen sein, der Verdi von diesem Stoff überzeugte.</p>
<p>Nimmt man alle Äußerlichkeiten von der Story weg, so kommt man an den Kern der Handlung und findet eine uralte Thematik. Sie dreht sich um den Ehebruch Linas, der Frau des Stiffelio. Entscheidend ist dabei, wenn man alle Winkelzüge in Abzug bringt, mit denen die Oper die Handlung verschleiert und den Weg zur Lösung des Konfliktes verlängert und der Übersichtlichkeit beraubt, dass Stiffelio seiner Frau Lina am Ende verzeiht. Das ist der Punkt, an dem diese Oper, die am 16. November 1850 im Teatro Grande in Triest Premiere hatte, modern ist, auch heute noch, zumal in Italien.</p>
<p>Schon allein, dass man auch einer Frau zubilligt, die Ehe zu brechen, spricht 1850 von einer entschieden emanzipatorischen Haltung. Und dass sie &#8211; schaut man auf das Ende &#8211; damit sogar durchkommt und ihr verziehen wird, in einer Zeit, da das Verstoßen und Töten ehebrecherischer Frauen keine Begründung gebraucht hätte, das ist eine fast unerhörte Botschaft.</p>
<p>Insofern ist auch die protestantisch pietistische Sekte, die Piave für das Setting nutzt, nur Kulisse. In Wahrheit meinen er und Verdi die bigotte katholische Sexualmoral, für die das sektirerische Gehabe aus dem deutschen Norden Quedlinburgs nur eine höchst passende Verkleidung war, um den eigenen Landsleuten den Spiegel vorzuhalten.</p>
<p>Also am Ende doch ein lautstarkes  &#8220;Bravo!&#8221; von mir für Verdi und seinen Librettisten. Man muss nur etwas genauer hinschauen. Übrigens wurde ursprünglich in der Besetzung die Rolle der Lina als erste genannt, nicht Stiffelio, dessen Name die Oper ja als Titel trägt. In der Uraufführung wurde sie von Marietta Gazzaniga-Malaspina gesungen. Jens Malte Fischer führt sie in seinem epochalen Werk <em>&#8220;Große Stimmen&#8221;</em> leider nicht auf. Er beginnt erst mit Caruso, also nahe am Beginn des 20. Jahrhunderts, davor wissen wir über die Sänger traurigerweise wenig.</p>
<p>Dabei ist der Name Gazzaniga ja durchaus nicht unbekannt. Giuseppe Gazzaniga (1743-1818) hat immerhin einen <em>&#8220;Don Giovanni&#8221; </em>geschrieben, der am 5. Februar 1787 in Venedig uraufgeführt wurde. Im gleichen Jahr, aber über acht Monate <em>vor</em> Mozarts Uraufführung seines <em>&#8220;Don Giovanni&#8221;</em> in Prag. Nun, der Stoff wurde damals recht häufig vertont. Und die verdächtige Ähnlichkeit zwischen Mozarts Fassung und gewissen Partien in C.W. Glucks &#8220;<em>Don Juan, ou Le festin de Pierre&#8221;</em>, die über ein Vierteljahrhundert vorher, bereits im Oktober 1761 in Wien uraufgeführt worden war, ist verbürgt. Was allerdings nichts daran ändert, dass Mozarts Opernfassung in allen Fällen die bessere ist. Aber machen Sie sich mal den Spaß und hören Sie sich Gazzanigas<em> &#8220;Don Giovanni, o sia Il Convitato die Pietra&#8221; </em>an<em>. </em>Und lassen Sie sich nicht von dem umständichen Titel stören. Auch Mozarts Oper heißt in Wirklichkeit vollständig &#8220;<strong>Il dissoluto punito ossia il Don Giovanni</strong>&#8221; („Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni“). Für Gazzaniga war sein <em>&#8220;Don Giovanni&#8221;</em> übrigens schon die 37. Oper, insgesamt schrieb er fünfzig.</p>
<p>Zurück zu Verdi und Klopstock. Es gibt nämlich nicht nur diese Verbindung zwischen Klopstock und Verdi. Eine zumindest ebenso wichtige Verbindung gibt es von Klopstock zu Alban Nikolai Herbst, dessen Lesung der <a href="http://www.elfenbein-verlag.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  &#8220;Bamberger Elegien &#8211; Das bleibende Thier&#8221;</a> ich am gestrigen Abend im Hessischen Literaturforum im Frankfurter Mousonturm hören konnte.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1633.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1744" title="IMG_1633" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/IMG_1633-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><br />
Wollte man es ganz kurz auf den Punkt bringen, so müsste man sagen, Alban Herbst las in Frankfurt Elegien vor. Elegien sind eine literarische Form, die von den Griechen stammt und üblicherweise aus Distichen besteht, das meint eine Abfolge aus Pentametern und Hexametern. Herbst bedient sich vor allem des Hexameters. Und jetzt sind wir endlich wieder bei Klopstock &#8211; sorry, boys and girls, historische Hintergründe reichen immer etwas tiefer, als die Begründungen, warum man Pommes rot/weiß oder Döner essen sollte/könnte &#8211; denn, das ist der entscheidende Punkt, Klopstock war der erste, der in der deutschen Literatur den Hexameter benutzte; eben für die Niederschrift des <em>&#8220;Messias&#8221;</em>, von dem oben die Rede ist.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/220px-Friedrich_Gottlieb_Klopstock_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1745" title="220px-Friedrich_Gottlieb_Klopstock_1" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/220px-Friedrich_Gottlieb_Klopstock_1.jpg" alt="" width="220" height="257" /></a></p>
<p>Seither, seit Klopstock, spricht man auch vom &#8216;deutschen Hexameter&#8217;. Und dieser Friedrich Gottlieb Klopstock, der in Hamburg bei der Christianskirche begraben liegt,  tat noch etwas, durch das er gewissermaßen auf umgekehrte Weise mit den Elegien des Alban Nikolai Herbst verbunden ist. Herbst hatte sich nämlich 2006 während eines Stipendien-Aufenthaltes in der Bamberger Villa Concordia vorgenommen, sich für den Epilog seines Abschlussbandes der <em>&#8220;Anderswelt-Trilogie&#8221;</em> des Hexameters zu bedienen. Das sollte freilich gar nicht erkennbar sein und deshalb wie Prosa gesetzt werden. Nur für die seiner Leser, die von allein den sprachlichen Rhythmus seiner Sätze zu erkennen vermöchten, würde der Hexameter sich offenbaren. Und da Herbst seine &#8220;Fingerfertigkeit&#8221; in Sachen Hexameter nicht für ausreichend groß hielt, so begann er während seines Aufenthaltes in der Villa Concordia eben dies zu üben. &#8220;Am Ende habe ich gar nichts anderes mehr getan.&#8221; Letztlich benötigte er viereinhalb Jahre, um die 13 Elegien des Bandes <em>&#8220;Das bleibende Thier&#8221;</em> niederzuschreiben. Und gesetzt hat er den Text tatsächlich so, als sei es Prosa. Bei Klopstock war es umgekehrt. Der hatte seinen <em>&#8220;Messias&#8221;</em> nämlich ursprünglich in Posa schreiben wollen und wechselte erst später zu den Hexametern der endgültigen Fassung.</p>
<p>Ach ja, am Anfang dieses Textes steht das seltsame Bild mit der mathematischen Klassenarbeit, für die ein Schüler eindeutig ein &#8216;mangelhaft&#8217; bekommen hat. Ich fand dies Blatt gestern auf meiner Fahrt zum Wiesbadener Hauptbahnhof im Bus und klemmte es hinter den Rahmen des Werbeplakats, um es zu fotografieren. Es ist eindeutig, dass niemand diesem Kind mal verständlich erklärt hat, wie diese einfachen Gleichungen zu lösen sind. Wofür werden Lehrer eigentlich bezahlt?</p>
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		<title>Name der Rose + die Bamberger Elegien</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 01:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[09. Juni - Wiesbaden - Gounod: Romeo &#38; Juliette Ganz erstaunlich, ich finde meine gelinde Abneigung gegen die französisches Oper leider wieder bestätigt. Gounods &#8216;Romeo &#38; Juliette&#8217; ist eine seltsame Mischung aus Gefälligkeit, Undramatik und sprachlichem Wohlklang. Gerade höre ich den Kampf zwischen Romeo und Tybalt, bei dem Tybalt stirbt. Das ist ja wahrlich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>09. Juni - Wiesbaden - Gounod: Romeo &amp; Juliette</pre>
<p>Ganz erstaunlich, ich finde meine gelinde Abneigung gegen die französisches Oper leider wieder bestätigt. Gounods <em>&#8216;Romeo &amp; Juliette&#8217;</em> ist eine seltsame Mischung aus Gefälligkeit, Undramatik und sprachlichem Wohlklang. Gerade höre ich den Kampf zwischen Romeo und Tybalt, bei dem Tybalt stirbt. Das ist ja wahrlich eine der Schlüsselszenen und an Dramatik kaum zu überbieten, aber was Gounod daraus gemacht hat, das kann man nur als behäbig bezeichnen. Schade. Ich werde mir das zwar trotzdem bis zum Ende anhören, aber es wird wohl nicht besser werden.</p>
<p>Bei Hoffmans Erzählungen, um eine andere französischsprachige Oper zu nennen, geht es mir selbstverständlich ganz anders, das ist eine meine Lieblinge, und ich bedaure es nach Jahren immer noch, dass ich <a href="http://www.andreas-baesler.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  Andreas Baeslers </a>Inszenierung in Hamburg leider nicht habe sehen können. Auf seiner Webseite gibt es  auch keine Bilder mehr dazu, sonst hätte ich damit gern an diese Inszenierung erinnert.</p>
<p>Stattdessen, da ich ja gesucht habe, fand ich in meinem musikalischen Bildarchiv das nachfolgende Foto, das ich wegen der Anweisung des Komponisten <strong>&#8220;Continue in tempo &#8211; ignoring conductor&#8221; </strong> aufbewahrt habe. Natürlich ist das auch ein Witz, aber andererseits muss man die Tragik empfinden können, die darin liegt, wenn der Komponist schon voraussieht, welche Fehler die Dirigenten unweigerlich machen werden. Sodass er dem bereits in der Partitur mit solchen Hinweisen zu begegnen versucht.</p>
<p><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/ignore_conductor.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1725" title="ignore_conductor" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/ignore_conductor-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Den größten Teil des Tages arbeitete ich am Lektorat eines Manuskriptes, das mich nur langsam vorwärts kommen ließ. Es gibt solch zähe Texte. Ich hoffe trotzdem, ihn in den nächsten Tagen abschließen und an den Autor retournieren zu können.</p>
<p>Inzwischen ist für den Samstag meine Fahrt nach Naumburg gebucht, sodass ich also mit fast einer Woche Verspätung zur <a href="http://www.theater-naumburg.de/dernamederrose.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;   Premiere von &#8220;Der Name der Rose&#8221;</a> zurück komme. Es kennzeichnet mein Gefühl dieser kleinen Stadt gegenüber, das ich in den zwei Woche ab dem 14. Mai entwicket habe, in denen ich dort im <a href="http://www.nietzsche-dokumentationszentrum-naumburg.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  Nietzsche Dokumentationszentrum</a> an meinen Recherchen arbeitete, in Rafaels kleinem Café am Holzmarkt zwischendurch meinen Milchkaffee trank oder abends nach Arbeitsschluss auch mal das großartige &#8216;Kellerbier&#8217;.</p>
<h5><a href="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/101103_Bau_NDZ.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1728" title="101103_Bau_NDZ" src="http://www.peter-gogolin.de/wp-content/uploads/101103_Bau_NDZ-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a> Das Nietzsche Dokumentationszentrum in Naumburg</h5>
<p>Im Grunde ist es das erste Mal überhaupt, dass ich sagen kann, ich habe einer Stadt gegenüber sowas wie eine sentimentale Empfindung. Und in der Tat habe ich ja bereits seit dem vergangenen Sonntag wieder dort sein wollen, was die Arbeit hier aber verhindert hat.</p>
<p>Ich habe in der Nacht, nach dem Telefonat gegen 00:30 noch die Premiere der Liebsten von <a href="http://www.theater-naumburg.de/dernamederrose.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  <em>&#8220;Der Name der Rose&#8221;</em></a> auf Facebook als Veranstaltung eingestellt, mit allen Spielterminen bis in den September hinein. Und wie immer bei diesen Einladungen hat es bereits die ersten Absagen gegeben. Auch von Andreas übrigens, der selbst Proben hat.</p>
<p>Zuvor werde ich am Donenrstag nach Frankfurt fahren, wo Alban Nikolai Herbst im Mouson Turm aus seinen <a href="http://www.amazon.de/Das-bleibende-Thier-Bamberger-Elegien/dp/3941184105/ref=sr_1_2?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1307585985&amp;sr=1-2" target="_blank">&gt;&gt;&gt;&gt;  <em>&#8216;Bamberger Elegien&#8217;</em> </a> lesen wird. Ich habe meine Fahrt dorthin trotz meines höchst engen Arbeitsplanes zugesagt, da ich ihn unbedingt einmal selbst aus den Elegien lesen hören möchte. Ich hatte ja auf meiner Rückfahrt von Naumburg nach Wiesbaden in meiner eigenen stundenlangen Lesung das Erlebnis, dass der Text in meinem Kopf höchst geschmeidig zu laufen begann und gar nicht mehr aufhören wollte, sodass ich mich anstrengen musste, ihn vollständig in einem Rutsch beenden zu können, bevor ich in Frankfurt ankam und nach der SBahn laufen musste. Der Ton in meinem Kopf ist noch immer da. Mal sehen, wie der Autor klingt. Aber falls sich das irgendwie despektierlich anhören sollte, so sei angefügt, dass ich es keinesfalls so meine.</p>
<p>Ich halte Alban Nikolai Herbst 13 Bamberger Elegien <em>&#8220;Das bleibende Thier&#8221;</em> vielmehr für das einzige Stück absoluter Literatur, das es bisher im 21. Jahrhundert überhaupt gibt. Vielleicht muss ich ihm das mal sagen. Es wird ja, verdammt noch mal, bei dieser Situation auf dem versifften literarischen Markt, so viele andere Beispiele absoluter Literatur nicht mehr geben, wenn überhaupt; also sollte man vor dem einzigen Kollegen, der das versucht und geleistet hat, zumindest im Vorübergehen eine Verbeugung machen.</p>
<p>Und dies auch ganz bewusst im Gegensatz zum allgemeinen Betrieb, ja, deshalb überhaupt. Aber es soll uns nicht rühren. Wir leben nun mal in der Zeit, in der wir leben, in einer Zeit, da die Leser von Vampir-Romanen überflutet werden und Nachrichten aus den Feuchtgebieten so lüsternd erwarten, dass sogar über 80jährige männliche Lodenträger, die sonst nur das monatliche Jagdmagazin durchblättern, unbedingt kaufen wollen, um zu sehen, was unter dem Höschen von Frau Roche zu finden ist. Da ist natürlich nichts, aber die Narren schauen trotzdem nach, was bleibt ihnen denn sonst, außer dieser Enttäuschung bei der einzigen Begegnung mit der Literatur, die sie seit Jahrzehnten versucht haben. Verstehen Sie mich Recht, bitte, ich polemisiere hier nicht. Ich referiere in Wirklichkeit ganz schnöde Dinge, die ich selbst erlebt habe. Ich kenne den alten Kerl, der sich aus diesen und ähnlichen Gründen die &#8220;Feuchtgebiete&#8221; gekauft hat. Er erzählte mir davon, als er mich in seinem Mercedes zu seiner Villa am Stadtrand von Wiesbaden fuhr, um mir den Auftrag für die Lektorierung seiner Memoiren zu übertragen; er war adelig, da hält man das für unabdingbar.</p>
<p>Aber egal! Die Wahrheit ist, dass dieser Mann mit seiner sauerkrautartigen Prosa, die er als Autobiographie bezeichnet, zumindest noch eine große Besprechung mit Bild in Zeitungen wie dem Wiesbadener Tagblatt oder im Kurier bekommen würde. Er braucht bloß in der Redaktion anzurufen. Sogar ein Interview wird man ihm gönnen. Überhaupt kein Problem.</p>
<p>Aber Alban Nikolai Herbst wird für seine 13 Bamberger Elegien nichts bekommen. Keine einzige Besprechung. Man wird ihn totschweigen, wie man zu seiner Zeit Stefan Mallarmé totgeschwiegen hat. Warum? Na, ganz einfach. Weil er den kleinen Bürgern Angst macht. Er gehört nämlich zur heidnischen Schule! Er weiß, aus eigener körperlicher Erfahrung,  was der Eros ist und bewirkt. Er sagt in seinen Gedichten Schwanz und Möse. Und er sagt zu seinem Sohn &#8220;Schau da hin! So sind wir Menschen! Das ist unser thierischer Teil. Und er muss leben. Liebe es!&#8221; sagt er. Und vergiss nicht die Frauen, ohne die wir nicht wären. Ohne die wir nicht träumen könnten.&#8221;</p>
<p>Und dann die Zumutung der Form! Herbst schreibt nicht irgendwie. Irgendwie schreiben ja alle. Es geht einem ja der Müllkübel auf, wenn man die Sprache zur Kenntnis nehmen muss, in der da alle schreiben. Klar, wir wissen es ja, das ist der Markt. Und Leute wie Denis Scheck machen sich gehörig über diesen ganzen Mist lustig, auf ihren Sendeplätzen nahe Mitternacht, wo ihnen eh keiner mehr zuhört. Da stehen diese Restexemplare dessen, was einmal ein Intellektueller gewesen ist, mit ihren innerhalb von Sekunden abzufertigenden Bücherstapeln da, machen sich über Band 7 von &#8220;Beiß mich bis der Arzt kommt&#8221; lustig und schmeißen das Machwerk in den Kübel. Echt witzig, Dennis! Hast Du locker hingekriegt. Du bist ein toller Kerl! Aber erstens ändert das nichts, denn die Leser von &#8220;Beiß mich bis &#8230;&#8221; kaufen den Schund auch weiterhin hunderttausenfach. Die haben nämlich, als Dennis Scheck den Schrott in den Müll warf, bereits seit anderthalb Stunden damit in den Kissen gelegen.</p>
<p>Und den Blick auf einen Autor wie Alban Herbst hat Herr Scheck damit auch noch nicht gewagt. Wird er auch nicht tun. Obwohl er ihn natürlich kennt. Er weiß schon, warum er das meidet. da kann er nichts gewinnen.</p>
<p>Wird fortgesetzt &#8230;. wenn ich zurück bin!</p>
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		<title>Ein Tag mit Reinhard Keiser am Gänsemarkt</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 01:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[06. Juni - Wiesbaden - Wagner: Tannhäuser Dass jetzt, während ich schreibe, auf meinem Lieblings-Opernsender 1FM noch der Tannhäuser begonnen hat, ist eine wirkliche Bonusgabe für den Tag, die ich sehr zu schätzen weiß. Dabei bin ich am Morgen in Sachen Oper schon hochgradig  verwöhnt worden, denn infolge meiner Angewohnheit, mich beim Aufstehen von einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>06. Juni - Wiesbaden - Wagner: Tannhäuser</pre>
<p>Dass jetzt, während ich schreibe, auf meinem Lieblings-Opernsender 1FM noch der Tannhäuser begonnen hat, ist eine wirkliche Bonusgabe für den Tag, die ich sehr zu schätzen weiß.</p>
<p>Dabei bin ich am Morgen in Sachen Oper schon hochgradig  verwöhnt worden, denn infolge meiner Angewohnheit, mich beim Aufstehen von einer Oper begleiten zu lassen, indem ich den Rechner anwerfe und dann via iTunes auf 1FM schalte, begann mein Tag mit dem ungeheuren Satz <em>&#8220;Soll ich das Herz noch aus der Brust dir reißen?&#8221;</em></p>
<p>Ich war sofort wie gebannt, schaute in der Anzeige nach, was ich da hörte, und sah, dass ich einen Satz aus einem Rezitativ von Reinhard Keisers Oper MASANIELLO FURIOSO ODER DIE NEAPOLITANISCHE FISCHEREMPÖRUNG gehört hatte. Kurz darauf begann eine wunderschöne Arie, und ich geriet in Gefahr, aus meinem Schlafanzug gar nicht mehr rauszukommen, weil ich mich nicht wegbewegen mochte.</p>
<p>Nun, ich habe dann ziemlich viel lauter gestellt, um beides zu haben, die Musik und einen erträglichn Anblick im Spiegel des Bades. Das war auch gut so, denn kurz darauf klingelte bereits der Paketbote, der Sven Lindqvists <em>&#8220;Durch das Herz der Finsternis&#8221;</em> sowie Peter Wapnewskis <em>&#8220;Der Ring des Nibelungen &#8211; Richard Wagners Weltendrama&#8221;</em> brachte.</p>
<p>Reinhard Keiser ließ mich dann allerdings auch während des weiteren Tages nicht mehr los, denn das, was ich von der Oper noch hatte hören dürfen, das hatte mir sehr gefallen. Natürlich kannte ich sie nicht. Überhaupt wusste ich von Keiser wenig, zuvörderst dabei übrigens den Umstand, dass Karin im April bei der Aufführung seiner <em>&#8220;Markus Passion&#8221;</em> in Stuttgart im Chor mitgesungen hatte, wovon sie der Liebsten erzählt und sie dazu eingeladen hatte. Die <em>&#8220;Markus Passion&#8221;</em> ist zufällig auch die einzige Aufnahme, die ich von Reinhard Keiser in der Musik-Sammlung habe. Ansonsten kamen mir nur die oberflächlichen Stichworte Barockoper, Norddeutscher Komponist, Hamburg?, Anfang des 18. Jahrhunderts gestorben?, Freund von Telemann in den Sinn.</p>
<p>Das musste natürlich dringend ergänzt werden, doch kam ich dazu erstmal nicht. Die Sendung an die Tochter musste nach dem Frühstück auf die Post, dann arbeitete ich etwas an den Recherchen zum Roman <em>&#8220;Die Konzessionen des Herzens&#8221;</em>, genauer zum Thema Völkermord (Goldhagen), bevor ich mich für Frau M. auf das erste Coaching des Tages vorbeiten musste, die recht spät nicht wenige neue Kapitel geschickt hatte. Während dessen kam eine Absage des Coaching-Termins von Herrn B., der zu einer Fortbildung gewesen war und außerdem in der Agentur hatte arbeiten müssen, sodass er keinen neuen Text liefern konnte. Die freigewordene Zeit nutzte ich nach dem ersten Coaching direkt, um in den Ort hinunter zu gehen, denn ich musste zur Bank und hernach zur Ärztin, um eine Überweisung abzuholen, die morgen auf die Post soll.</p>
<p>Nach meiner Rückkehr dann das Abendessen, für das ich mir noch mal das Vergnügen einer Spargelmahlzeit mit Lachs und Bärlauch bereitete. Dann die Vorbereitung auf das Coaching mit Frau L., die ihren Roman nun sehr schön dramatisch engzuführen beginnt, vier Kapitel insgesamt hatte sie geschickt, über die wir sehr ergebnisorientiert sprechen konnten.</p>
<p>Aber dann, nach diesem letzten Coaching, riss ich mir den ersten Band von Ulrich Schreibers <em>&#8220;Die Kunst der Oper&#8221;</em> * aus den Regalen, die unsere Musikbibliothek enthalten, und stieg  in die Geschichte des frühen deutschen Musikdramas ein, in die Zeit, da Keiser und Telemann gemeinsam die Hamburger Oper am Gänsemarkt leiteten, und dann in die Zeit des Niedergangs, als in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts die Opern schlossen, ein Jahr vor Keisers Tod schloss auch die Oper am Gänsemarkt. Und wie immer ist es zum Weinen und Heulen, wenn man die Meinungen des bürgerlichen Pöbels zum Niedergang der Kultur liest.</p>
<p>Schreiber zitiert einen Artikel aus einem zeitgenössischen sogenannten Universal-Lexicon, dessen Autor sich nicht entblödet, folgendes daher zu posaunen: <em>&#8220;Aber man hat auch Ursache, sich zu freuen, wenn das Opern-Wesen in Deutschland mehr und mehr in Abnahme geräth. Das Leipziger Opern-Theater ist seit vielen Jahren eingegangen, und das Hamburgische liegt in den letzten Zügen. Das Braunschweigische hat gleichfalls unlängst aufgehöret; und es steht dahin, ob es jemals wieder in Flor kömmt. Auch in Halle und Weißenfels</em>&#8221; (wo die Liebste und ich vor anderthalb Wochen waren, um Heinrich Schütz zu huldigen) <em>&#8220;hat es vormals Opern-Bühnen gegeben, anderer kleinen Fürstlichen Höfe ganz zu schweigen, die aber alle allmählich ein Ende genommen haben. Dieses zeigt den zunehmenden guten Geschmack unserer Landsleute, wozu man ihnen Glück wünschet.&#8221;</em></p>
<p>Glaubt man es? Kann soviel Frechheit und Perfidie möglich sein? Ich wünsche diesem nichtswürdigen Zeilenschmierer und journalistischen Lakaien, dass ihm der aller unmusikalischste Teufel, dem die Hölle in ihren tiefsten Schlünden Wohnung gibt, auf tausend Jahre mit glühenden Reisern seine nichtvorhandenen Ohren peitscht!</p>
<p>Aber das Dumme ist, dass auch in der Gegenwart letztlich nicht viel anders dahergeschwätzt wird, wenn wieder ein Theater stirbt, einem Haus die Mittel gekürzt werden usw. Ich habe es erlebt, wie es der Liebsten das Herz gebrochen hat. Und ganz Stuttgart hat es nicht gerührt. Das Volk gähnt dabei, denen geht das alles am A. vorbei, die kucken Dschungel-Camp und langweilen sich auf die Rente zu. Halt an dir mein Herz!</p>
<p>Wie schön dann andererseits, wenn Ulrich Schreiber in seinem überaus zu empfehlenden 5 bändigen Werk, das wir über Jahre bei der Büchergilde gekauft haben, wo es hoffentlich heute noch lieferbar ist, ein Detail aus der Keiserschen Oper analysiert und schreibt: <em>&#8220;Ein Glanzstück Keisers ist der Ausbruch des Wahnsinns bei Masaniello in einem begleitenden Rezitativ, dem die d-moll-Arie &#8220;Ich eile nicht mehr zu Schiffe&#8221; folgt. Hier läßt Keiser über die ersten acht Takte einfach den Ton D im Baß liegen, so daß die Musik sich nicht kadenzierend weiterentwickeln kann. Dann geht sie in die Dur-Parallele (B) und von dort nach F- und A-Dur weiter und bricht plötzlich ab; in diesen auskomponierten Augenblick der Sinnenverwirrung und Stille fällt der tödliche Schuß auf Masaniello. Schon dieser Hinweis auf Keisers harmonisches Fingerspitzengefühl läßt &#8230;&#8221;</em></p>
<p>Schreiber geht danach auf Änderungen ein, die Telemann an Keisers Werk vorgenommen hat, zu dessen Schaden, aber das soll hier nicht interessieren. Mir geht es vielmehr darum, dass man hier sieht, dass die Entfernung ungeheuer ist, die Entfernung zwischen denen meine ich, die die Ohren haben, um zu hören und den Verstand, um zu begreifen, was Keiser da komponiert hat, um den tödlichen Schuss auf seinen Helden in Szene zu setzen, und denen, die es zynisch in einen Gewinn umdeuten, wenn die ganze Musiktheaterlandschaft eines Landes stirbt! Galaxien passen dazwischen! Und Meere von Tränen! Nichtswürdiges Gesindel ist es! Martern aller Arten, sollen ihrer warten! Und im Gegensatz zu Konstanze sollen sie wirklich darunter leiden!</p>
<p>Okay, ich habe meinen Teil gesagt. Auf 1Fm läuft inzwischen <em>&#8220;Cosi fan tutte&#8221;</em>, das rettet. <strong>Denn da, wo Musik ist, ist das Rettende auch! </strong>Und jetzt gute Nacht &#8211; noch mit <em>&#8220;Una donna, quindice anni&#8221;</em> &#8211; ein Schelm, der Böses dabei denkt.</p>
<pre>* Ulrich Schreiber: "Die Kunst der Oper - Geschichte des Musiktheaters, Band I,
 Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution", 1988, Büchergilde
 Gutenberg, Frankfurt am Main, ISBN 3 7632 31013</pre>
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