REZENSIONEN
Wer trinkt unser Blut? Die Wächter der Nacht
Einer der erfolgreichsten russische Autoren der Gegenwart dürfte wohl Sergej Lukianenko sein, der mit dem Roman “Wächter der Nacht” einen Millionen-Bestseller geschrieben hat. Die Nachfolgebände sind nicht minder erfolgreich, und der Film, für den mit der Behauptung geworben wurde, er sei so etwas wie der Herr der Ringe und Matrix in einem, war ebenfalls sehr erfolgreich.

“Wächter der Nacht” ist ein Buch, in dem Vampire, Gestaltwandler, Tiermenschen, Hexen und Magier … >>>> weiter lesen
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Das Alphabet des Ben Sira
Im Marix Verlag ist als zweisprachige hebräisch-deutsche Textausgabe die erste deutsche Übersetzung des Buches “Das Alphabet des Ben Sira” erschienen, das die am Institut für Jüdische Studien an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität lehrende Professorin Dagmar Börner-Klein übersetzt und herausgegeben hat.
Das Alphabet des Ben Sira ist ein Weisheitsbuch der hebräischen Tradition, das nach Ansicht der Forschung wahrscheinlich … >>>> weiter lesen
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Plötzlich ein Messer in der Hand
Zu Julian Schütts halber Lebensbeschreibung »Max Frisch – Biographie eines Aufstiegs«
von Peter H. Gogolin
Dass der 100. Geburtstag eines Schriftstellers Anlass für vielerlei Wind im Blätterwald des literarischen Feuilletons sein kann, ist verständlich. Dass auch die Biographen solche Gedenktage nach Möglichkeit nicht auslassen, ist sogar erfreulich. Der inzwischen fast ausschließlich an Events orientierte Kulturbetrieb wagt ja in der Regel ohne die verstärkende Wirkung solcher Jahrestage gar nichts mehr. Und … >>>> weiter lesen
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Bekiffte Nächte in Manhattan
Jonathan Lethems skurrile Personage in seinem neuen New York Roman »Chronic City« als Fundament für ein betörendes Leseerlebnis.
von Peter H. Gogolin
Kennen Sie zufällig Leute, die Biller heißen? Und Penner sind? Oder Chase? Perkus Tooth? Eine lesbische Galeristin namens Naomi Kandel? – ein Schelm, der bei Kandel pornografische Phantasien bemüht. Den Dealer Foster Watt? Oona Laszlo, eine Ghostwriterin? Oder gar den Tiger, der sich normalerweise auf der East Side aufhält? Okay, um es kurz zu machen, ich …. >>>> weiter lesen
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Synkopierter Trauermarsch für Brecht
Über Klaus Modicks neuen Roman »Sunset«, mit dem der Autor uns ein wunderbar intimes Porträt der deutschen Exilliteraten in Amerika gezeichnet hat.
von Peter H. Gogolin
»Man geht nicht zum Vergnügen ins Exil«, schrieb Alfred Kerr in seinen Briefen, aber er wusste, »nur das Vergnügen des Bleibens wär noch geringer.« Der weltweit erfolgreiche Romancier Lion Feuchtwanger und seine Frau Marta, die über Marseille, Spanien und Portugal in die USA geflohen waren und seit 1943 in der komfortablen kalifornischen Villa Aurora lebten, gehörten zu den Privilegiertesten unter den deutschen Exilanten. Den Neid der Kollegen … >>>> weiter lesen
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Wahrer Kitsch – Auftritt Jimmy Luntz
Denis Johnson: Ein Kandidat für den deutschen Krimipreis
Von Peter H. Gogolin
Dem Kalender ist nie etwas anzusehen. Auch der Tag des Todes wird vermutlich ebenso unauffällig wie jeder andere beginnen; sinnlos, darüber zu jammern. Und wäre Jimmy Luntz, Kleinkrimineller und Protagonist von Denis Johnsons neuem Roman »Keine Bewegung«, nicht zu allem Überfluss auch noch ein ausgemachter Pechvogel, so wäre möglicherweise gar nichts geschehen. Vielleicht hätte es das Schicksal dabei belassen, dass er gerade wieder mal nur auf Platz siebzehn von zwanzig möglichen gelandet ist. Aber soviel Glück hat Jimmy nicht. >>>> weiter lesen
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Und wenn Sie mich an der Mauer abknallen
Zu Einar Schleefs Erzählungen und Fotografien »Ich habe kein Deutschland gefunden«
von Peter H. Gogolin
Im Jahre 1966 stand ich auf einer Brücke vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof und fragte eine gepflegte alte Dame, die mir kaum bis zur Brust reichte, nach dem Weg. Als Antwort erhielt ich eine derart wüste Beschimpfung, dass ich am ganzen Körper zu zittern begann und mich innerlich bis auf die Knochen erschüttert fühlte. Wie ich nur langsam begriff, war diese Beschimpfung dem Umstand geschuldet, dass ich von ihr als Deutscher erkannt worden war. Es muss … >>>> weiter lesen
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Gottes Werk und Irvings Beitrag
»Ich sehe jeden verdammten Tag Dinge in meiner Fantasie, die schrecklicher sind als der 11. September.« J.I.
Peter H. Gogolin
über John Irvings neuen Roman »Letzte Nacht in Twisted River«
Erinnern Sie sich noch? „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. So erzählt es zumindest das erste Buch Mose. Danach begann dann sehr schnell der ganze Schlamassel, in dem wir heute noch stecken. Hätte die Bibel, dieser große Familienroman der Menschheit, der die katastrophale Geschichte unserer Fehltritte, bösen Absichten und Fluchten erzählt, einen einzigen Autor, so müsste es unweigerlich jemand wie John Irving sein. >>>> weiter lesen
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Shakespeare – der größte und erfolgreichste Betrug
Kurt Kreiler argumentiert überzeugend für die Autorschaft Edward de Veres, des 17. Earl of Oxford, an den Werken William Shakespeares.
von Peter H. Gogolin
Es ist ein Kreuz mit der menschlichen Unsterblichkeit. Von unseren großen Kulturheroen ist der Mythos weit größer als unser Wissen. Wer war Homer? Gewiss, wir haben die Ilias und die Odyssee. Aber hat ein Homer überhaupt gelebt?
William Shakspere (1564-1616), Sohn eines Handschuhmachers aus Stratford-upon-Avon, der kaum mehr als die Elementarschule besucht hat und doch laut Lehrmeinung der weltgewandte Autor der unter dem Verfassernamen Shakespeare bekannten Dramen, Tragödien, Lustspiele und Sonette sein soll, die ihren Autor zum Homer der Neuzeit gemacht haben, ist dafür das wohl prominenteste Beispiel. >>>> weiter lesen.
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Niemand hat das Recht zu gehorchen
Irmtraud Wojak legt die Biographie des Generalstaatsanwalts und Hauptanklägers der Auschwitz-Prozesse Fritz Bauer vor.
von Peter H. Gogolin
Zu den „heiligen Irrtümern“ der Emigranten, die er geteilt habe, soll Fritz Bauer nach dem 2. Weltkrieg zu Gerhard Zwerenz gesagt haben, gehörte auch die Hoffnung, dass alles neu und großzügig werden könne. „Dass Deutschland in Trümmern lag, hat auch sein Gutes, dachten wir. >>>> weiter lesen
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Der bisher schlechteste Krimi
von Peter H. Gogolin
Als ich zum ersten Mal dachte, ich hätte einen geistesgestörten Kommissar vor mir, der einen Fall zu lösen versuchte, den sich ein Autor zurechtkonstruiert hatte, der weder von den elementarsten Erfordernissen der Logik noch von den simpelsten Bedingungen der Polizeiarbeit eine Ahnung hatte, da hielt ich Fred Vargas’ Erfolgsroman “Der vierzehnte Stein” in Händen. Lange Zeit glaubte ich, dass dieser Tiefpunkt des Krimigenres nicht zu toppen sei. Nun bin ich eines Besseren belehrt worden. >>>> weiter lesen
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