In einen stillen Herbst

Mittwoch, 18. September 2019, bei ‚The Astounding Eyes Of Rita‘ von Anouar Brahem

Nun geht es in einen stillen Herbst. Wieviele davon werde ich noch haben? Bachofen schrieb, den Toten habe man eher Häuser gebaut als den Lebenden. Zumindest in diesem Punkt gehen meine und der Liebsten Anstrengungen auf das Gegenteil. Wir stabilisieren uns deutlich; meine morgendlichen Tiefs verkürzen sich und der letzte Zusammenbruch ist schon etwas her. Wir fanden sogar einige ruhige Minuten, um J.s Unterricht an der Opernschule zu besprechen.

Dass ich inzwischen etwas gearbeitet habe, sieht man wohl am Besten daran, dass sich wieder Lesestoff auf meinem Tisch sammelt. Mich macht das recht froh. Aber ich bin nicht nur lesend sondern auch schreibend weitergekommen. Meine Erzählung „Das ferne Land“, die ich für den Sammelband des Verlages, der zur Frühjahrsmesse erscheinen wird, fertigmachen sollte, ist abgeliefert, dazu auch die Ankündigungstexte für den Herbstprospekt, inclusive der Textprobe aus der Novelle „Das Freese-Manuskript„.

Neue begonnen habe ich zudem eine Story, die ich bisher „Oh sweet Lord“ nenne, nach dem Song von George Harrison. Es sind allerdings bisher nur wenige Seiten. Die Geschichte ist etwas heikel, denn sie handelt von einem Mann, der dreimal in seinem Leben Gott begegnet, sich sogar mit ihm unterhält, aber einsehen muss, dass er es eigentlich vergeigt hat. Also quasi so, als wenn ein Autor den Elevator Pitch versaut, nur ultimativ schlimmer. Gott war gelangweilt. Na, mal sehen, das Ende steht noch nicht fest. Also für den Helden der Geschichte, für Gott schon.

Sie können ja mal überlegen, was Sie Gott fragen würden, unter der Maßgabe, dass Sie Ihn nicht langweilen dürfen.

Viel Spaß und
bleiben Sie glücklich
wünscht Ihr PHG