In welchem Jahrhundert erzählen wir eigentlich?

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Montag, 19. Oktober 2020, bei Mahlers Sinfonie Nr. 5, (Tod in Venedig) Warum schreibt oder malt man, wenn nicht, um im künstlerischen Akt erstmals etwas sichtbar zu machen. Das Ziel muss immer sein, etwas zu malen, zu schreiben, was vorher nicht gesehen worden ist, nicht gesehen, nicht wahrgenommen werden konnte. Aber das ist schwer, denn […]

Ein dunkler Sommer, der ‚Mythus‘ und der Bruderroman auf der Zielgeraden

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Mittwoch, 14. Oktober 2020, bei Wolkengrau und Terradellas ‚Artaserse‘ Schreiben ist das Unbeendbare, dasUnaufhörliche. … Schreiben bedeutet,sich zum Echo dessen zu machen, wasnicht aufhören kann zu sprechen.(Maurice Blanchot) Das Manuskript des neuen Romans „Ein dunkler Sommer“ (Arbeitstitel) habe ich bis zur Situation der Begegnung des Erzählers in den Weinbergen mit Hendrik Scheerfolt, dieses Überbringers von […]

Zurück aus der Maskenstadt – die Arbeit geht dem Jahresende zu

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Mittwoch, 07. November 2020, bei Vaughan Williams „A Sea Symphony“ unter Mark Elder „Seine Identität – wie der Schriftstellerdie seine – erwartet der Jude vom Buch.“Edmond Jabès Im Moment bettelt Venedig regelrecht um Besucher, noch nie in all den Jahren habe ich die Stadt so regelrecht l e e r gesehen. Mitunter kam ich mir […]

Schwieriger Tag – schwierige Bücher – leichte Musik

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Mittwoch, 9. September 2020, ein Jazz-Tag Obwohl der Tag vor Schönheit leuchtet – das Blau des Himmels, das im leichten Wind flüsternde Grün des Gartens, die unaufdringlich schmeichelnde Sonne vor meinem Arbeitszimmerfenster -, ist es ein schwieriger Tag für mich. Vielleicht, weil es der Geburtstag meiner Mutter ist, die ich 2015 beim Sterben, fast hätte […]

Die Dichtung und Das Internet – Ein Streitgespräch

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10 Antworten zu Alban Nikolai HerbstNäher, mein Wort, zu Dir!Die Dichtung und Das Internet Anfang April stieß ich in der DSCHUNGEL.ANDERSWELT des Berliner Autors Alban Nikolai Herbst, eine der wenigen Internetplattformen, die ich halbwegs regelmäßig besuche und lese, auf die Frage nach der Funktion und dem Stellenwert des Internets für die literarische Produktion von AutorenInnen. […]

Die Tage werden kühler – und mein Rückzug nach Venedig

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Dienstag, 1. September 2020, bei Domènec Terradellas „Artaserse“ unter Juan Bautista Otero und der Royal Chamber Opera Company Wir haben mittlerweile nur noch 19 Grad, doch ist es sonnig in Venedig, was zu der traumhaft heiteren Musik Terradellas passt, die ich nicht erst seit dem Morgen sondern bereits seit gestern immer wieder höre. Es passt […]

Ein verlorener Tag?

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Donnerstag, 20. August 2020, bei Klaviersonaten von Schubert Am Morgen stellte ich fest, dass meine Webseite nicht mehr oder doch zumindest nur noch halb funktionierte. Die andere Hälfte gab ständig Meldungen der Art von sich, es werde geladen, was aber nur Stillstand und nicht verfügbare Seiten bedeutete. Natürlich habe ich die ersten Stunden mit Reparaturarbeiten […]

Der Herr im Treppenhaus

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Freitag, 13. Dezember 2019, bei einem Mixtape mit Keith Jarrett, Michel Petrucciani, Chick Corea, Pat Metheny, Brad Mehldau u.a. Jemand schrieb mir dieser Tage, ich solle mich nicht klein machen. Lieber Peter, hör auf, Dich klein zu machen. Pah, bloß ein Ausrufungszeichen fehlte, dann wäre es ein Befehl gewesen. Nun ja, ich muss zugeben, dass […]

Bis ans Ende gehen

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Was ist Erfolg? Braucht man ihn? Wie groß muss er sein? Damit er überhaupt einer ist? Aber für wen? In wessen Augen? In den Krieg ziehen? Um ehrlich zu sein, ich denke normalerweise über Erfolg nicht nach, kann mich nicht erinnern, es je getan zu haben. Ich würde sagen, dass er mir gleichgültig ist, wenn […]

Wir sind halt komische Leut‘

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Dienstag, 11. Sept. 2018, bei Franz Schmidts Symphonie Nr. 4 C-Dur unter Kirill Petrenko Am Morgen saß ich schon früh, – noch im Bademantel und bei offener Tür, um den Spätsommer einzulassen -, trank mein übliches Glas Wasser und las in unseren Ausgaben von Ovids „Metamorphosen“. Die Unterschiede in verschiedenen Übersetzungen zu vergleichen, das ist schon […]

Zu Ezra Pounds CANTOS

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Mittwoch, 15. August 2018, (ehemals: Dienstag, 03.11.2015, bei Verdis Don Carlos unter Haitink) Begann heute mit einer Übersetzung der Poundschen Cantos. In den ersten zwei Stunden dieses Arbeitstages habe ich nun, bevor ich wieder in die letzten 100 Seiten Korrekturen des Regenromans einsteige, die ersten 10 Verse übersetzt, was zwar nicht viel ist aber eine […]

Es gibt keine Hexen

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Montag, 13. August 2018, bei Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ unter René Jacobs Ein Arbeitsort in ferner Zeit Gedämpfter Tag. Kurz vor sieben Uhr vom Gewitter geweckt worden, nach anfänglichen Sturzbächen regnet es seither verhalten, was bei geöffneten Fenstern und Türen eine angenehme akustische Kulisse entstehen lässt, die mich an die sommerlichen Regentage auf Eiderstedt erinnert. […]

Rückzug aus der digitalen Welt

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Sonntag, 12. August 2018, bei ‚Minimal Piano Collection Vol. IV‘ (John Adams, Arvo Pärt, Simeon ten Holt e.a.), mit Jeroen van Veen am Piano Lange schon überfällig Im späten Frühjahr beschloss ich, weil ich mich selbst zu verlieren begann, mich wieder den Dingen zuzuwenden, also mehr auf meine Wahrnehmung der Welt zu achten, das Sehen […]

Iwan Demjanjuk – ein Stück, für das deutsche Theater keinen Mut haben

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„Eistage“ d a s Stück zum vermutlich letzten großen Kriegsverbrecherprozess in Deutschland Deutschland steht der vermutlich letzte große Kriegsverbrecherprozess bevor. Der mutmaßliche ukrainische Massenmörder aus Treblinka, John Iwan Demjanjuk wartet seit dem 12. Mai 2009 in Stadelheim auf den Prozess. Lesen Sie zum Fall Demjanjuk mein Monodrama „Eistage„. Zu bestellen beim Theaterstückverlag, München.Peter H. Gogolins […]

Schnee auf neuen Gipfeln

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Sonntag, 14. Dezember 2008 Nun gibt es erstaunlicherweise auch meine erste Übersetzung ins Chinesische zu feiern. Xue-Feng sandte mir überraschend die Übersetzung meines Gedichtes „Schnee auf neuen Gipfeln“ und hat mir damit eine große Freude gemacht. Schnee auf neuen Gipfeln Vor dem Todwill ich die Einsamkeit suchenBäume um mich habenund in der Stille sein. Trauere […]