{"id":9489,"date":"2026-09-06T12:17:05","date_gmt":"2026-09-06T10:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.peter-gogolin.de\/?p=9489"},"modified":"2026-09-06T12:17:05","modified_gmt":"2026-09-06T10:17:05","slug":"eine-gesamtausgabe-nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-gogolin.de\/?p=9489","title":{"rendered":"Eine Gesamtausgabe? Nein!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Es ergab sich heute spielerisch, dass ich bei der Zusammenstellung aller meiner als Buch gedruckten und noch lieferbaren Werke f\u00fcr die Webseite die Gesamtzahl der ver\u00f6ffentlichten Seiten ermittelte. Dabei bekam ich einen Schreck, denn es waren 3.723 Seiten. Wenn ich zudem die beiden bereits fertigen Manuskripte hinzurechne, die ab Fr\u00fchjahr n\u00e4chsten Jahres erscheinen sollen, so komme ich auf knapp \u00fcber 4.200 Seiten. Dabei sind Ver\u00f6ffentlichungen, die es nur in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und Rundfunk gab, nicht mitgerechnet. Auch keine Gedichtb\u00e4nde, die ich jederzeit publizieren k\u00f6nnte. Ich spreche nur von bisher tats\u00e4chlich vorhandenen eigenen B\u00fcchern, die zudem alle lieferbar sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Also sagen wir, wenn ich ab jetzt kein weiteres Wort mehr schreiben w\u00fcrde (was mir naturgem\u00e4\u00df k\u00f6rperlich unm\u00f6glich ist) und auch alle anderweitig publizierten Texte unber\u00fccksichtigt lasse, dann h\u00e4tte ich ein Gesamtwerk von 4.200 Seiten. Was das bedeutet, wird einem besser bewusst, wenn man die Vermessenheit bes\u00e4\u00dfe und wie einer der b\u00fcrgerlichen Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts an eine Gesamtausgabe der eigenen Werke d\u00e4chte. Man m\u00fcsste dann n\u00e4mlich eine zehnb\u00e4ndige Kassette mit dicken Schwarten von jeweils 420 Seiten realisieren. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.peter-gogolin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/schrapenbuell2-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8816\" style=\"width:689px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.peter-gogolin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/schrapenbuell2-689x1024.jpg 689w, https:\/\/www.peter-gogolin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/schrapenbuell2-269x400.jpg 269w, https:\/\/www.peter-gogolin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/schrapenbuell2-768x1142.jpg 768w, https:\/\/www.peter-gogolin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/schrapenbuell2.jpg 807w\" sizes=\"auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Der Hof &#8222;Schrapenb\u00fcll&#8220; bei T\u00f6nning auf Eiderstedt, wo ich w\u00e4hrend meines Medizinstudiums 1979 ein Sabbatjahr einlegte, um meinen ersten Roman \u00bbSeelenl\u00e4hmung\u00ab zu schreiben, der im Fr\u00fchjahr 1981 bei Kiepenheuer &amp; Witsch in K\u00f6ln erschien, in die Auswahl f\u00fcr den Aspekte Literaturpreis kam und den Hamburger Literatur F\u00f6rderpreis erhielt.<br>(c) Foto: Hermann O. Ehlers, Hamburg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Keine Bange, das ist nicht vorgesehen. Aber vielleicht begreift man mein Erschrecken, als die Zahlen mir das bewusst machten. Ich werde mein Werk gewiss noch ein wenig fortschreiben, aber es ist mir doch klar geworden, wie sinnlos das alles ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher hab ich mitunter gedacht, ich habe halt noch nicht genug geschrieben, und h\u00e4tte ich das Schicksal gehabt, etwas bekannter zu sein, so w\u00fcrde ich mich jetzt vielleicht der Illusion hingeben, ich und meine B\u00fccher seien irgendwie von Bedeutung. Aber das ist nat\u00fcrlich Quatsch. Ich kann lediglich von Gl\u00fcck sagen, dass ich mein Leben nicht damit vertan habe, B\u00fccher des Inhalts &#8222;Kommissar Tingeltangel ging links umme Ecke rum und fragte sich, wer der M\u00f6rder wohl sein k\u00f6nnte.&#8220; geschrieben zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Also alles prima, sagt PHG<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ergab sich heute spielerisch, dass ich bei der Zusammenstellung aller meiner als Buch gedruckten und noch lieferbaren Werke f\u00fcr die Webseite die Gesamtzahl der ver\u00f6ffentlichten Seiten ermittelte. Dabei bekam ich einen Schreck, denn es waren 3.723 Seiten. Wenn ich zudem die beiden bereits fertigen Manuskripte hinzurechne, die ab Fr\u00fchjahr n\u00e4chsten Jahres erscheinen sollen, so komme ich auf knapp \u00fcber 4.200 Seiten. Dabei sind Ver\u00f6ffentlichungen, die es nur in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und Rundfunk gab, nicht mitgerechnet. Auch keine Gedichtb\u00e4nde, die ich jederzeit publizieren k\u00f6nnte. Ich spreche nur von bisher tats\u00e4chlich vorhandenen eigenen B\u00fcchern, die zudem alle lieferbar sind. Also sagen wir, wenn ich ab jetzt kein weiteres Wort mehr schreiben w\u00fcrde (was mir naturgem\u00e4\u00df k\u00f6rperlich unm\u00f6glich ist) und auch alle anderweitig publizierten Texte unber\u00fccksichtigt lasse, dann h\u00e4tte ich ein Gesamtwerk von 4.200 Seiten. Was das bedeutet, wird einem besser bewusst, wenn man die Vermessenheit bes\u00e4\u00dfe und wie einer der b\u00fcrgerlichen Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts an eine Gesamtausgabe der eigenen Werke d\u00e4chte. Man m\u00fcsste dann n\u00e4mlich eine zehnb\u00e4ndige Kassette mit dicken Schwarten von jeweils 420 Seiten realisieren. Der Hof &#8222;Schrapenb\u00fcll&#8220; bei T\u00f6nning auf Eiderstedt, wo ich w\u00e4hrend meines Medizinstudiums 1979 ein Sabbatjahr einlegte, um meinen ersten Roman \u00bbSeelenl\u00e4hmung\u00ab zu schreiben, der im Fr\u00fchjahr 1981 bei Kiepenheuer &amp; Witsch in K\u00f6ln erschien, in die Auswahl f\u00fcr den Aspekte Literaturpreis kam und den Hamburger Literatur F\u00f6rderpreis erhielt.(c) Foto: Hermann O. Ehlers, Hamburg Keine Bange, das ist nicht vorgesehen. Aber vielleicht begreift man mein Erschrecken, als die Zahlen mir das bewusst machten. Ich werde mein Werk gewiss noch ein wenig fortschreiben, aber es ist mir doch klar geworden, wie sinnlos das alles ist. Fr\u00fcher hab ich mitunter gedacht, ich habe halt noch nicht genug geschrieben, und h\u00e4tte ich das Schicksal gehabt, etwas bekannter zu sein, so w\u00fcrde ich mich jetzt vielleicht der Illusion hingeben, ich und meine B\u00fccher seien irgendwie von Bedeutung. Aber das ist nat\u00fcrlich Quatsch. 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